Jagd, Anbau, Kohlenwasserstoffe, regenerative Energien - Energiequellen machen Werte oder machen Werte Energiequellen?

Ikonoklast @, Sonntag, 12.09.2021, 20:28 vor 45 Tagen 1889 Views

Hallo Forum,

wie in meinem letzten Thread schon kurz angedeutet möchte ich diesmal auf die These von Ian Morris in Beute, Ernte Öl eingehen. Wonach die vorherrschenden Energiequellen einer Gesellschaft die jeweils zweckdienlichen Werte in dieser schaffen. Wenn dies der Fall sein sollte, was steht uns dann mit dem 'Great Reset der Werte' bevor?

Angefangen bei den Wildbeutern mit einer Ausbeute von max 10.000 Kcal pro Tag/Einwohner, über die Agrarwirtschaft mit bis zu 30.000 Kcal pro Tag/Einwohner, hin zu unserer heutigen Fossilenergiegesellschaft von 230.000 Kcal pro Tag/Einwohner hatte jede Gesellschaft von Energienutzern ihr optimales Wertesetting. Bei den Wildbeutern gab es eine egalitäre Gesellschaft mit nur wenig Besitz und viel Gewalt, die Bewohner von Agraria hatten eine hierarchische, aber weniger gewalttätige Gesellschaft mit mehr Besitztümern. Seiner These nach konnte unsere Demokratie nur durch die Erschließung der Kohlenwasserstoffe entstehen, da nur sie die Werte mit sehr wenig Gewalt für die Fossilenergiegesellschaft schafft. Ob und seit wann wir evtl. nicht mehr in einer Demokratie leben ist ein anderes Thema... [[zwinker]]

Man kann der These ganz, teilweise oder gar nicht zustimmen, für unser Gedankenexperiment gehen wir einmal davon aus, dass die vorherrschende(n) Energiequelle(n) in einer Gesellschaft den Rahmen absteckt(en), welche Werte sich entwickeln können. Wenig Energieausbeute je Einwohner/Tag bedeutet, der Rahmen für die vorherrschenden Werte ist relativ eng gehalten, Selbstentfaltung, das eigene Ich, verschiedene Berufe, Stände etc. entwickeln sich nur langsam oder gar nicht. Eine sehr hohe Energieausbeute je Einwohner/Tag und der Rahmen der möglichen Werteentwicklung lässt sich sehr weit abstecken, siehe Demokratie, Gleichheit für alle vor dem Gesetz etc. Hier sind ebenfalls auch die sog. 'Bullshit Jobs' en masse möglich. Geeignete Beispiele möge sich hier jeder selbst denken. [[zwinker]]

Nachdem wir derzeit vermutlich auf dem Zenit der Energieausbeute durch das Zeitalter des Öls sind, oder vor Kurzem waren (vgl. Beiträge von @el-mar) steht uns nun energieausbeute-technisch mittels (gewollter) Verdrängung des Öls durch die regenerativen Energien (siehe Zappelstrom) ein herber Einschnitt bei der Energieausbeute je Einwohner/Tag bevor. Sollte nun Morris ganz oder teilweise mit seiner These recht behalten, dann müsste die Änderung der vorherrschenden Energiequellen mit einer Änderung der vorherrschenden Werte einhergehen.

In diesem Fall macht der 'Great Reset der Werte', ein Ersetzen der historisch gewachsenen christlich-europaischen Werte durch neue Werte wie unbedingte Buntheit, totale Toleranz und die uneingeschränkte Weltoffenheit durchaus Sinn.

Es dürfte dann das erste Mal in der Geschichte sein, dass die Eliten noch vor der neuen Engerqiequelle die dafür erforderlichen Werte einführen/schaffen!

In diesem Zusammenhang würde der erzwungenen Werte-Umschwung ein ganz neues Licht auf den Tanz um die totale Toleranz werfen:

Perfide, man ändert zuerst die Werte einer Gesellschaft und schiebt zu einem späteren Zeitpunkt die dafür nötige Energiequelle (mit erheblich weniger Energieausbeute im Vergleich zur Alten (Öl/Gas)) nach. Die Gesellschaft soll durch den Zwangsumstieg in einen Art Energiesparmodus gepresst werden und "freiwillig" Verzicht üben.

