Sag ich doch: Die Einzigen mit einem Widerstands-Gen sind die Kärntner …

Das Alte Periskop, Scharf an der Nebelgrenze, Mittwoch, 09.06.2021, 15:04 vor 15 Tagen 3539 Views

…. nicht zu verwechseln mit den Ösis per se. Gibt es auch in DE ein vergleichbares Beispiel einer jungen Frau? [[applaus]]
https://kaernten.orf.at/stories/3107553/

In Ösi-Land steht zudem wieder (nach Haider) ein Kärntner in den Startlöchern,
https://www.handelsblatt.com/politik/international/oesterreich-haider-schueler-herbert-...
dann könnte die Zeit von Kurz bald ablaufen, zumal diesem echtes Ungemach droht, könnte doch sein mächtiger Freund (Bibi) die Macht verlieren.

--
"Die glücklichen Sklaven sind die erbittersten Feinde der Freiheit" (Marie von Ebner-Eschenbach, 1830-1916)

Wessen "Idee" war es denn dann?

Das Alte Periskop, Scharf an der Nebelgrenze, Mittwoch, 09.06.2021, 15:41 vor 15 Tagen @ also 1781 Views

Das stimmt so nicht, genauso wenig wie der Artikel im Handelsblatt.

Die Entlassung als Innenminister war nicht die Idee von Kurz.

Wessen "Idee" war es denn dann?

Kickl, als Kurzzeit Innenminister, wird die wahre Geschichte und die Details um den "Unfall" des Banken-Mafia-Sagers wohl sehr gut kennen! Was genau stimmt an den Handelsblatt Artikel nicht, ich habe ehrlich gesagt nur die Überschrift gelesen.

--
"Die glücklichen Sklaven sind die erbittersten Feinde der Freiheit" (Marie von Ebner-Eschenbach, 1830-1916)

Wessen "Idee" war es denn dann?

also @, Mittwoch, 09.06.2021, 17:16 vor 15 Tagen @ Das Alte Periskop 1612 Views

Das war weniger eine Idee als vielmehr eine Forderung.

Am 18.Mai 2019 fanden den ganzen Tag über Beratungen über die weitere Vorgehensweise statt.
Unter anderem gab es auch Verhandlungen mit der Deutschen Regierung.
Das Angebot, die FPÖ aus dem Innenminsterium zu entfernen, reichte den Deutschen nicht.
Die forderten Neuwahlen in Österreich, ansonsten jede Zusammenarbeit eingestellt wird.
Am Abend dieses Tages wurde dann das Ende der Koalition und Neuwahlen verkündet sowie der
Bundespräsident davon verständigt. Um die Person Kickl ging es nur am Rande.
Dieser "Fehdehandschuh", wie im Handelsblatt erwähnt, wurde nie geworfen.

also

Wo steht das?

sensortimecom @, Mittwoch, 09.06.2021, 18:45 vor 15 Tagen @ also 1194 Views

Link zu Website bitte. Das wär ja noch schöner, wenn das wahr wäre....

Das ist ja eine spannende Geschichte …

Das Alte Periskop, Scharf an der Nebelgrenze, Mittwoch, 09.06.2021, 19:08 vor 15 Tagen @ also 1447 Views

Am 18.Mai 2019 fanden den ganzen Tag über Beratungen über die weitere Vorgehensweise statt.
Unter anderem gab es auch Verhandlungen mit der Deutschen Regierung.
Das Angebot, die FPÖ aus dem Innenminsterium zu entfernen, reichte den Deutschen nicht.
Die forderten Neuwahlen in Österreich, ansonsten jede Zusammenarbeit eingestellt wird.


…. und für diese bedanke ich mich erst einmal. Hast Du dazu Quellen? Da der Intimus von Strache und Arrangeur der „Ibiza-Party“ an der Lomonossow-Universität studierte, …… diesen Faden weiter zu spinnen braucht man wahrlich nicht viel Phantasie, zumal Herr Schäuble damals gleich die Handschrift von Geheimdiensten erkannt haben wollte. Dann wäre ja der Kickl quasi von den „Deutschen“ (als Draufgabe) weggeputscht worden ….? Bisher war „Bibi“ der „Rückenprotektor“ von Kurz, sollte der ausfallen, wird ……..

