OT: Zehn Algorithmen, die die Wissenschaft revolutioniert haben

Mephistopheles @, Datschiburg, Mittwoch, 24.02.2021, 00:02 vor 49 Tagen 2335 Views

Ist zwar OT, aber diesen Artkel sollten alle mal gelesen haben, die hier über KI fabulieren.
Das erstmals nachgewiesene Schwarze Loch wurde nicht gesehen, sondern berechnet.

1. Sprachpionier: Fortran-Compiler (1957)
2. Signalverarbeitung: Schnelle Fourier-Transformation (1965)
3. Biologische Datenbanken (1965)
4. Wetter- und Klimavorhersage (1969)
5. Zahlenknqacker BLAS (1979)
6. Das Must-have der Mikroskopie: NIH Image (1987)
7. Sequenzierung: BLAST (1990)
8. Preprint-Lager: arXiv.org (1991)
9. Datenbearbeitung: IPython Notebook (2011)
10. 10. Schneller Lerner: AlexNet (2012)

https://www.spektrum.de/news/zehn-algorithmen-die-die-wissenschaft-veraendert-haben/183...

Ich hoffe, der Artikel stößt auf großes Interese und regt zur weiteren Beschäftigung mit frt Thematik an. [[zwinker]]

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

FFT (Signalanalyse) und PCR (Gen-Sequenzierung) sind die Wichtigsten

sensortimecom @, Mittwoch, 24.02.2021, 09:13 vor 49 Tagen @ Mephistopheles 1136 Views

Revolutionäre Erkenntnisse und Methoden, die die Welt veränderten.

FFT Algorithmus wäre in jeden Fall erfunden worden.

Chris11, Mittwoch, 24.02.2021, 12:52 vor 49 Tagen @ sensortimecom 957 Views

Wie es mit den meisten Entwicklungen so ist, entstehen sie aus der Notwendigkeit. Mit automatisierten Rechnern macht die FFT Sinn. Leibniz mag sie schon entdeckt haben, war zu der Zeit mangels "Number crunchern" aber unnütz. Jede genauere Analyse der Diskreten Fouriertransformation (DFT) hätte die FFT für Datensatzlängen von 2 hoch N entdeckt. Irgendwann war dafür die Zeit reif.
Genau so wie die Anforderungen an Fertigungstechnik immer bessere Maschinen hervorgebracht haben, die dann in besseren Produkten mündeten.

Elektrische Verstärker, vom Relais über Röhren zu Transistoren, erst bipolar, dann MOSFETs, dann höhere Integration auf einem Chip haben die IT und Telekommunikation erst ermöglicht. Alles am Ende ein Ergebnis von Homo Sapiens, der die graue Masse zwischen seinen Ohren benutzt.

Mit freundlichen Grüßen
Christian

Ein Improvement wirds noch geben. Irgendwann...

sensortimecom @, Mittwoch, 24.02.2021, 13:17 vor 49 Tagen @ Chris11 952 Views

...wird man zur Erkenntnis kommen (vielleicht auch akzeptieren müssen) dass das Gehirn weder Redundanzen kennt noch "Rechenoperationen" durchführt. Das ist dann von Wichtigkeit, wenn ich maschinell bzw. artifiziell dasselbe nachvollziehen will, was das Gehirn tut - und was ja auch das Bestreben aller KI-Forscher seit Jahrzehnten ist.

Also, das Gehirn kennt weder Fourier-Transforming noch Sampling-Technologie.

Das Gehirn macht alles in der Zeitdomäne. Es kennt keine Umwandlungen in die Frequenz-Ebene zb. bei Erkennung von Tönen oder Bildern. Es kennt auch keinerlei Rechenoperationen oder Sampling. Auch dann nicht, wenn jemand vermeint, holla, ich rechne jetzt zwei mal zwei: in Wahrheit kennt es nur Zeitmessungen und Vergleiche von synaptisch erfassten und "gespeicherten" Zeiten.

