Die sozialen Netzwerke als Entsorgsservice im Dienste der Journalisten

also @, Sonntag, 18.07.2021, 18:05 vor 6 Tagen 1215 Views

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Es vergeht kein Tag ohne Sturm der Entrüstung.
Der Verstand spielt keine Rolle mehr, Emotionen beherrschen die mediale Welt.

Dem Pöbel war der Verstand nie gegeben. Entrüstung, Empörung und moralische Selbsterhöhung, das sind
die bekannten Stärken dieser Spezies. Wer in dieser Clique ein Ereignis hinterfragt, der wird
prompt stigmatisiert als jemand, der die vermeintliche Tat befürwortet. Wer sich solidarisiert
mit der Meinung eines Diskreditierten, dem wird mit Kontaktschuld dessen angeblich schlechter
Charakter umgehängt.

Ähnlich wie vor 500 Jahren, als auch die Kritiker der Inquisition gleich neben der Hexe
am Scheiterhaufen brannten, finden sich auch heutzutage noch einige Unbelehrbare, die berechtigte
Fragen stellen. Meist finden sich diese als Querulanten in einem Shitstorm wieder.
Das wird sich nicht ändern, solange Journalisten, die sich eigentlich professionell mit Berichterstattung
beschäftigen sollten, auf diese sozialen Medien verweisen. Schaut hin, dort auf #LaschetLacht brennt ein Ketzer.
Journalisten des ZDF, WDR, Spiegel und mehr, treiben die Politik in den Abgrund der organisierten Hysterie.
Ob die Politik Probleme löst, das scheint nebensächlich. Nur die Emotion soll die öffentliche Meinung
dominieren. So ist es auch ein einfaches für Journalisten, Personen mit unbequemer Meinung der Horde
auf den sozialen Netzwerken zum Frass vorzuwerfen. Dieser Vorgang der Entsorgung zeigt das Bild
einer Gesellschaft, die sich in einem Prozess des Niedergangs befindet.

Deshalb stellt sich für mich die berechtigte Frage, warum es ein Politiker als notwendig erachtet,
sich bei diesem Gesindel für sein Lachen zu entschuldigen. Vielmehr sollte er in den
sozialen Medien einmalig klarstellen, dass sich die Meinung des Mobs zur Lösung von Problemen nicht eignet.

also

Ein wahres Wort. Aber dazu gibt es mehrere "aber". Meine Interpretation des Begriffs "die Arschlöcher unserer Zeit":

helmut-1 @, Siebenbürgen, Sonntag, 18.07.2021, 22:59 vor 6 Tagen @ also 497 Views

Der Politiker, der bestehen will oder sogar nach oben will, wird den Teufel tun, und es sich mit den MSM verderben. Er braucht sie ja, um seine Botschaften in seinem Sinne so rüber zu bringen, damit es seinem Vorteil dient. Dabei muss er auch in der Lage sein, mal eine Klatsche einzustecken und dafür den MSM noch "danke, bravo" zuzurufen.

Es ist sowas Ähnliches wie eine Hörigkeit in einer Ehe. Man will es nicht, aber man kann einfach nicht "ohne".

Die Medien haben auf den geistig limitierten (ich will das Wort "beschränkt" nicht verwenden) Otto Normalo einen ultimativen Einfluss. Nach dem Motto: Das wird schon stimmen, - wenn das nicht stimmen würde, würden die das nicht schreiben.

Gut bringt das Reinhard Mey rüber:

https://www.youtube.com/watch?v=Yf6Ag5N9Unk

Dazu kommt, dass der investigative Journalismus im Aussterben begriffen ist. Die paar Exoten, die noch den Mut haben, den Mund aufzumachen, werden aussortiert, kaltgestellt oder ermordet, wie das holländische Beispiel gezeigt hat.