--
"Die glücklichen Sklaven sind die erbittersten Feinde der Freiheit" (Marie von Ebner-Eschenbach, 1830-1916)

Wo gibt es auf der Welt ein zweites Land....

sensortimecom @, Donnerstag, 10.06.2021, 08:20 vor 14 Tagen @ Das Alte Periskop 913 Views

bearbeitet von sensortimecom, Donnerstag, 10.06.2021, 08:27

... wo auf Verdacht hin die Smartphones von Kanzlern und Ministern beschlagnahmt werden, die geführten Gespräche zur Veröffentlichung in den Medien frei gegeben werden, und wo versucht wird Punkte darin zu finden die sie auf die Anklagebank bringen könnten...

Es regiert seit der Ibiza-Affäre (bei der die Drahtzieher 1000% mehr erreichten als sie sich je in den kühnsten Träumen vorstellen konnten) hierzulande nur noch Hass und Zynismus in Reinkultur. Quer durch und über alle Parteien. Und die Höchstgerichte und Staatsanwaltschaften lähmen sich gegenseitig. Von der Hysterie, die noch durch die Corona-Pandemie erzeugt wurde, gar nicht zu reden....

Kurz nach dem damaligen Skandal ging übrigens die Information durch einige Medien, dass es über Kurz auch "kompromittierendes Material/Fotos" geben solle.Wer die haben soll, wurde nicht geschrieben...

Olivia, Donnerstag, 10.06.2021, 14:08 vor 14 Tagen @ Das Alte Periskop 532 Views

Ich warte also seit dieser Zeit darauf, dass dieses "Material" mal "geleaked" wird.
Bisher habe ich nichts gesehen... Wer weiß, was noch kommt.
Die Fischer-Akten fand man ja auch erst nach der Verjährung auf einer Bank am Frankfurter Flughafen. Fischer erinnerte sich eh an nix mehr....

--
Das Destruktive meiden - Das Konstruktive suchen!

Das ist ja eine spannende Geschichte …

also @, Donnerstag, 10.06.2021, 20:11 vor 14 Tagen @ Das Alte Periskop 597 Views

Da der Intimus von Strache und Arrangeur der „Ibiza-Party“ an der Lomonossow-Universität studierte, ..

Das Dilemma begann an einem Montag in Moskau im Dezember 2016.
Damals schloss die FPÖ einen Kooperationvertrag mit der größten russischen Partei "Einiges Russland".
Unterzeichnet von Strache und dem Sekretär des Generalrats Sergej Schelesnjak. Dieser Vertrag regelte
den "Informationsaustausch" zwischen FPÖ und Russland sowie ein gemeinsames Auftreten gegen die
Russlandsanktionen der EU und USA. Gudenus hat das eingefädelt, er war der Mann mit den Beziehungen.

Freilich hat dieser Vertrag international einige Irritationen ausgelöst. Vor allem aus den USA kamen
deutliche Warnungen. Doch im Großen und Ganzen hielten sie die Füße still, die FPÖ war ja damals keine
Regierungspartei. Außerdem muß man das im zeitlichen Kontext betrachten. 2016 war die Entwicklung hin
zum kalten Krieg gegen Russland noch gar nicht erkennbar. Ein gutes Verhältnis zu Russland war und ist
in Österreich erwünscht und die FPÖ wollte dabei eine Rolle spielen.

Ein Jahr später änderte sich die Situation.
Im Oktober 2017 gewann die ÖVP die Nationalratswahl in Österreich.
-----------
Die CIA beurteilte dieses Geschehen am nächsten Tag folgend (Auschnitt):

Key Issues to Watch

* The far-right FPÖ party nearly won the presidency in 2016 and could come back
into government as a junior partner with the ÖVP, the same coalition that
ruled from 2000-2007.

* Russian influence has grown more visible: the FPÖ signed a cooperation agreement
with President Putin’s United Russia party in December 2016 and seeks to lift
European sanctions on Russia (estimated to have cost Austria €1bn). Although
the current government supports current EU sanctions, it criticized the June 2017
US sanctions bill due to its potential impact on Austrian firms involved in
constructing a second natural gas pipeline from Russia to Germany (Nord Stream 2).