www.sensortime.com/time-de.html

Einspruch

Chris11, Mittwoch, 24.02.2021, 17:11 vor 49 Tagen @ sensortimecom 692 Views

Natürlich hat und kennt das Gehirn Redundanzen. Der Mensch ist wie die meisten Lebewesen ein Muster für "Fail safe" Design. Wichtige Organe sind doppelt vorhanden wie Augen Nieren etc. Das Gehirn kann Funktionen in andere Bereiche verlegen und neu organisieren und "lernen". d.h. neue Synapsenverbindungen werden gebildet. Bei Kriegsverletzungen hat man dazu viel gelernt. FFT oder Fouriertransformation ist nun nichts besonderes. Dein Hörorgan mit der Cochlea (Hörschnecke) macht genau das und bildet die Zeitinformation in Frequenzinformation um. Macht also eine Mechanische Fouriertransformation. Das Gehirn arbeitet durchaus zeitdiskret nur halt für elektronische Verhältnisse langsam im Millisekundenbereich, dafür aber massiv parallel.
Jede Linse macht übrigens eine Fouriertransformation ohne Zeitverzug, daher ist die Transformation nicht unbedingt so geheimnisvoll. Linsen gibt es in jedem Auge. Das schöne an der Fouriertransformation ist, das dieselbe Transformation zweimal angewandt wieder den Ursprungsdatensatz ergibt ( Zeitbereich-> Frequenzbereich -> Zeitbereich). Das ist oft sehr nützlich und man kann sich die Ergebnisse aus bekannten Lösungen zusammensetzen.

Mit freundlichen Grüßen
Christian

Nicht verstanden, was gemeint ist

sensortimecom @, Mittwoch, 24.02.2021, 21:48 vor 48 Tagen @ Chris11 578 Views

bearbeitet von sensortimecom, Mittwoch, 24.02.2021, 22:09

Synapsen verarbeiten AUSSCHLIESSLICH zeitliche Information. Genau genommen: "elapsed times". Also quasi eine ungeheure Menge an "gestoppten" Zeiten. Natürlich werden die parallel verarbeitet, klar.
Bitte die als Patentschrift verfasste Abhandlung genau durchlesen und studieren.
Ein Hörsystem ist so aufgebaut, dass es solche "elapsed times" aus einer grossen Zahl von Frequenzen (für die wieder die Härchen stehen) heraus neuronal erfasst, und dann die zum Gehirn geführten Aktionspotentiale synaptisch verarbeitet. Wird ein gleichartiges zeitliches Muster erkannt, kommt es zur Neurotransmitter-Freisetzung, und zur Weiterleitung eines EPSP. Eine Art "Bingo".
Die Redundanzfreiheit des Gehirns geht so weit, dass man es quasi mit einem - extrem komplexen - Muskel vergleichen kann. Da existieren keine Konverter oder Transformationen.

Noch was: "elapsed times" haben nichts mit den in der Signalanalyse gebräuchlichen Begriffen wie "zeitdiskrete Signalabtastung" u. dgl. zu tun. Das gibts in biologischen Strukturen nicht.

Was für ein Spinner

Chris11, Mittwoch, 24.02.2021, 22:09 vor 48 Tagen @ sensortimecom 606 Views

Von Patentrecht keine Ahnung aber die böse Welt ist schuld. Wenn das Patent was auf den Hacken hat, dann setz es doch durch. Patentieren kann man den grössten Blödsinn. Erst vor dem Patentgericht wirds interessant, wenn du Geld von der Gegenseite haben möchtest.

Hast sicher schon ungeheuer viel erfunden...

sensortimecom @, Mittwoch, 24.02.2021, 22:11 vor 48 Tagen @ Chris11 568 Views

... um das behaupten zu können. Armer Kerl. Keine Ahnung, aber schreiben....

Wie alt bist du? 20 ? Du hast wirklich von der Welt, und was darin vorgeht, nicht die geringste Idee...

Es gibt mehrere Patente mit meinem Namen

Chris11, Mittwoch, 24.02.2021, 22:32 vor 48 Tagen @ sensortimecom 634 Views

In der Elektronik-Industrie, in der ich die letzten 35+ Jahre tätig bin, wird von den wirklich innovativen Firmen nicht soviel patentiert, da man damit seine Methoden und manches Betriebsgeheimnis offenlegt. Alter eher 60 Jahre.

Mit freundlichen Grüßen
Christian

Chris, hier kannst Du (mT)

DT @, Mittwoch, 24.02.2021, 23:51 vor 48 Tagen @ Chris11 554 Views

die Patente vom Erich B nachsehen:

http://www.sensortime.com/kurzbiografie-deutsch.html

US 4245334, AT 366834, AT 397869, AT 400028, US06172941

Er hat wohl in den 70ern einiges zur digitalen Zeitmessung bei Skirennen erfunden.

Auch seine Arbeiten zum digitalen Aufzeichnen vor der Existenz von MP3 Playern war damals wohl state of the art.

Ich denke schon, daß es selfmade-Erfinder schwer haben, gegen die Macht der Firmen anzukommen, denn wie soll man SONY oder APPLE verklagen, die schicken die millionenschweren Patentanwälte.