Wie immer gilt, Gegenmeinungen, Kritik und Anmerkungen gerne gesehen.

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Grüße

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... and girls of course!

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Pre-neolithische Gesellschaften kannten kaum Gewalt

CalBaer @, Sonntag, 12.09.2021, 21:05 vor 45 Tagen @ Ikonoklast 1382 Views

Es waren Stammesgesellschaften, wo sich die nomadischen Staemme nur selten in die Quere kamen. Selbst wenn sie sich trafen, gab es Austausch, aber selten Auseindersetzungen (Streit mag sicher manchmal gewalttaetig gewesen sein, so wie es Gewalt auch heute zwischen Menschen gibt, aber keine Kriege). Bis vor wenigen Hundert Jahren lebten an der US-Westkueste Staemme hauptsaechlich von Sammeln und Jagen als auch vereinzelt primitiver Landwirtschaft. Die Archaeologen finden keinerlei Hinweise auf Krieg oder gewalttaetige Auseinandersetzungen. Die Staemme selber erzaehlen (die Nachfahren treten heute noch auf) nie etwas von Krieg oder Aehnlichem aus der Zeit bevor die Missionare und Siedler kamen. Kriege sind ein Produkt von Staaten, die es auch schon in Amerika vor seiner Entdeckung gab. Diese Staaten waren aber sesshafte Gesellschaften, die bereits Landwirtschaft betrieben. Je weiter sich die Staaten enwtickelt haben, umso brutaler wurden Auseinandersetzungen. Die Industriegesellschaft hat bekannterweise 2 Weltkriege mit Millionen von Toten hervorgebracht. Dass der Mensch von Natur aus gegen andere Menschen gewaltbereit ist, ist ein von Staatsverbrechern geschaffener Mythos, um Gewalt zu rechtfertigen.

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Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
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www.tinyurl.com/y97d87xk
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Es ist schon erschreckend, in welch historisch kurzen Zeit die Verblödung einer Kultur einsetzt und man alle mühsam und langwierig gewonnenen Erkenntnisse wieder vergisst

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 13.09.2021, 10:08 vor 44 Tagen @ CalBaer 918 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Montag, 13.09.2021, 11:06

Es waren Stammesgesellschaften, wo sich die nomadischen Staemme nur selten in die Quere kamen. Selbst wenn sie sich trafen, gab es Austausch, aber selten Auseindersetzungen (Streit mag sicher manchmal gewalttaetig gewesen sein, so wie es Gewalt auch heute zwischen Menschen gibt, aber keine Kriege).

Der Mensch war ein Jäger und jagte wie alle Prädatoren, deren Jagdwild physisch größer ist als sie selber, wie auch die Wölfe, im Rudel. Dazu war bei der menschlichen Jagdstrategie wegen der Drück- und Treibjagd eine vorherige verbale Absprache erforderlich. weil die einzelnen Jäger an Positionen stationiert waren, wo man sich physisch nicht sehen konnte und man auch vorher absprechen musste, wie jeder einzelne Jäger bei Ansicht des Wildes reagieren musste.
Eine alles in allem recht erfolgreiche Strategie, die auch die Erlegung von Wild ermöglichte, das phsische wesentlich größer war als man selber.

Auf der einen Seite hatte man bei einem seltenen(!) Jagderfolg plötzlich Fleisch im Überfluss, das zudem, außer in der Arktis, nur wenige Tage haltbar war. Was lag also näher als sich so zu verhalten wie später die Römer - do, ut des (ich gebe, damit du gibst) - als m´nicht so erfolgreiche Jäger, selbstverständlich nach Absprache; also nur solche, mirt denen man sich sprachlich verständigen konnte, mitessen zu lassen. Das Fleisch hielt ohne Kühlung nur ein paar Tage, auch wenn der Fäulnisprozess durch braten aufgehalten werden konnte.