Auch hier in Rumänien beobachte ich zwei Beispiele, von studierten Frauen, im Bereich Recht und im Bereich Journalismus, die an die Figuren der Verantwortung unangenehme Fragen gestellt haben. Man konnte das auf fb immer nachlesen. Seit einiger Zeit ist es um diese beiden Frauen still geworden, - man hört nichts mehr. Ich weiß nicht, ob man sie unter Druck gesetzt hat, den Mund zu halten, oder ob man sie bei fb gesperrt hat. Interessiere ich mich dafür, frage ich nach, was mit denen passiert ist? Mitnichten. Ich habe keine Zeit.

Dazu kommt bei den "sozialen Medien", dass sie eine eigenartige Politik der "Meinungsfreiheit" betreiben. Ich müsste nachsehen, wo ich das gelesen habe, - aber sinngemäß läuft es darauf hinaus, als es um die Zensur resp. die Sperrung eines Teilnehmers ging. Bei der Instanz gaben die Verantwortlichen an, dass die Zensoren aufgrund des Zeitdrucks, der bei der Kontrolle herrscht, oftmals nach deren eigenen Meinung die Zensur vornehmen.

Unnötige Frage, -"hatten wir doch schon einmal, vor 90 Jahren, oder nicht?". Allerdings gabs damals noch kein Internet.

Aber es gibt die Parallelität, die alle ignorieren. Ignorieren, oder wissen sie das gar nicht? Es ist die sogenannte "schweigende Mehrheit". Wir alle sind schuld daran, dass sich die Dinge in einer Richtung entwickeln, die niemand vorher für möglich gehalten hätte. Schweigen, ducken, ich will nicht gerade "Arschkriechen " sagen, aber in diese Richtung gehts, vor allem nicht auffallen, man hat ja selber genug Probleme am Hals.

Was passiert mit Assange? Der hat den Weg der Ehrlichkeit der Information aufgezeigt, - und wurde dafür in der Form bestraft, dass er sein Leben wegwerfen kann. Was machen wir? Ich meine der "Otto Normalo"? Wir schweigen. Schweigen wurde von den Politikern immer als Zustimmung gewertet.

Ja, ich würde jederzeit meinen Arsch hochnehmen und an einem Demonstrationsaufruf in unserer Stadt für die Rechte von Assange mitmachen. Aber ich würde keine Demo organisieren, weil ich weiß, dass kaum ein Mensch kommen würde. Wir schaufeln uns damit unser eigenes Grab. Und begreifen es gar nicht. Wobei es schon vor vielen Jahren Voltaire so sinnig gesagt hat:

"Eines Tages wird alles gut sein, das ist unsere Hoffnung.
Heute ist alles in Ordnung, das ist unsere Illusion."

Ich stelle mich gegen den Wind. Warum eigentlich? Bin ich ein "Erleuchteter"? Hab ich die Weisheit mit dem Löffel gefressen? Mitnichten. Ich hab mich informiert, über alle möglichen Kanäle. Das, was maximal 5% unserer Gesellschaft machen würden. Dann habe ich nachgedacht, mir meine Meinung gebildet und danach gehandelt. Die Argumente, die ich in 150 Stunden des Einlesens z.B. in das Thema Corona habe, sind zu vielschichtig, als dass ich sie hier aufführen könnte. Vielleicht in einem Buch, das ich ohnehin vorhabe, über diesen Spuk zu schreiben. Vielleicht später.

Was mache ich? Hab ich damit begonnen, mich unterzuordnen? Wohl kaum. Ich mache alles, was in meinen Möglichkeiten steht. Aber ich versuche nicht, Gründe und Entschuldigungen zu finden, warum mir das eine oder andere nicht möglich ist, sondern ich suche Wege, die es mir eben ermöglichen, meiner Meinung Ausdruck zu geben.