Der Schlaue versucht eher, seine Patente zu lizensieren oder zu verkaufen. Im Silicon Valley kenne ich einige Kollegen, die mit dieser Masche Hunderttausende oder Millionen verdient haben, vor allem wo bei Apple das Geld ziemlich locker sitzt. Da wird halt einfach eine Technologie gekauft wenn sie paßt und nicht lange gefackelt.

Es ist nicht geschickt und zielführend, wie Don Quixote gegen die Windmühlen zu kämpfen oder gar zu versuchen, davon zu leben. Inventor Wolfhart ist ein weiteres Beispiel mit seinen Drehkolbenpumpen.

http://www.wolfhartindustries.com/motor2.htm
http://wolfhartindustries.com/veroef.htm
Soweit ich das gesehen habe wurden genau 2 Patente erteilt. Angeblich nach 10 Jahren "Sabotage".

Angeblich ist wegen dieser Pumpen die Stasi bis heute hinter ihm her.
Und wenn Du genügend Benzin schnüffelst, bekommst Du auch kein Corona.

http://wolfhartindustries.com/ssd/blka.htm

Das wäre so in Californien nicht passiert

Chris11, Donnerstag, 25.02.2021, 08:42 vor 48 Tagen @ DT 445 Views

Warum arbeitet er sich hier an einer undurchsichtigen Bürokratie ab. Zu passender Zeit nach California, da eine Firma aufmachen und los gehts. Da gibt es keine Zunftzöpfe und Bürokraten, die einem eine gewerbliche Tätigkeit untersagen. Solange Du nicht mit Chemie die Gegend verseuchst, machts Du. Patentklagen sich ein spannendes Kapitel, aber das wird meist erst ausgefochten, wenn sich Dinge am Markt durchgesetzt haben und ordentlich Geld verdient wird. Da hilft es auch, mit tiefen Taschen die besten Anwälte bezahlen zu können.
Nur mit IP (Intelectual Property) Geld verdienen geht auch, aber da mußt Du in der Industrie und Juristerei schon gut vernetzt sein. Das Fraunhofer Institut hat mit Patenten zu MP3 viel Geld gemacht. Auch da mußt Du mit den Haien schwimmen können.

Persönliche Meinung:
Oft scheitern mögliche Unternehmenserfolge an der Persönlichkeit der Gründer. Viele geniale Erfinder sind nicht in der Lage, eine Firma mit vielen Mitarbeitern effektiv zu führen. Dafür sind viele verschieden Fähigkeiten, Menschenkenntnis und Durchsetzungsvermögen notwendig. Beispiele in der Elektronikbranche gibt es zuhauf.
Beispiel vom einem der Erfinder des Bipolar-Transistors:
https://en.wikipedia.org/wiki/Shockley_Semiconductor_Laboratory

Nun kann Shockley jammern wie er will, die anderen haben es ihm gezeigt, wie es richtig gemacht wird.

Mit freundlichen Grüßen
Christian

Die Zeit ist niemals reif

Mephistopheles @, Datschiburg, Mittwoch, 24.02.2021, 13:57 vor 49 Tagen @ Chris11 899 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Mittwoch, 24.02.2021, 14:01

Wie es mit den meisten Entwicklungen so ist, entstehen sie aus der Notwendigkeit. Mit automatisierten Rechnern macht die FFT Sinn. Leibniz mag sie schon entdeckt haben, war zu der Zeit mangels "Number crunchern" aber unnütz. Jede genauere Analyse der Diskreten Fouriertransformation (DFT) hätte die FFT für Datensatzlängen von 2 hoch N entdeckt. Irgendwann war dafür die Zeit reif.

Rom war eine Millionenstadt. Alexandria auch. Solche Millionenstädte gab es weltweit, von chinesischen oder indischen oder mesopotamischen Millionenstädten gar nicht zu reden. Sie sind alle untergegangen, wurden von der Bevölkerung verlassen*) und vergessen. Was hätten die Verwaltungen damals darum gegeben, wenn sie Zahlenfresser gehabt hätten! Haben sie aber nicht. Das wurde ausschließlich in unserer Zivilisation erfunden und wird nach ihrem Ende wieder vergessen werden. Nur diese Zivilisation hatte den kategorischen Imperativ, werden zu wollen wie Gott und Herr über Leben und Tod.

Man sieht es doch gerade momentan überdeutlich an Covid 19. Was ist denn schon passiert im Vergleich zu Pandemien vergangener Zeiten, die den Zeitgenossen nicht einmal eine Erwähnung wert waren? Nichts ist passiert! Von der Letalität der Pest wissen wir nur durch eine Rekonstruktion aus heutiger Zeit, nicht von den Zeitgenossen. Da,als gingen Regierung, Verwaltung und Steuereinnahmen weiter wie bisher. Unsere Herrscher vertragen alleine die narzistische Kränkung nicht, das sie das Virus nicht ausrotten können. Das ist alles.