Auf der anderen Seite beanspruchte der Mensch, wie alle höheren Säugetiere, ein Revier für sich. Das Revier war immer so groß, dass es die ganze Sippe ernähren konnte. Drangen revierfremde Jäger, meist Verwandte Brüder und Neffen, in das eigene Revier ein, dann gab es natürlich Zoff. Die Alternative war, die Eindriglinge entweder abzumurksen oder selber zu hungern. Ein Revier hatte nämlich immer die Größe, dass es die Mitglieder und deren Nachkommen gerade ernähren konnte. Bei allen Wildtieren ist die Entschiedung klar. Es ist anzunehmen, dass die Jäger und Sammler sich anders verhielten als Zivilisten und Eindringlinge eher abmurksten, während Zivilisten aus lauter Nächstenliebe lieber selber hungern. Das ist auch der Grund, warum alle Zivilisationen innerhalb historisch relativ kurzer Zeit untergegangen sind, während Jäger und Sammler sich üer Jahrhunderttausende halten konnten.

Die Zivilisten haben kein historisches Gedächtnis. Entscheidend für das Überleben ist nämlich der Minimumeffekt. Zivilisten fehlt dieses Bewusstsein, dass man nämlich in Zeiten des Nahrungsmangels überleben muss. Stattdessen halten sie immer den zufälligen Überfluss für ewig. Sie haben die Ewigkeit gepachtet.

Bei Jägern und Sammlern war es dagegen so, dass, wenn Revierfremde in das eigene Revier eindrangen, dass sie erst einmal abgemurkst wurden, bevor man überflüssige Fragen stellte. Überflüssig waren alle Fragen an Barbaren, also die, die Warwar redeten, weil man sie sowieso nicht verstand. Insofern war die Sprache ein Erkennungsmerkmal.

Dadurch, dass das jedem bekannt war, war es natürlich ein seltener Vorfall, wenn man in das Revier eines anderen Rudels eindrang und eigentlich konnte das nur mit der Absicht geschenen, es auch zu erobern.

PS: Das, was ich hier kurz zusammengefass habe, ist der Stand der Wissenschaft Ende des 19., Anfang des 20. Jh.
Ein Jahrhundert später hat man anscheinend schon wieder alles vergessen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Minimumgesetz

Gruß Mephistopheles

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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Es ist schon erschreckend, wie man Diskussionen abbügelt mit Biologismen

Oblomow @, Leipzig, Montag, 13.09.2021, 10:27 vor 44 Tagen @ Mephistopheles 722 Views

Hier im Gelben Forum waren unermesslich viele Diskussionen über azephale Gesellschaften, über Gesellschaften, bevor es das Geld gab usw., usw.. Das Tier namens Mensch ist ein Ungeheuer, dass eben mehr als ein Tier und weniger als ein Mensch ist. Hier muss nicht Rousseau, aber auch nicht Hobbes für ganz volle genommen werden.

O.

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„Von einem gewissen Punkt gibt es keine Rückkehr mehr. Dieser Punkt ist zu erreichen.“ F.K.

Jenseits der Biologismen landen wir zwangsläufig beim Transhumanismus

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 13.09.2021, 11:08 vor 44 Tagen @ Oblomow 634 Views

[[sauer]]

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Das ist ein Denkfehler von Dir. „Der Mensch ist weder Engel noch Tier, und das Unglück will es, dass, wer einen Engel aus ihm machen will, ein Tier aus ihm macht.“ Blaise Pascal

Oblomow @, Leipzig, Montag, 13.09.2021, 11:15 vor 44 Tagen @ Mephistopheles 579 Views

bearbeitet von Oblomow, Montag, 13.09.2021, 11:20

Der gute Blaise hat das Dilemma schon durchdacht. Er war nämlich noch besser im Denken als Du, der so gut und schön denkt, besonders das Böse [[top]] Und wenn jemand trans-human war, dann wohl Blaise. Nur Tier ist eben auch ne Verkürzung.

O.

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Das ist kein Argument, sondern eine ideologische Vorgabe

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 13.09.2021, 11:59 vor 44 Tagen @ Oblomow 563 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Montag, 13.09.2021, 12:03

Der gute Blaise hat das Dilemma schon durchdacht. Er war nämlich noch besser im Denken als Du, der so gut und schön denkt, besonders das Böse [[top]] Und wenn jemand trans-human war, dann wohl Blaise. Nur Tier ist eben auch ne Verkürzung.

O.

Plötzlich wechselst du von der rationalen Argumentation zur moralischen Argumentation. [[zwinker]]

Der arme Blaise Pascal ist leider an seiner Moral verstorben im bsten Mannesalter von 39 Jahren.