Bis zur Regierungsbildung wurden noch viele Warnungen über die Medien verteilt. Vor allem die deutschen
Medien taten sich hervor. Die "Aufdecker" vom Spiegel boten ihren Lesern jeden nur erdenklichen
Schwachsinn an. "Österreich als trojanisches Pferd der Russen in der EU", usw.

Mitte Dezember 2017 waren die Koalitionsverhandlungen abgeschlossen und die Befürchtungen der CIA
konnten übertroffen werden. Die FPÖ kontrollierte ALLE Ministerien, die mit Geheimdiensten zu tun hatten.
Das Innen- und Verteidigungsministerium sowie das Außenminsterium mit der FPÖ-Nahen Ministerin Kneissl.
Da war Feuer am Dach!

Der erste Antrittsbesuch führte Kurz nach Berlin, ich glaube es war der 17. Jänner 2018.
Merkel drohte Kurz unverhohlen. Was sie zu ihm sagte, geht aus einer Antwort von Kurz hervor.
---------
Kurz sagte nach dem Treffen mit Merkel:

Wenn man jemanden unterstellt, Daten illegaler Weise weiterzugeben, dann unterstellt man auch
ein strafrechtlich relevantes Verhalten. Das sollte man nur tun, wenn jemand Anlass dazu
gegeben hat. Dass wir politisch ein Interesse daran haben, dass es wieder ein geordnetes
Verhältnis der EU zu Russland gibt, dass es langfristig Frieden in Europa nur mit- und nicht
gegen Russland geben kann, das ist richtig. Das bedeutet noch lange nicht, dass widerrechtlich
Daten weitergegeben werden oder dass wir wegsehen, wenn Völkerrecht gebrochen wird.

Merkel sagte also, dass sie "davon ausgeht", dass Österreich geheime Informationen an Russland weitergibt.
Das ist schon ein starkes Stück.

In dieser Manier ging es die folgenden Monate weiter.
Unterstellungen und Propaganda in den internationalen Medien, anonyme mails mit schweren Anschuldigungen,
Abschneiden des Informationsflusses an den Geheimdienst. Nach diesen Aktionen war der österreichische
Geheimdienst BVT tot, die österreichische Außenpolitik diskreditiert und der Geheimdienst im österreichischen
Bundesheer bechädigt. Am 17.August 2018 machte die Washingtonpost die Angelegenheit offiziell:
"Österreich von Informationsfluss aller verbündeten Geheimdienste abgeschnitten"
Die Deutschen gruben sogar den Ex-BND Chef August Hanning aus, der mahnte:
"Vorsicht beim Informations-Austausch mit Österreich"
Das war ein Fest für die Medien weltweit und für die linken Oppositionsparteien in Österreich.

Doch die Regierung in Wien wollte die Arbeit an der Verbesserung der Beziehung zu Russland nicht aufgeben.
Folgendes Beispiel ist nur Eines von vielen das zeigt, welcher Druck gegen diese Beziehungsarbeit aufgebaut wurde.

Im November 2018 jagten britische Geheimdienstler des MI5 und MI6 in Österreich einen Oberst des österreichischen
Bundesheeres wegen Spionage zu Gunsten Russlands. Am 9.November 2018 wurde er verhaftet.
Aus Großbritannien erreichte eine Depesche Wien mit dem ungefähren Wortlaut:

"Österreich hat schon im Fall Sergei Skripal wenig Solidarität gezeigt und im Gegensatz zu allen
anderen Ländern keine russischen Diplomaten ausgewiesen. Nach diesem Spionagefall gegen unsere
strategischen Interessen erwarten wir eine entsprechende Handlungsweise"

Doch Österreich weigerte sich auch diesmal, russische Diplomaten auszuweisen.
Nach einer weiteren Drohung aus Deutschland, antwortete der österreichische Bundespräsident Van der Bellen:
"Das wird unser Verhältnis zur russischen Regierung auf Dauer nicht ernsthaft trüben"

