Knorr Bremse, Heinz Hermann Thiele gestorben.

Durran @, Mittwoch, 24.02.2021, 08:40 vor 49 Tagen 2634 Views

bearbeitet von Durran, Mittwoch, 24.02.2021, 08:48

Einer der reichsten Deutschen, einer der letzten wirklichen Unternehmer, ist im Alter von 79 Jahren gestorben.

Vor 4 Jahren hatte er auf einer Tagung das Wort ergriffen und in einer kurzen Rede die Missstände in Deutschland auf den Punkt gebracht. Er war einer, der den Arsch in der Hose hatte und sich entsprechend dazu geäußert hat. Ja, er war ein Patriarch.

Das Video ist immer noch sehr aktuell, obwohl ich kein Freund von Video Verlinkungen bin. Es sollte sich trotzdem jeder ansehen.


https://www.youtube.com/watch?v=i3O377lHJ_k


https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Hermann_Thiele

Thiele, übrigens ein enger Freund des ermordeten Alfred Herrhausen, ist ein Beispiel, dass bei weiten nicht alle Kreise die Zustände in Deutschland mittragen. Öffentlich stehen natürlich die wenigsten dazu. Hinter vorgehaltener Hand ja, aber in der Meinungsdiktatur fällt es vielen Persönlichkeiten sehr schwer Kritik auch öffentlich zu äußern.

Zwar wurde die Druckluftbremse schon 1869 von George Westinghouse erfunden...

Rybezahl, Mittwoch, 24.02.2021, 22:54 vor 48 Tagen @ Durran 813 Views

bearbeitet von Rybezahl, Mittwoch, 24.02.2021, 23:18

... aber das war eine einlösige Druckluftbremse, was erhebliche Nachteile mit sich brachte. Die erste mehrlösige Bremse dieser Art war die Kunze-Knorr-Bremse.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kunze-Knorr-Bremse

Die Druckluftbremse wird auch indirekte Bremse genannt, da sie nicht - wie bei einem Auto - aktiv betätigt werden muss, damit eine Bremswirkung eintritt. Sondern es wird im Gegenteil Druckluft aus dem Bremsmenachanismus entlassen, sodass die Bremse automatisch anlegt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Druckluftbremse_(Eisenbahn)

Die Vorteile der Druckluftbremse sind unschlagbar. Da alle Waggons an einer Luftleitung hängen, bremsen diese selbsttätig, sobald sie vom Verband getrennt werden. Das heißt nichts anderes, als dass unfreiwillig oder mutwillig abgetrennte Waggons eines Zugverbandes automatisch zum Stehen kommen müssen, da sie keine eigenen Luftkompressoren besitzen. Dieses Prinzip wird auch bei Lastkraftwagen angewandt.

Ein weiterer Vorteil ist die sog. Sicherheitsfahrschaltung, die es bei Lastkraftwagen allerdings nicht gibt (davon abgesehen, dass diese die Spur wechseln können, was Schienenfahrzeuge nicht können). Wird diese nicht betätigt, entlüftet die Druckluftbremse automatisch und der Verband bremst. (Sekundenschlaf ist mit anderen Worten kein Problem.)

Gruß vom
Rybezahl.

PS: Im Zug sitzt man übrigens immer entgegen der Fahrtrichtung und hat keine anderen Menschen gegenüber sitzen. Erstens wird man bei einer Kollision in den Sitz gedrückt (und nicht - wenn man in Fahrtrichtung sitzt - vom Sitz weggeschleudert). Und zweitens fliegt einem der gegenüber sitzende Passagier nicht entgegen. Ob man lieber vorne oder hinten im Zug sitzt, das kommt auf den Unfall an. Ich würde grundsätzlich die hintere Position - am Ende des Zuges - bevorzugen.)

Relevanz dieses Restrisikos

valuereiter @, Donnerstag, 25.02.2021, 10:00 vor 48 Tagen @ Rybezahl 530 Views

PS: Im Zug sitzt man übrigens immer entgegen der Fahrtrichtung und hat keine anderen Menschen gegenüber sitzen. Erstens wird man bei einer Kollision in den Sitz gedrückt (und nicht - wenn man in Fahrtrichtung sitzt - vom Sitz weggeschleudert). Und zweitens fliegt einem der gegenüber sitzende Passagier nicht entgegen.

bei der Bahn kommen 0,04 Totesfälle auf 1 Mrd. Passagierkilometer

d.h. Du müsstest im statischen Mittel 25.000.000.000 km Zug fahren, um dabei einen Unfalltod zu erleiden

ok, mit einer Verletzung musst Du bereits alle 500.000.000 km rechnen ...

--> das gefährlichste dürfte der Weg zum Bahnhof sein!

Das Risiko ist sehr gering, aber...