Gerade jetzt bereite ich 40 Kopien vor, eines Schreibens in rumänischer Sprache, das in der kommenden Woche im Briefkasten jedes zugelassenen Arztes in meiner Stadt zu finden sein wird. Es ist der Text aus meinem link (kursiv), im unteren Teil:

https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=571497

Warum mache ich das? Aus Hobby? Mitnichten. Es sind zwei Gründe. Der eine ist, dass ich mich nach wie vor morgens im Spiegel ansehen will, ohne rot oder schwarz zu werden. Ich will meiner Überzeugung Ausdruck geben, anders fühle ich mich nicht wohl. Der andere ist, das ich bereits jetzt fühle, dass die Fragen der übernächsten Generation an uns gerichtet werden, die da lauten: "Wie konntet ihr das zulassen, dass uns die Meinungsfreiheit so beschnitten wird, dass wir derart manipuliert werden? Habt ihr nicht gesehen, dass man das Volk in zwei Teile spaltet? Warum habt ihr nicht gehandelt, als noch Zeit wahr und habt definitiv gesagt: Bis hierher und keinen Schritt weiter?"

Sollen wir denen sagen, sie sind selbst schuld, weil sie statt mit offenen Augen nur mehr mit dem Blick auf ihr Smartphone durchs Leben gegangen sind? Nein, die Älteren mit Lebenserfahrung hätten hier den Weg weisen , die Augen öffnen sollen. Aber genau die haben geschwiegen.

Wir alle sind die Arschlöcher, mit unterschiedlichen Differenzierungen, wir alle sind schuld. Vielleicht habe ich etwas weniger Schuld, weil ich ständig was mache, im Rahmen meiner Möglichkeiten. Vielleicht bin ich das kleinere Arschloch, aber nur vielleicht. Aber eigentlich müsste ich genau das tun, was auch Stauffenberg getan hat. Dann könnte ich mich von jeder Schuld freisprechen. Mein Großvater ist damals im Widerstand umgekommen. Er wusste, was es heißt, konsequent zu handeln.

Es gibt dann noch die Gruppe, die jederzeit in die Tasten hämmert, was falsch wäre und was man anders machen müsste. Und dann gibts die totalen Arschlöcher, die das gar nicht interessiert und nur das machen, was ihnen von oben aufgetragen wird.

Nein, unser Volk, das der deutschen Muttersprache und der der deutschen Kultur angehört, ist derart dekadent geworden, dass es nichts anderes verdient hat, als den Weg des Untergangs und der Knechtschaft zu beschreiten. Vielleicht, wenn alles einmal verbrannt ist, kommt einer, der mit dem Blasebalg noch einmal in die Asche hineinbläst, damit der Phönix wieder erwacht. Aber das bleibt nur als letztes Fünkchen Hoffnung.

Damit habe ich das Grundübel unserer Zeit skizziert. Das mit den Medien ist eigentlich nur eine untergeordnete Folge davon. Wir leben in den Tag hinein und haben das konsequente Handeln vergessen. Da liegt der Hund begraben.

Die Leute wollen das gar nicht hören oder sehen, die sind zu bis obenhin.

NegaPosi @, Montag, 19.07.2021, 13:20 vor 5 Tagen @ helmut-1 297 Views

Wie soll man denen aufzeigen das sie total belatschert sind und es noch nicht mal merken.

Da kommen dann so Sprüche wie,: 'Weiss ich doch nicht.' oder,: 'Kann ich nichts zu sagen.'

Die Leute sind dicht von den Medien, die sind in Trance, in Hypnose, und das nicht erst seit Corinna.

Was können wir daran machen? Ich weiss keine Lösung. Ich bin froh wenn mich so Dödel ob mit oder ohne Dödel nicht blöd anquatschen. Verstehen tun sie so wenig, wissen aber genug um sich die Schuhe zu binden.

Ich bin nicht weniger enttäuscht wie du, aber bei persönlichen Gesprächen kommt immer so was wie das was ich oben geschrieben habe. Im Umkehrschluss heisst es aber auch das wir nicht so lange zu täuschen sind, da uns diese plumpe Täuschung auffällt.