Gruß Mephistopheles

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Hast Du Zeitzeugen fuer deine Geschichte?

CalBaer @, Montag, 13.09.2021, 21:20 vor 44 Tagen @ Mephistopheles 366 Views

Bei Jägern und Sammlern war es dagegen so, dass, wenn Revierfremde in das eigene Revier eindrangen, dass sie erst einmal abgemurkst wurden, bevor man überflüssige Fragen stellte.

Genau das ist es was ich meine, diese Geschichtsschreibung ist ein Produkt des aggressiven Staates. Nur leider laesst sich das nicht mal archaeologisch belegen.

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1.9 Beweis durch Kontraposition. Bis vor kurzem war das sogar noch legal.

Mephistopheles @, Datschiburg, Dienstag, 14.09.2021, 12:16 vor 43 Tagen @ CalBaer 305 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Dienstag, 14.09.2021, 12:54

Bei Jägern und Sammlern war es dagegen so, dass, wenn Revierfremde in das eigene Revier eindrangen, dass sie erst einmal abgemurkst wurden, bevor man überflüssige Fragen stellte.


Genau das ist es was ich meine, diese Geschichtsschreibung ist ein Produkt des aggressiven Staates. Nur leider laesst sich das nicht mal archaeologisch belegen.

https://www.math.uni-konstanz.de/~huynh/Vorkurs2017/Vorkurs_2017_Woche3.pdf

Bis vor kurzem durfte sogar in revierzerstörenden Staat (die Staatsidee besteht, wie sich aus Hobbes ergibt, in nichts anderem, als sämtliche natürlichen Reviere zu zerstören und durch seine Oberhoheit zu ersetzen) jeder Inhaber eines Überbleibsels der Reviere "My home is my castle", also jeder Hauseigentümer einen Eindringling, der gewaltsam in sein Haus, also sein Revier, eindrang, noch straflos töten.

Das mit dem aggressiven Staat ist Ideologie; der Verteidigungsinstinkt ist naturgegeben.
Die Römer als die Verständnismeister der naturgegebenen Anlagen des Menschen, führten ausschließlich Verteidigungskriege, niemals Angriffskriege. Auf diese Idee ist erst wieder die Nato gekommen. Die Gründungsidee der Nato war die Verteidigung gegen die Sowjetunion. Warum musste man sich gegen die Sowjetununion verteidigen? Weil sie, der offiziellen Lesart nach, von Hitler überfallen wurde. Man mus sich also gegen jemand verteidigen, der überfallen wurde.

Gruß Mephistopheles

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Da scheint mir der Wunsch der Vater des Gedankens zu sein! Die Archäologen sollen weiter suchen. Nichts zu finden heißt nicht, dass nichts da ist.

Olivia, Montag, 13.09.2021, 10:35 vor 44 Tagen @ CalBaer 648 Views

Alleine die "kriegerischen" Funde aus grauer Vorzeit in unseren Breiten sollten ausreichen, sich darüber Gedanken zu machen.

Warum sind Westler immer auf der Suche nach dem Paradies und der "heilen Welt". Wenn sie ihre eigenen "dunklen Bereiche" anerkennen würden, könnten sie das lassen. MACHT gab es immer, seitdem es Menschen gibt. Wie groß die Gruppierung ist, über die oder gegen die Macht ausgeübt werden kann, ist gleichgültig.

--
For entertainment purposes only.

"graue Vorzeit" Da muss man genau auseinanderhalten, was man findet

CalBaer @, Montag, 13.09.2021, 21:29 vor 44 Tagen @ Olivia 337 Views

bearbeitet von CalBaer, Montag, 13.09.2021, 21:41

Die meisten Ausgrabungen gehen auf die postneolitische Zeit zurueck.

Wenn man nichts findet, gibt es auch keine belastbare These.


Macht ueber andere Menschen ist zudem erst notwendig, wenn der soziale Zusammenhalt nicht mehr ausreicht (oberhalb der Dunbar-Zahl), um sich zu organisieren. Die Staemme mussten sich nicht mehr teilen und wuchsen zahlenmaessig an, als sie sesshaft wurden und Landwirtschaft betrieben.