Rybezahl, Donnerstag, 25.02.2021, 16:46 vor 48 Tagen @ valuereiter 363 Views

bearbeitet von Rybezahl, Donnerstag, 25.02.2021, 17:39

... als Gern- und Vielfahrer - jedenfalls bis Anfang 2020 - kommt man (jedenfalls ich) auf solche Gedanken. Das sind ja keine angstgesteuerten Gedankengänge. Ich habe mich außerdem eine Weile mit der Unfallgeschichte beschäftigt. Die meisten Unfälle der Neuzeit im Bereich Bahn gehen übrigens auf das Konto der Autofahrer (Umfahrung der Schranken usw.). Interessanterweise steht in den Zeitungen immer: Zug rast in Auto. Sachlich korrekt - da das Auto die Ursache ist - wäre aber: Auto kollidiert mit Zug.

Gruß!

PS: Biker sind auch nicht davor gefeit. Auch wenn sie vorher in beide Richtungen blicken, kann es sie auf halber Strecke hinlegen... und dann kommt der pfeifende Zug angerollt. Bremsweg: 1.000 Meter (abhängig von Geschwindigkeit, Gewicht, Neigung & Widerstand).
Es gibt da auch rechtlich keine Ausreden, siehe Zeichen 201 Andreaskreuz: https://de.wikipedia.org/wiki/Andreaskreuz#Deutschland (wie Zeichen 205 'Vorfahrt gewähren').

Dann sitzt du im Zug sicher immer mit dem Rücken in Fahrtrichtung und gegenüber lässt du keinen sitzen. Das ist gelebte Risikominimierung. (OT)

Zürichsee, Donnerstag, 25.02.2021, 17:42 vor 48 Tagen @ Rybezahl 241 Views

Es geht mir nicht um Risikominimierung, ...

Rybezahl, Donnerstag, 25.02.2021, 21:43 vor 47 Tagen @ Zürichsee 244 Views

bearbeitet von Rybezahl, Donnerstag, 25.02.2021, 21:50

... denn die ist in diesem Fall ja nun wirklich unnötig. Ich finde aber zum Beispiel, man müsste die Sitze in den Bussen anders herum einbauen. Denn falls der gegen eine Wand fährt, fahren 50 Köpfe gegen Rückenlehnen. Das ist Risikominimierung. Nebenbei: Ich finde das Bild in meinem Kopf irgendwie witzig, aber nur, wenn sich niemand wirklich dabei verletzt. Einfach so 50 Leute, die gleichzeitig mit dem Kopf gegen die Rückenlehne des Vordersitzes (statt gegen die eigene Rückenlehne) knallen. [[freude]]

Nein, ich habe das aus anderen Gründen geschrieben:

1) Nervt es mich, in Fahrtrichtung zu sitzen, weil es mir dann schwerer fällt, Objekte zu fixieren. Ich könnte auch meinen unfixierten Blick aufsetzen, aber das kann ich auch entgegen der Fahrtrichtung tun.
2) Ist es am Ende des Zuges meist weniger voll.
3) Ich sitze auch am Anfang des Zuges, wenn der Weg zum Bahnhofsausgang dadurch kürzer wird. Ich laufe aber andernfalls gern vor Einstieg bis zum Ende des Zuges. Ich müsste es am Zielbahnhof dann ja auch tun. Andere laufen während der Fahrt durch den ganzen Zug, um sich den Weg am Zielbahnhof zu sparen. Freakig, mh? [[freude]]
4) Mir gegenüber darf sich jede Person setzen, außer ich habe den Sitzplatz mir gegenüber auch reserviert. Mir steht es ja frei, den Sitzplatz zu wechseln. Es ist eine Frechheit, anderen eine Sitzmöglichkeit einfach so zu verwehren.

Diesen Text habe ich vorhin schon gepostet. Ich habe ihn wieder gelöscht:

1) Will ich nicht zu präsent sein.
2) Finde ich mich oft allzu peinlich.
Aber:
3) Kann ich mir selbst nach meiner neuen Erkenntnis um die Beklopptheits-Situation der Welt gar nicht peinlich genug sein.

Dennoch gelobe ich Besserung und versuche, möglichst unauffällig im Forums-Schaum zu erscheinen.

Es Grüßt der
Rybezahl.

Warum man im Bus nicht rückwärts fährt hat einen einfachen Grund: Viele haben damit ein Problem, und wer putzt dann das Mittagessen auf? (OT)

Zürichsee, Donnerstag, 25.02.2021, 22:06 vor 47 Tagen @ Rybezahl 201 Views

Bahnfahren habe ich genossen

Rainer ⌂ @, El Verger - Spanien, Freitag, 26.02.2021, 01:07 vor 47 Tagen @ Rybezahl 251 Views

Im Rahmen eines Auftrages musste ich für zwei Jahre täglich beim Kunden anwesend sein. 100km entfernt. Ich bin morgens mit dem Auto 5km zum Bahnhof gefahren. Etwas über eine Stunde mit dem mit dem EC. Der Kunde war gegenüber dem Zielbahnhof. Ich habe die Bahnfahrt jeden Tag genossen. Egal was ich mitgenommen habe, Buch, Notebook oder was weiß ich, ich bin nie dazu gekommen mich damit zu beschäftigen. Ich habe jede einzelne Fahrt genossen. Ab Kaiserslautern bis nach Neustadt geht es nur durch enge Täler, in denen der Zug maximal 80km/h fahren konnte. Für mich unvergesslich, welche Ruhe ich dabei fand.

Rainer

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