Das mit den Medien ist eigentlich nur eine untergeordnete Folge davon.

Das sehe ich ganz anders. Die Medien sind das Hauptübel in dem ganzen Spiel, die Medien haben die Macht Könige zu stürzen und welche zu machen.

Gruss NP

--
Dem Unterwürfigen ist keine Ebene zu tief. © NegaPosi

Debussy - Clair de Lune - https://youtu.be/ea2WoUtbzuw

In freundlicher Erinnerung an Methodikus:
Geheuchelter Optimismus ist die perfideste Form der Feigheit.

Gegenmeinung

helmut-1 @, Siebenbürgen, Montag, 19.07.2021, 21:40 vor 5 Tagen @ NegaPosi 152 Views

Das sehe ich ganz anders. Die Medien sind das Hauptübel in dem ganzen Spiel, die Medien haben die Macht Könige zu stürzen und welche zu machen.

Und warum? Weil sie der deutsche Blödmann dazu gemacht hat. Er glaubt doch jeden Scheiß, was geschrieben oder im Internet von den Medien verbreitet wird, ohne zu hinterfragen. Erst dadurch wurden die MSM stark und die Politiker stärkten ihnen dabei den Rücken.

Die Reaktion gefällt mir

helmut-1 @, Siebenbürgen, Montag, 19.07.2021, 12:10 vor 5 Tagen @ also 304 Views

Offensichtlich habe ich bei so manchem den sprichwörtlichen "inneren Schweinehund" getroffen. Das ist gut so. Wenn keine weiteren Kommentare mehr dazu kommen, dann ist das damit erklärbar.

Auch, wenn ich mich einer Trivialsprache bedient habe, - man muss manchmal die Dinge beim Namen nennen. Unverblümt. Wenn ich dadurch bewirkt habe, dass bei einigen (nicht bei allen, das geht sowieso nicht) eine Richtungskorrektur eintritt, dann habe ich genau das erreicht, was ich mit meinem Kommentar bezweckt habe.

Jeder von uns ist aufgerufen, die Demokratie zu schützen, und das, was seit längerer Zeit hier abläuft, ist der Weg des Untergangs.

Wie heißt es so schön: "Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert".

Soll man es etwas ändern?

"Der Weg zur Hölle ist mit attraktiven Impfsubstanzen gepflastert".

Aber viel mehr schlagen doch die tangentialen Anordnungen und Vorschriften zu Buch.

Leute, - interessiert Euch doch intensiv dafür, wie das in den 30er Jahren so abgelaufen ist. Es ist so gut wie kein Unterschied in der Methode zu erkennen. Das Einzige, - es gab damals kein Smartphone und kein Internet.

Und noch was : Hört genau dem Lied von Reinhard Mey zu:

https://www.youtube.com/watch?v=u-QxDxiZT5g

Und prägt Euch die Passage aus dem Refrain ein:

"Gib acht, dass Du die Freiheit nutzt,
die Freiheit nutzt sich ab, wenn Du sie nicht nutzt"

Freiheits Musi

NegaPosi @, Montag, 19.07.2021, 13:27 vor 5 Tagen @ helmut-1 236 Views

Georg Danzer - Die Freiheit
https://youtu.be/lMqh31bW8cU

Das größte Problem ist, wir haben keine Demokratie.

Wenn du den Artikel von Whitney Webb gelesen hast, siehst du, die machen sich schon lange Gedanken darüber wie sie den Sack richtig zu ziehen können.

Georg Danzer - Wir werden alle überwacht
https://youtu.be/BD5BpSzPnUw

Gruss NP

--
Dem Unterwürfigen ist keine Ebene zu tief. © NegaPosi

Debussy - Clair de Lune - https://youtu.be/ea2WoUtbzuw

In freundlicher Erinnerung an Methodikus:
Geheuchelter Optimismus ist die perfideste Form der Feigheit.

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