Genau so wie die Anforderungen an Fertigungstechnik immer bessere Maschinen hervorgebracht haben, die dann in besseren Produkten mündeten.

Elektrische Verstärker, vom Relais über Röhren zu Transistoren, erst bipolar, dann MOSFETs, dann höhere Integration auf einem Chip haben die IT und Telekommunikation erst ermöglicht. Alles am Ende ein Ergebnis von Homo Sapiens, der die graue Masse zwischen seinen Ohren benutzt.

Mit freundlichen Grüßen
Christian

*) Der Mensch ist an eine Zivilisation nicht angepasst. Das zeigt sich gerade an dem Punkt, wo es um das Überleben der Art geht. Die Frauen in der Zivilisation hören aud, Kinder zu gebären, und wenn sie noch gebären, schaffen sie es nicht mehr, ihre Kinder zu lebenstüchtigen Menschen zu erziehen. Das sieht man an der Einführung der Schulpflicht. Schulpflicht ist nichts anderes als ein Testat, dass man Frauen - und Männer! - für erziehungsunfähig hält. Wenn so etwas eintritt, dann ist es das Todesurteil der (Säugetier-)Art. Aus genau diesem Grunde, weil es keine lebenstüchtigen Männer - und in diesm Punkt geht es nur um die Männer! - mehr gibt, sind alle bisherigen Zivilisationen untergegangen und verschwunden, ohne Spuren im Genom zu hinterlassen. Alle Entdeckungen wurden wieder vergessen.

Das ist jetzt nicht Schwarzmalerei, sondern schwärzester Realismus.

Gruß Mephistopheles

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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Cäsar hätte eine Luftwaffe gehabt

mh-ing @, Mittwoch, 24.02.2021, 14:32 vor 49 Tagen @ Chris11 1102 Views

setzt man die Zeit von Archimedes (welcher auf selber Höhe wie Leonardo daVinci war) bis zu ihm bzw. die Zeit von Leonardo bis uns ca. an.

Andernseits hatten die Römer eine uns viel und lange Zeit überlegene Bautechnik (römischer Beton). Den entdeckte man erst vor ca. 150 Jahren wieder und erst dieser Beton hat unsere heutige Baukultur und Infrastruktur erst ermöglicht.

Es ist daher schwer zu sagen, dass es ohnehin erfunden worden wäre. Meines Erachtens sind es die Brüche oder eben die Kontinuität, welches den Ausschlag gibt. Die früheren Kulturen hatten eine Priester/Eliten-Kaste. Wenn diese unterging, war das Wissen verloren.

Mit der Neuzeit setzte aber eine Verbreiterung des Wissens ein, es war nicht auf eine Kaste beschränkt, wurde durch den Buchdruck (wohl eine der größten Erfindungen!) für viele von Raum und Zeit unabhängig verfügbar. Damit konnte sich das Wissen erweitern und auch der Verlust an Wissen war nicht mehr so groß.

Wir sind nun aber in einer gewissen präkären Situation. Wir haben das Buch verlassen und alles digital. Wenn da mal der "Blitz" hineinfährt, ist dann auch unsere Kultur ziemlich platt. Daher müssten wir, um das zu managen, eine Datenspeicherung finden, welche eben diese enormen Mengen, den dauerhaften Zugriff und die Haltbarkeit eines Buches hätte. Insofern ritzten die früheren Kulturen Steine, die eben das damals dauerhafteste war.

evtl. ein anderer/wichtigerer Aspekt

valuereiter @, Mittwoch, 24.02.2021, 15:26 vor 49 Tagen @ mh-ing 880 Views

Cäsar hätte eine Luftwaffe gehabt

setzt man die Zeit von Archimedes (welcher auf selber Höhe wie Leonardo daVinci war) bis zu ihm bzw. die Zeit von Leonardo bis uns ca. an.

...

Es ist daher schwer zu sagen, dass es ohnehin erfunden worden wäre. Meines Erachtens sind es die Brüche oder eben die Kontinuität, welches den Ausschlag gibt. Die früheren Kulturen hatten eine Priester/Eliten-Kaste. ...


die alten Griechen und Römer hatten ausreichend Sklaven!

es fehlte also an der Motivation, sich andere Energiequellen zu erschließen ...

und wer wäre - ohne erst ne Dampfmaschine, dann großtechnische Kohleförderung und Schwerindustrie - auf die Idee gekommen, dass der Mensch sich Öl als Energiequelle nutzbar machen könnte ... und hierfür (aus Sicht des 19. Jahrhunderts) Hochleistungsmotoren zu entwickeln ...