In kurzen Abständen folgte, Besuch Putins in Wien, österreichischer Bundespräsident in Moskau,
Handelsdelegationen in Moskau, Kanzler Kurz in Moskau. All das begleitet mit der Aussage:
"Wir wollen eine gute Beziehung mit Russland".
Die Krönung dieser gegenseitigen Besuche war wohl, als Wladimir Putin höchstpersönlich mitsamt einem russischen
Chor in einem kleinen, österreichischen Dorf auf einer Privatfeier der damaligen Außenministerin Karin Kneissl
erschien. Der darauf folgende Shitstorm in den internationalen Medien war entsprechend.
Ein Sprecher der deutschen Tagesschau sagte mit gerunzelter Stirn: "Die Optik ist desaströs"

Am 13. oder 14. Mai 2019 mußte die Sache endlich entschieden werden. Thomas Haldenwang, der Chef des deutschen
Inlandsgeheimdienstes, erschien vor dem parlamentarischen Kontrollgremium des Deutschen Bundestages.
Haldenwang, zwar keine Leuchte aber loyal bis ins Mark, sprach Österreich sein Misstrauen aus.
Das war nicht sein erster Versuch, doch diesmal fand er Gehör.
SPD, Grüne und CDU, also die deutsche Bundesregierung, fordern die Einstellung der Zusammenarbeit mit Österreich.

Schäuble damals gleich die Handschrift von Geheimdiensten erkannt haben wollte.

Ich will darüber nicht spekulieren. Es ist ja für jeden erkennbar, dass dieses Video als Vehikel zur Durchsetzung
von Interessen verwendet wurde. Die Auswirkung in Österreich war desaströs. Stattgefunden hätte es auf jeden Fall.
Wenn ohne Video, dann eben mit anderen Mitteln.

quasi von den „Deutschen“ (als Draufgabe) weggeputscht worden …

Soll sich EU, USA und NATO eine solche Widerspenstigkeit von so einem unbedeutenden Land wie Österreich gefallen
lassen? So denken die Deutschen, dagegen ist kein Kraut gewachsen.

also

Eine interessante Analyse, besten Dank …

Das Alte Periskop, Scharf an der Nebelgrenze, Donnerstag, 10.06.2021, 20:59 vor 14 Tagen @ also 510 Views

Mitte Dezember 2017 waren die Koalitionsverhandlungen abgeschlossen und die Befürchtungen der CIA
konnten übertroffen werden. Die FPÖ kontrollierte ALLE Ministerien, die mit Geheimdiensten zu tun hatten.
Das Innen- und Verteidigungsministerium sowie das Außenminsterium mit der FPÖ-Nahen Ministerin Kneissl.
Da war Feuer am Dach!

Der erste Antrittsbesuch führte Kurz nach Berlin, ich glaube es war der 17. Jänner 2018.
Merkel drohte Kurz unverhohlen. Was sie zu ihm sagte, geht aus einer Antwort von Kurz hervor.

,

Handelsdelegationen in Moskau, Kanzler Kurz in Moskau. All das begleitet mit der Aussage:
"Wir wollen eine gute Beziehung mit Russland".
Die Krönung dieser gegenseitigen Besuche war wohl, als Wladimir Putin höchstpersönlich mitsamt einem russischen
Chor in einem kleinen, österreichischen Dorf auf einer Privatfeier der damaligen Außenministerin Karin Kneissl
erschien. Der darauf folgende Shitstorm in den internationalen Medien war entsprechend.
Ein Sprecher der deutschen Tagesschau sagte mit gerunzelter Stirn: "Die Optik ist desaströs"

Soll sich EU, USA und NATO eine solche Widerspenstigkeit von so einem unbedeutenden Land wie Österreich gefallen
lassen? So denken die Deutschen, dagegen ist kein Kraut gewachsen.


…. setzt man „Bibi“ noch ins Boot, mit dem Putin ja auch eine spezielle „Freundschaft“ verbindet, hätte Kurz sich ja zwei „Rückenprotektoren“ umgeschnallt. Kaum zu glauben, dass „der Junge“ aus Österreich auf Klein-Metternich gemacht haben soll. Gut vernetzt war der schon vor Jahren, hat er doch bei der Münchner Sicherheitskonferenz einen Soros-Panel moderiert und auch beim Schwab war er schon zu Gast und auch Trump lobte ihn über den Schellenkönig.