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Die Vorzeit ist nicht grau. Die Überlebenden bevölkern heute die Erde

Mephistopheles @, Datschiburg, Dienstag, 14.09.2021, 13:13 vor 43 Tagen @ CalBaer 315 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Dienstag, 14.09.2021, 13:20

Die meisten Ausgrabungen gehen auf die postneolitische Zeit zurueck.

Wenn man nichts findet, gibt es auch keine belastbare These.

Man braucht nur die Jetztzeit nehmen. Diese Menschen mit all ihren Anlagen und Fähigkeiten leben heute noch.
Allerdings werden die Fähigkiten in frühster Kindheit ausgebildet. Wer als Kleinkind nicht lernt, Wildspuren zu lesen, lernt es nimmermehr (richtig).
Eben daran sieht man am deutlichsten, dass der Mensch sich nicht verändert hat. Jedes (normale, nicht geforderte [[freude]]) Kind kann lesen lernen, also einer Vielzahl von sich kaum unterscheidenden Zeichen einen Sinn zuordnen.
Kann mir einer mal den Unterschied zwischen Schriftzeichen, Wildspuren und Pflanzenblättern erklären?


Macht ueber andere Menschen ist zudem erst notwendig, wenn der soziale Zusammenhalt nicht mehr ausreicht (oberhalb der Dunbar-Zahl), um sich zu organisieren. Die Staemme mussten sich nicht mehr teilen und wuchsen zahlenmaessig an, als sie sesshaft wurden und Landwirtschaft betrieben.

Wuchsen sie nicht. Bis vor 2 Jahrhunderten hatten die Unzahl von Börfern (die seltsamerweise alle einen Abstand von etwa 1,5 - 2 km voneinander hatten) im Durchschnitt etwa 100-150 Einwohner. Erst danach wurden die Dörfer größerm und der Zusammenhalt verschwand, weil auch Fremde zuzogen.
Die Städte incl. Rom hatten einen Radius von 1,5-5km.

Diese Änderung bezeichnet Oswald Spengler, ohne allerdings die Zahlen zu kennen(? Immerhin war er Mathmatiker) als den Überganzg von Kultur und Zivilisation. Zivilisation ist Masengesellschaft. Massengesellschaft ist verbindungs-, persönlichkeits- und charakterlos.

Gruß Mephistopheles

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trivial

valuereiter @, Dienstag, 14.09.2021, 14:04 vor 43 Tagen @ CalBaer 276 Views

Die meisten Ausgrabungen gehen auf die postneolitische Zeit zurueck.


wer als Jäger der Büffel- oder Karibuherde folgt, der reist mit leichtem Gepäck!

--> und was ist von einem Tipi bestehend aus Holzstangen und Fellen nach 500 Jahren übrig?

massive Häuser lohnen nur, wenn man wo dauerhaft bleibt!
was wiederum ortsfeste Nahrungsquellen erfordert!

PS:
ich kann mir gut vorstellen, dass es an der Küste auch vor 8.000 oder 10.000 Jahren schon ortsfeste Fischerdörfer gab
(Fischerei kann gut von einem festen Hafen aus betrieben werden)
nur diese sind nach dem zwischenzeitlichen Meeresspiegelanstieg schwierig auszugraben ... unter 30 Metern Wasser und dazu noch 3 Metern Schlamm/Sedimenten ...

Kurze Antwort auf die lange Rede

Mephistopheles @, Datschiburg, Sonntag, 12.09.2021, 22:01 vor 45 Tagen @ Ikonoklast 1498 Views

Energie lässt sich umrechnen in Eigenleistung + Bip/Kopf. Da die Eigenleistung im Vergleich zur gesamten Wirtschaftsleistung in westlichen Gesellschaften verschwindend gering ist, gilt praktisch die Gleichung: Energieverbrauch = BIP/Kopf.

Grleichzeitig nimmt die Ungleichverteilung zu. Bisher war das so, dass der Lebensstandard des unteren Segments gleich blieb, während die durch den gesteigerten Energieverbrauch ermöglichte Wohlstandsmehrung zwischen der Mittel- und der Oberschicht aufgeteilt wurde.