--> Rudersklaven wiegen weit über 100 kg/PS Dauerleistung - so schwer für die Luftfahrt!

Kartoffeln, Mais sind es gewesen

mh-ing @, Mittwoch, 24.02.2021, 16:19 vor 49 Tagen @ valuereiter 939 Views

Vielleicht ist es der Sklaven wegen, dass die alten Römer/Griechen nicht technologisiert wurden. Vielleicht ist auch der Bevölkerungsdruck nicht so intensiv gewesen, d.h. die Nahrung hat die Bevölkerung limitiert.

Interessant ist, dass der Neuzeit-Aufstieg mit der Kultivierung von Mais, Kartoffeln parallel verläuft. Es war so möglich, viel mehr Menschen zu ernähren (siehe Irland), was dann in ganz Europa zu einem enormen Bevölkerungsanstieg führte. Dieser Bevölkerungsdruck führte dann zu einer Technologisierung (mehr Gründe für Effizienz, mehr kluge Menschen, Notwendigkeit für Maßnahmen).

Ich meine aber, dass es vornehmlich die Breitenwirkung war. Das andere hat geholfen. Die Sklavenwirtschaft lief in den USA auch lange weiter, dennoch entwickelte sich dort sehr stark die Technologie.

erst hier das eine ... DANN und woanders das andere ...

valuereiter @, Mittwoch, 24.02.2021, 17:22 vor 49 Tagen @ mh-ing 732 Views

bearbeitet von valuereiter, Mittwoch, 24.02.2021, 17:35

... Die Sklavenwirtschaft lief in den USA auch lange weiter, dennoch entwickelte sich dort sehr stark die Technologie.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert waren die USA noch lange kein Industriestaat!

zu der Zeit hat die Musik in England gespielt ... und dann kamen Deutschland und Frankreich dazu ...

Die USA wurden doch erst im späten 19. Jahrhundert "modern" - NACHDEM "1865 der 13. Zusatzartikel zur Verfassung in Kraft [trat], mit dem die Sklaverei auf dem gesamten Gebiet der Vereinigten Staaten endgültig abgeschafft wurde." bzw. haben aus den europäischen Erfindungen des 19. Jahrhunderts Industrien des 20. Jahrhunderts gemacht!

und in den Südstaaten, wo mit Sklaven gewirtschaftet wurde, hat es mit Industrialisierung/usw. noch länger gedauert ...

zum Vergleich Nord- versus Südstaaten:

in den Nordstaaten gab es 1820 rund 20.000 Sklaven und ab 1840 fast gar keine mehr

in den Südstaaten 1820 knapp 1.500.000 und 1860 über 3.500.000

--> wo wurden die großen Universitäten (Harvard, Yale, ...) gegründet? Wo hat Ford das Fließband "erfunden"?

Kinder der Sonne

Prophet @, Mittwoch, 24.02.2021, 19:10 vor 49 Tagen @ mh-ing 749 Views

Interessant ist, dass der Neuzeit-Aufstieg mit der Kultivierung von Mais, Kartoffeln parallel verläuft.

Liegt möglicherweise auch daran, dass das Klima in Richtung "Warm" ging, und die Nachwirkungen von Tambora bzw. des großen Sonnenminimums endlich überwunden waren.

https://meteo.plus/sonne-1700.php

Alle Weltreiche und frühen Zivilisationen fanden ihr Ende in Kaltzeiten, denn alleine dadurch kam es zu Missernten, Hunger und dann zu Seuchen und dann zu Kriegen um Nahrungsmittel und Arbeitssklaven usw.

Wir sind eben abhängig von der Gnade der Sonne und sollten uns nicht all zu viel auf unsere Zivilisation einbilden, wir hatten bloß Glück. Ein klimatischer Umschwung in eine neue Kaltzeit beendet dieses "beste aller jemals dagewesenen Systeme" möglicherweise schneller als so manchen lieb sein dürfte.

Dann heißt es Dreck fressen und Löcher für die toten in gefrorenen Boden hacken. Wenn man dann nicht dazu übergehen wird die Toten aufzuessen mangels Korn und Nutzvieh. Hungrige Menschen machen alles, der Überlebenswille wird dann ganz schnell wachgerufen.

IPython Notebook?

Hyperion @, Mittwoch, 24.02.2021, 20:35 vor 48 Tagen @ Mephistopheles 673 Views

Ist das ein Test nach dem Motto "Was gehört nicht in die Liste" ?