Im Ösi-Land wird es in nächster Zeit spannend, ganz im Gegenteil zu Deutschland. Hier interessiert mich nach dem September nur eines: Wo nimmt Frau Merkel künftig ihren Wohnsitz?

--
"Die glücklichen Sklaven sind die erbittersten Feinde der Freiheit" (Marie von Ebner-Eschenbach, 1830-1916)

Leider. So ist es.

sensortimecom @, Freitag, 11.06.2021, 09:49 vor 13 Tagen @ also 350 Views

Es gibt bei uns immer noch Leute, die glauben, Österreich sei nach dem EU-Beitritt ein souveräner Staat geblieben und könne über Politik und Zukunft frei entscheiden. Welch ein Irrtum.

Wann war denn Österreich überhaupt jemals ein Souveräner Staat?

Mephistopheles @, Datschiburg, Freitag, 11.06.2021, 12:31 vor 13 Tagen @ sensortimecom 302 Views

[[top]]

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Die Frage ist berechtigt!

sensortimecom @, Freitag, 11.06.2021, 19:48 vor 13 Tagen @ Mephistopheles 272 Views

bearbeitet von sensortimecom, Freitag, 11.06.2021, 20:45

Bis zum Ende der Monarchie 1918 stand Österreich unter dem Einfluß der kathol. Kirche bzw. des Papsttums (wobei sich Kaiser Franz Josef 1903 erstmals getraute aufzumucken). Danach übernahmen die "Siegermächte" das Kommando (St. Germain) und schnürten der Republik den Hals zu, es folgte das Konkordat, dann musste man sich Mussolini und Hitler beugen (1000 Mark Sperre), letztlich wurde man 1938 Teil des Deutschen Reiches, und nach 1945 war Österreich von vier Besatzungsmächten besetzt. Dann folgte 1955 der "Staatsvertrag" bei dem sich die Sieger Einspruchsrechte festschreiben ließen, und letzten Endes kam dann der EU-Beitritt, der Österreich erneut die Souveränität raubte. So schauts aus.
Wenn man wirklich ganz genau hinschaut, müsste man zugeben, dass Österreich nur wenige Jahre in der gesamten Historie zu fast 100% souverän war: das war zwischen dem Zusammenbruch des Ostblocks (1989/90) und dem WTO-Vertrag (1993) sowie EU-Beitritt (1995). Da war BK Vranitzky im Amt, und der hat die einmalige Chance übersehen :-)

Karl V. hat die Chance vergeigt

Mephistopheles @, Datschiburg, Freitag, 11.06.2021, 22:30 vor 13 Tagen @ sensortimecom 280 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Freitag, 11.06.2021, 22:34

Bis zum Ende der Monarchie 1918 stand Österreich unter dem Einfluß der kathol. Kirche bzw. des Papsttums (wobei sich Kaiser Franz Josef 1903 erstmals getraute aufzumucken). Danach übernahmen die "Siegermächte" das Kommando (St. Germain) und schnürten der Republik den Hals zu, es folgte das Konkordat, dann musste man sich Mussolini und Hitler beugen (1000 Mark Sperre), letztlich wurde man 1938 Teil des Deutschen Reiches, und nach 1945 war Österreich von vier Besatzungsmächten besetzt. Dann folgte 1955 der "Staatsvertrag" bei dem sich die Sieger Einspruchsrechte festschreiben ließen, und letzten Endes kam dann der EU-Beitritt, der Österreich erneut die Souveränität raubte. So schauts aus.
Wenn man wirklich ganz genau hinschaut, müsste man zugeben, dass Österreich nur wenige Jahre in der gesamten Historie zu fast 100% souverän war: das war zwischen dem Zusammenbruch des Ostblocks (1989/90) und dem WTO-Vertrag (1993) sowie EU-Beitritt (1995). Da war BK Vranitzky im Amt, und der hat die einmalige Chance übersehen :-)

Er hätte auf dem Reichstag zu Worms nur zu Luther halten müssen und den Besitz der katholischen Kirche, ähnlich wie Heinrich VIII. in England (das waren immerhin 20% des englischen Grund und Bodens und dürften in Deutschland nicht viel weniger gewesen sein) beschlagnahmen müssen, um sich zu finanzieren und die Deutschen wärem im alle nachgelaufen: Ein Reich, ein Kaiser, ein Volk! (Volk in der damaligen Bedeutung war nichts anderes als bewaffnete Mannschaft). Dagen stand nur Jakob Fugger, der ihm allerdings seine Kaiserwahl finanziert hatte, aber der hätte wohl nachgegeben, weil der Kaiser ihn hätte enteignen können und Karl V. wäre einer der richtig Großen deutschen Kaiser geworden.