Wenn nun insgesamt nicht mehr Energie, sondern weniger zur Verfügung steht, dann kann das nur so funktionieren, indem sich das Einkommen eines immer größeren Teils der Bevölkerung vermindert.

Ich tippe darauf, den Mittelstand wird es treffen, den Unteren kann man nicht nehmen und die obere Schicht wird weiterhin auf Reichtumsmehreung setzen.

Das Demokratiemodell der bisherigen Zeit seit 1776, in dem Viele wenig mehr, eine breite Mittelschicht, welche die Herrschaft der Oberschicht ermöglichte, viel mehr und Wenige sehr viel mehr hatte, hat also ausgedient.

Gruß Mephistopheles

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Es gibt wohl einen Punkt, ab dem die Eliten und ihr nahes Umfeld ebenfalls den Gürtel enger schnallen müssen

FOX-NEWS @, fair and balanced, Montag, 13.09.2021, 13:46 vor 44 Tagen @ Mephistopheles 684 Views

Gewisse Waren und Dienstleistungen sind nur möglich, weil sie in globalem Maßstab für die Massen zur Verfügung gestellt werden. Passiert das nicht mehr, werden immer mehr Produkte unter die Schwelle der Massenproduktion rutschen, und in KLeinserienproduktion schweineteuer werden ... wenn sich überhaupt noch jemand findet, der das kann oder will.

Grüße

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** Keiner soll hungern ohne zu frieren! **

Ja, dann kauft die Elite nicht mehr den 10 Euro Champagner bei Aldi und schnallt den Gürtel enger, um Dom Perignon bezahlen zu können. Und das schmerzt ungemein.

Oblomow @, Leipzig, Montag, 13.09.2021, 13:57 vor 44 Tagen @ FOX-NEWS 610 Views

Hast Du mal ein paar Beispiele stecken?
O.

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Aldi? Das gibts dann nicht mehr

FOX-NEWS @, fair and balanced, Montag, 13.09.2021, 14:34 vor 44 Tagen @ Oblomow 660 Views

Der Pöbel wird ind Werks- und Kolchosenkantinen verköstigt. Der Nachschub an Champagner wird dennoch nicht knapp. Aber Chips für diverse Geräte, die das Leben einfacher machen, die werden dann nicht mehr produziert, die Belichtungsmaschinen dafür werden nicht mehr hergestellt, die Spezialitätenchemie und Pharma stellen die Arbeit ein, ein ausgefallener GPS-Satellit nicht mehr ersetzt. Das sind die Folgen des Great Reset ...

Grüße

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** Keiner soll hungern ohne zu frieren! **

oT "Die" sind anderswo investiert, dort wo heute die "Kohle" gemacht und verbrannt wird. In D bleiben die Lastenfahrräder und die habeckschen 2 Kühe im Stall.

Olivia, Montag, 13.09.2021, 16:56 vor 44 Tagen @ FOX-NEWS 412 Views

Bin mal sehr gespannt. Hätte ja nix gegen einen Energiewechsel.... alleine, mir fehlt der Glaube.

Vlt. bereiten "die" D nur darauf vor, dass es fast nix mehr zu "verkaufen" hat und dadurch weniger importieren kann.

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For entertainment purposes only.

Vor der neuen Ordnung die Köpfe justieren - der technologische Fortschritt macht heute möglich, was früher undenkbar war, weil

Vladi, Behind the curtain of being, Montag, 13.09.2021, 15:18 vor 44 Tagen @ Ikonoklast 876 Views

den Eliten für Fehlinformation und Manipulation der globalen Massen ungleich wirksamere Instrumente zur Verfügung stehen:

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Und das ist das Ergebnis:

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Ein genussvolles Spektakel wünscht

mit besten Grüssen

Vladi

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Never trust a government.

Danke - @VLADI IST PROPHET

Oblomow @, Leipzig, Montag, 13.09.2021, 15:37 vor 44 Tagen @ Vladi 757 Views

Nullowitsch Ironie.

https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=520719

Man muss sich mal vorstellen: Das hat @Vladi im April 2020 geschrieben. Der ganze Coronascheiß, der seitdem verzapft wurde, wird also noch 10 Jahre weiter verzapft werden.
Packmers.

O.

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Wandere aus, solange es noch geht.