IPython / Jupyter Notebook hat unglaublich viel Schaden angerichtet. Im Prinzip ein script-barer Taschenrechner, der leider dazu verleitet, schlampig zu arbeiten. Es gibt sehr viel Kritik am ganzen Konzept, siehe z.B. hier:

https://towardsdatascience.com/5-reasons-why-jupyter-notebooks-suck-4dc201e27086

Ich habe schon Leute nicht eingestellt, weil sie als Qualifikation "Jupyter Notebook" angegeben haben und auf Nachfrage Jupyter als Tool ihrer Wahl gepriesen haben.

Gehört nicht auf die gleiche Liste wie beispielsweise die FFT... auf so vielen Ebenen.

Du sollst nicht nur die Überschriften lesen, sondern den ganzen Artikel. Deswegen habe ich das verlinkt

Mephistopheles @, Datschiburg, Mittwoch, 24.02.2021, 21:16 vor 48 Tagen @ Hyperion 557 Views

Ist das ein Test nach dem Motto "Was gehört nicht in die Liste" ?

IPython / Jupyter Notebook hat unglaublich viel Schaden angerichtet. Im Prinzip ein script-barer Taschenrechner, der leider dazu verleitet, schlampig zu arbeiten. Es gibt sehr viel Kritik am ganzen Konzept, siehe z.B. hier:

https://towardsdatascience.com/5-reasons-why-jupyter-notebooks-suck-4dc201e27086

Ich habe schon Leute nicht eingestellt, weil sie als Qualifikation "Jupyter Notebook" angegeben haben und auf Nachfrage Jupyter als Tool ihrer Wahl gepriesen haben.

Gehört nicht auf die gleiche Liste wie beispielsweise die FFT... auf so vielen Ebenen.

Der Artikel:
9. Datenbearbeitung: IPython Notebook (2011)

Fernando Pérez war 2001 ein Doktorand »auf der Suche nach Ablenkung«, als er beschloss, sich mit einer Kernkomponente von Python, einer weit verbreiteten Programmiersprache, zu beschäftigen. Häufig griff man dabei auf ein System namens REPL (Read-Evaluate-Print-Loop) zurück: Man gibt seinen Code ein, das Programm führt ihn Zeile für Zeile aus und liefert ein Ergebnis. Das funktionierte zwar zuverlässig und schnell, aber Pérez fiel auf, dass Python nicht für das wissenschaftliche Arbeiten entwickelt worden war. Zum Beispiel war es nicht möglich, bestimmte Code-Module auf einfache Weise vorzuladen oder Datenvisualisierungen offen zu halten. Deshalb entschied Perez, selbst eine solche Version zu schreiben.

Das Ergebnis war IPython, ein interaktives Programmpaket zum Entwickeln und Ausführen von Pythonprogrammen, das Pérez im Dezember 2001 vorstellte – und das aus lediglich 259 Zeilen bestand. Zusammen mit dem Physiker Brian Granger und dem Mathematiker Evan Patterson zog er das System zehn Jahre später auf den Webbrowser um, brachte das IPython Notebook auf den Markt und löste damit eine Revolution in der Datenwissenschaft aus.

Computergestützte Notebooks bestehen nicht nur aus Programmcodes, sondern vereinen auch Texte und Grafiken in einem Dokument. Im Gegensatz zu anderen Systemen dieser Art (wie die Software Mathematica oder Maple) war IPython quelloffen und erlaubte Beiträge anderer Entwickler. Außerdem unterstützte es die Programmiersprache Python, die unter Wissenschaftlern sehr beliebt ist.

2014 entwickelte sich IPython zu Jupyter, das inzwischen mehr als 100 Programmiersprachen zulässt und es den Benutzern ermöglicht, Daten auf entfernten Supercomputern ebenso einfach zu verarbeiten wie auf ihren eigenen Laptops. »Für Datenwissenschaftler hat sich Jupyter zu einem Standardwerkzeug entwickelt«, urteilte Nature 2018. Damals gab es 2,5 Millionen Jupyter-Notebooks auf der Code-Sharing-Plattform GitHub; inzwischen hat sich die Anzahl vervierfacht.

Darunter befinden sich auch jene Notebooks, die 2016 die Entdeckung von Gravitationswellen und 2019 die Abbildung eines Schwarzen Lochs dokumentieren. »Dass wir einen kleinen Beitrag zu diesen bahnbrechenden Arbeiten geleistet haben, macht uns sehr stolz«, sagt Pérez.

Fett von mir.

Gtuß Mephistopheles

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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Hatte es gelesen und nichts Überzeugendes gefunden

Hyperion @, Mittwoch, 24.02.2021, 23:20 vor 48 Tagen @ Mephistopheles 457 Views

Also Du scheinst auch recht IT-fern zu sein.