Allerdings wären die neuen spanischen Kolonien und die Königswürde als Carlos I. von Spanien wohl flöten gegangen und Karl V. war viel lieber spanischer Weltbürger als Kaiser der Deutschen.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Simmer wieder soweit? :)

mabraton @, Donnerstag, 10.06.2021, 09:05 vor 14 Tagen @ also 825 Views

Hallo also,

erbitte auch weitere Infos zum virtuellen Einmarsch und Besetzung der zweiten Republik durch die Lumpenarmee der Stasi-Zote!

beste Grüße
mabraton

Ich halte Kickl für ein herausragendes politisches Talent - So einer fehlt in der AfD

Plancius @, Mittwoch, 09.06.2021, 16:55 vor 15 Tagen @ Das Alte Periskop 1764 Views

Ich bin immer wieder erfreut und überrascht, wie Kickl die Hofschranzen vom ORF und den anderen Medien bloßstellt. Auch die Ösis konfrontieren Kickl immer mit der Nähe zu Rechtsextremismus und irgendwelchen Aussagen von FPÖ-Parteimitgliedern, die rechtsextremistisch sind usw. Dasselbe Spiel wie bei uns mit der AfD. Kickl lässt sich aber nie in die Verteidigungsposition drängen. Vielmehr wendet er den Angriff gegen ihn immer in einen Angriff gegen den Moderator/Journalisten oder gegen die Kurz-Regierung. Es ist die reinste Freude, ihm beim Argumentieren zuzuhören, der Mann hat ein Wissen und drängt den Gegner durch logisch stringentes Argumentieren in die Enge. Hier kann ihm zur Zeit kein anderer Politiker aus Österreich oder Deutschland das Wasser reichen.

Ich wünsche mir so einen wie Kickl in der AfD. Dem Sachsen Maximilian Krah würde ich das annähernd zutrauen, aber er hat leider seine Bewerbung für den Bundesvorstand beim letzten AfD-Parteitag gegen eine drittklassige Johanna Cota ziemlich vergeigt.
Die AfD-Mitglieder sind aber selbst daran Schuld, dass sie mit Meuthen einen intriganten Vorsitzenden abgesegnet haben, der die AfD in den Schlafmodus versetzt, wo ihr doch in der heutigen politischen Situation die gebratenen Tauben in den Mund fliegen.

Gruß Plancius

--
Der Königsweg zu neuen Erkenntnissen ist nach wie vor der gesunde Menschenverstand.

Volle Zustimmung - allerdings gibt es einen Unterschied zur BRD

mabraton @, Donnerstag, 10.06.2021, 08:52 vor 14 Tagen @ Plancius 1071 Views

Hallo Plancius,

Kickl ist der Prototyp eines Politikers. Er ist inhaltlich sattelfest, er scheut sich nicht die Dinge beim Namen zu nennen, er lässt sich seine Formulierungen nicht umdeuten und er ist ständig im Offensivmodus. Jede konservative Partei muss sich nach so einem Typus die Finger lecken.

Was die Wirksamkeit seiner Politik angeht gibt es einen wesentlichen Unterschied zur AfD. Er wird regelmäßig eingeladen und selbst die verstrahltesten österreichischen Journalisten führen einigermaßen faire Interviews und lassen ihn ausreden. Mit Ö24 gibt es ein Medium welches Konservative regelmäßig zu Wort kommen lässt. Der alte Fellner spielt zwar den Nazi-Staubsauger. Aber den nimmt kaum noch jemand Ernst. Gegen Martin Sellner hat er auch kein Land gesehen.

beste Grüße
mabraton

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.