Da kommt eine ganz andere Kultur - Bundeswehr-Veteranen über Afghanistan und die „Ortskräfte“

Falkenauge @, Dienstag, 14.09.2021, 08:05 vor 5 Tagen 3020 Views

Das merkwürdig ungehinderte Einrücken der Taliban in Afghanistan, denen, noch merkwürdiger, die USA das Geschenk eines Waffenarsenals im Werte von 20 Milliarden Dollar hinterlassen haben, löst wieder eine Flüchtlingswelle aus, die vor allem auf Deutschland zuzurollen scheint. Allein über 40.000 „Ortskräfte“, die den deutschen Truppen in unterschiedlichster Art zu Diensten gestanden haben sollen, will die deutsche Politik vor den Taliban retten. Sie und die anderen nachrückenden „Flüchtlinge“ werden das Heer der schon im Lande lebenden verstärken. Wohin führt das, wo schon bisher die Allermeisten sich hier wegen des Festhaltens an ihrer ganz anderen Kultur nicht integriert, dagegen die Kriminalität überproportional erhöht haben?

Da kommt eine ganz andere Kultur ...

Scholl-Latour ueber Afghanistan und den deutsche “Auftritt“ dorten. m. L.

Oblomow @, Leipzig, Dienstag, 14.09.2021, 15:15 vor 4 Tagen @ Falkenauge 1184 Views

bearbeitet von Oblomow, Dienstag, 14.09.2021, 15:36

Peter Scholl-Latour: "Siegen in Afghanistan?" (komplette Vorlesung)

https://m.youtube.com/watch?v=LRWi6jn7yuQ

Die Frage beantwortet er, man sollte die Frage so stimmlich betonen, dass die Lächerlichkeit des Unterfangens klar wird.

Das Ding ist mehr als zehn Jahre alt. Der Mann ist tot. Schade, er hat alles vorausgesagt. Interessant auch das Ende, wo er kurz auf China eingeht.

Die Deutschen wurden einst Willkommen geheißen als Arier, als die sich die Afghanen wohl teilweise auch verstehen. 1 von 8 deutschen Soldaten wäre überhaupt kampftauglich. Nachher saßen die in ihrer Festung und haben sich selbst bewacht. Heute würden nur Psychologen da rumgeistern. Er hätte Kameraden gehabt, die aus Stalingrad noch ausgeflogen worden wären und nie einen Psychologen gesehen haben.
Kurz vor dem Vortrag scheint die Bombardierung der Tanklaster bei Kundus mit den Toten und Verletzten stattgefunden zu haben. Das kommentiert er auch.

Auch seine Anerkennung der Afganen als trainierte und mutige Kämpfer, sehr interessant. Was er über 9/11 sagt, ist von Skepsis geprägt, aber den entscheidenden Schritt macht er nicht. Das ist selbst dem, der eine Menge erlebt hat, wohl zu starker Tobak.

Eine anregende und geistreiche Geschichtslehrstunde im Plauderton.

O.

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„Von einem gewissen Punkt gibt es keine Rückkehr mehr. Dieser Punkt ist zu erreichen.“ F.K.

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