Das ist ungefähr so beeindruckend wie wenn die NASA erklären würde, sie hätte den Fallschirm der "Perseverance" Marssonde mit Microsoft Paint designed:

https://www.spiegel.de/netzwelt/web/mars-landung-internetnutzer-entdecken-verborgene-bo...

Da packt man doch auch nicht Paint in die Liste der 10 besten Programme aller Zeiten. Man zweifelt eher an der NASA.

Nix für ungut.

Hier kommt meine Liste. (mT)

DT @, Mittwoch, 24.02.2021, 22:05 vor 48 Tagen @ Mephistopheles 824 Views

bearbeitet von DT, Mittwoch, 24.02.2021, 22:19

Die Liste aus Spektrum der Wissenschaft ist längst nicht so fundamental wie die meiner Meinung nach wirklich wichtigen Algorithmen:

- FFT (stimme zu)
- Quicksort und Heapsort
- Dijkstra- und A* Algorithmus
- Hashing (die Basis von Google)
- RSA und Diffie-Hellman-Schlüsselaustausch (ermöglicht https und die ganzen verschlüsselten Internetprotokolle mit öffentlichen Schlüsseln wie zB PGP)
- Shor-Algorithmus und Deutsch-Josza Algorithmus sowie der Grover-Algorithmus (wird entscheidend sein für die schnelle Faktorierung bei Quantencomputern)
- SVD und PCA für Machine Learning
- Support Vector Regression für Machine Learning
- Viterbi-Algorithmus für Spracherkennung, Mustererkennung und AI
- Simplex/Newton-, steepest descent und Runge-Kutta-Algorithmus für lineare und Differentialgleichungssysteme
(Numerical Recipes in C enthält viele der Standard-numerischen Algorithmen)
- die inverse Radon-Transformation als Basis der Computertomographie
- evtl. könnte man noch Kalman-Filter und Bayes-Filter/Bayes-Estimator hinzufügen für das autonome Fahren (wird eine Schlüsselrolle in der Zukunft spielen)
- evtl. auch noch deep learning Algorithmen für AI und neuronale Netze

Manche dieser letztgenannten Algorithmen werden bereits jetzt im Silicon Valley direkt auf Chips implementiert und werden die Schlüsselrolle spielen bei autonomen Fahrzeugen. Leider setzen die Dx und ihre Schergen (Hotelkauffrau Anja Karlicek als "Wissenschafts"ministerin) auf deutsche Verdummung und unterfinanziert die Forschung, so daß die Key Player in USA (Silicon Valley), Indien, Rußland und China sitzen.

Ohne Ahnung auf diesen Gebieten kann man auch nicht den Börsenverlauf und die Dominanz von Aktien wie Cadence Design Systems, ARM, NVIDIA etc. vorhersagen. Mit den Grünen Khmer wie der Annalena Kobold und dem Philosophen Robert werden wir da nochmal einen großen Schritt rückwärts gehen. Allerdings sieht man hier im Forum bei dem ein oder anderen, vor allem Alt-68er, geboren in den 1940er oder 1950er Jahren und "ausgebildet" in den 60er und frühen 70er Jahren, wie es um die Wissenschaftlichkeit der Durchschnittsbevölkerung steht... die Politik hat da schon ganze Arbeit geleistet.

In China hingegen werden pro Jahr mehrere Hunderttausend Ingenieure ausgebildet, die die Fouriertransformation und das Programmieren bereits mit der Muttermilch aufgesaugt haben, dito in Indien, von Singapore, Korea und Taiwan ganz zu schweigen. Während hier der Name getanzt wird und mit Greta marschiert wird. Gell Waldorflehrer Herbert!


DT

Sieht gut aus, wollte etwas Ähnliches posten

Hyperion @, Mittwoch, 24.02.2021, 23:31 vor 48 Tagen @ DT 519 Views

Schöne Liste, sehe ich ähnlich! Allerdings ging es bei der ursprünglichen Liste um Algorithmen "die die Wissenschaft revolutioniert haben". Da hab ich mich nicht mehr getraut, Quicksort/Heapsort zu posten, was soll ein Wissenschaftler damit auch :-D

SQL/relationale Datenbanken (Codd ca. 1972): Das ist nicht nur eins der bedeutensten Informatik-internen Konzepte, sondern auch für Wirtschaft und auch Wissenschaft immens wichtig

BerndBorchert @, Donnerstag, 25.02.2021, 15:08 vor 48 Tagen @ DT 308 Views

bearbeitet von BerndBorchert, Donnerstag, 25.02.2021, 15:29

Und bis heute omnipräsent: es steckt - sichtbar oder meistens versteckt - in praktisch jedem Software-System egal welche Anwendung.

Nur so können Biologen, Ingenieure, Physiker, etc. ihre Unmengen an Mess-Daten in den Griff kriegen. Ein guter Biologe etc. weiß auch selber SQL statements zu schreiben.

https://de.wikipedia.org/wiki/SQL

Als Algorithmus kann man den SQL-Compiler gelten lassen, der nicht nur die menschen-verständlichen statements für den Computer übersetzt, sondern vor allem auch in Hinsicht Schnelligkeit optimiert.

Bernd Borchert

Und "objektorientierte Programmierung" ab ca. 1985 kann man als Variante des relationalen Datenmodells ansehen: eine Klasse entspricht einer Tabelle, und die Objekte entsprechen Tabellenzeilen.

Der wichtigste Algorithmus von allen: Das Bierbrauen.

FOX-NEWS @, fair and balanced, Donnerstag, 25.02.2021, 08:46 vor 48 Tagen @ Mephistopheles 568 Views

Es wird von manchen behauptet, daß dies der Ursprung der Zivilisation sei, und um den Bedarf zu decken mit Landwirtschaft begonnen wurde. In meinen Augen ein viel sympatischerer Ansatz als dottores dröge Abgabenerpresserei ... [[top]]

Grüße

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** Geliefert wie bestellt! **

Kleiner Querverweis dazu

QuerDenker @, Donnerstag, 25.02.2021, 12:42 vor 48 Tagen @ FOX-NEWS 395 Views

Hallo FOX-NEWS,

kleiner Blick ins Archiv: dasgelbeforum.net/index.php?id=448908

als Ergänzung noch der Hinweis, dass die Bauform der klassischen Zapfhähne bis Heute
als Ankh-Symbol - bzw. 'romanisert' ein 'crux ansata' - gesehen werden kann.

So ungesund kann 'a sauber(n)e Maß' also nicht sein.

Prost [[top]]

QuerDenker

--
10cc: 'communication is the problem to the answer' <img src=" />

zum Wohl!

valuereiter @, Donnerstag, 25.02.2021, 12:46 vor 48 Tagen @ QuerDenker 344 Views

So ungesund kann 'a sauber(n)e Maß' also nicht sein.


Prost [[top]]

ist erstens eine Dosisfrage ...

... und zweitens eine Frage der Alternativen:
muss ich, wenn ich kein Bier trinke, eine gelegentlich choleraverseuchte Brühe trinken, in die 10 km flussaufwärts die Leute im Nachbardorf hineingesch*** haben?
oder kommt (heute bei uns oder vor 2.000 Jahren schon bei den Römern) sauberes Wasser aus der Leitung?

Wenn ich die von dir ständig dahingeschleuderten Sätze lese,

Zweistein @, Donnerstag, 25.02.2021, 13:37 vor 48 Tagen @ FOX-NEWS 439 Views

dann frage ich mich, was du eigentlich hier in "dottores" Forum, wo nur über unsinnige Abgabenpresserei fabuliert wird, noch willst. Nur müßten deine Auftraggeber dann wohl nach einer anderen Figur für die Zersetzungsarbeit suchen.

Aber manchmal ist es auch besser, man kennt die Figur, statt sie im neuen Gewand erst wieder suchen zu müssen. Anders kann ich mir nicht erklären, dass man deine Wühlarbeit noch duldet.

2Stein

--
Ich glaube, mit Digitalisierung ist die Verbreitung von Blödheit in Lichtgeschwindigkeit gemeint.
Zweistein

Über jeden Unsinn wird hier diskutiert, ...

FOX-NEWS @, fair and balanced, Freitag, 26.02.2021, 09:37 vor 47 Tagen @ Zweistein 284 Views

... aber kaum noch über Debitismus.

Übrigens, sehr interessant, deine Theorien über mich ... so viel heiterer als meine Einlassung zur Entstehung des Bieres. [[top]]

Grüße

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Nur Larifarigelulla, anstat erst einmal

Hausmeister @, Donnerstag, 25.02.2021, 21:01 vor 47 Tagen @ FOX-NEWS 447 Views

an dieser Stelle um Entschuldigung nachzusuchen.

Um das mit deinen Diskutanten auf anständige Weise zu klären, habe ich Dir allemal genug Zeit gelassen.

Deshalb jetzt: Gelbe Karte!

Ein 'Weiter so' im bisherigen Stil werde ich jedenfalls nicht dulden.

& Gruß

HM

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Wandere aus, solange es noch geht.