Was kommt nach der Demokratie?

Morpheus ⌂ @, Dienstag, 19.01.2021, 19:06 vor 42 Tagen 3409 Views

Liebe Foristen

Mein letzter Beitrag hatte dazu aufgefordert „Über die Demokratie hinaus zu denken“. Damals war das Fazit, dass wir nur einen hinreichenden Druck auf die Demokraten ausüben können, wenn wir mit dem Entzug ihrer Lebensgrundlage drohen. So wie dies viele derzeit in der Bevölkerung erleben müssen. Keine weichen Ablösungen mehr, mit hohen Übergangs- und Altersruhegeldern, wie sie die Demokraten in der Demokratie erwarten dürfen. Die haben sich ihr Leben auf unsere Kosten perfekt eingerichtet. Und ändern können wir daran nichts. Schon gar nicht wenn wir wählen gehen. Aber wenn wir die Existenz der Demokratie insgesamt in Frage stellen, könnten die Demokraten ja sogar vielleicht im Gefängnis enden, zum Beispiel wegen millionenfacher Freiheitsberaubung. Denkbar wäre so etwas doch durchaus. Werden die Demokraten mit diesem Risiko bedroht, sollten sie sich vielleicht an die Bevölkerung und ihre Bedürfnisse und Wünsche erinnern, die ihnen offensichtlich seit Jahren egal sind. Wir sollten also aus rein spiel-theoretischen Überlegungen die Demokratie in Frage stellen, um wenigstens von den Demokraten wieder beachtet zu werden. Das wird deutlich wirksamer sein als jede Demonstration bei der wir mehr Demokratie fordern. Weil dieses „Mehr an Demokratie“ bekommen wir doch nur mit den Demokraten, die uns unsere Grundrechte doch gerade weggenommen haben. Fällt uns das irgendwie nicht auf? Wenn wir nur „mehr oder echte Demokratie“ fordern, bleibt doch für die Herrschaften, die uns terrorisieren, alles beim Alten.

Die Demokraten gefährden ihre Glaubwürdigkeit

Wir werden in Kürze erleben wie sich die Demokraten mit ihrer Überheblichkeit und Arroganz in eine schwierige Lage bringen.

Die Politiker setzen auf Lockdown und Impfungen. Was sie tatsächlich erreichen wollen ist fraglich. Das verraten sie uns nicht und wir können darüber nur mutmaßen. Aber das ist gar nicht nötig. Denn Lügengebilde fallen ab einer gewissen Größe immer in sich zusammen. Zumal der Denkhorizont der Demokraten seit Jahren immer weiter schrumpft.

Die Prozesse des Lebens sind überlebensorientiert und das immer. Das gilt auch und gerade für Viren, was die Herrschaften bei ihren Planspielen wahrscheinlich nicht so richtig bedacht haben. Aber jeder Mensch, der sich informieren will, kann heute außerhalb der Leitmedien alle notwendigen Informationen erhalten.

Um die Pandemie zum Laufen zu bringen und am Laufen zu halten muss man die Fall- und die Todeszahlen in möglichst beängstigende Höhen treiben. Um hohe Fallzahlen zu bekommen nutzte man den PCR-Test. Dieser Test ist hinreichend ungenau und liefert offensichtlich viele positive Ergebnisse, auch wenn die positiv getesteten Menschen gar nicht krank sind. Außerdem werden möglichst viele Verstorbene als Corona-Tote ausgewiesen. Dafür werden einfach finanzielle Anreize durch entsprechende Zusatz-Zahlungen für Corona-Tote geschaffen. Wenn jemand mit einer Schusswunde eingeliefert wird und im Krankenhaus verstirbt ist es lukrativ selbst nach dem Tod noch einen Corona-Test zu machen, in der Hoffnung, dass auch dieser Tote als Corona-Fall abgerechnet werden darf. Denn dann gibt es Extra-Geld fürs Krankenhaus und wer will das nicht.

Wenn im Krankenhaus schlaue Menschen arbeiten, werden solche Tests, die im Anschluss viel Geld bringen, immer positiv ausfallen. Dafür hat man einfach ein Gefäß mit Viren vorrätig, in das jedes Teststäbchen am Ende eingetaucht wird. Schon kommt der Geldsegen der Regierung. Nicht ganz fair, könnte man sagen, aber die Regierung möchte das ja sogar so haben, damit die Todesfallzahlen der Pandemie schön hoch ausfallen.

Jetzt kommen die Impfungen ins Spiel und mit den Impfungen wird alles schwierig.

Jetzt will man nach wie vor viele Fallzahlen und viele Corona-Tote, damit bis zum letzten Bürger alle geimpft werden müssen. Allerdings dürfen natürlich niemals nie die geimpften sterben und schon gar nicht als „Corona-Fälle“. Denn jeder geimpfte, der trotzdem an Corona verstirbt, senkt die Impfbereitschaft bei der bislang ungeimpften Bevölkerung.

Das wird jetzt schon sehr schwierig, denn man kann die Zuzahlungsrichtlinien ja nicht „offiziell“ ändern, in dem man erklärt Krankenhäuser erhalten Corona-Zuschüsse nur für ungeimpfte Verstorbene. Damit würde die Manipulation wohl doch etwas zu offensichtlich werden. Das Einstellen der Tests bei geimpften Personen würde die Glaubwürdigkeit der Regierungsmaßnahmen auch nicht gerade erhöhen. Außerdem entsteht jetzt ein Interessen-Konflikt zwischen Krankenhäusern, denen durch Corona die Einnahmen wegbrechen und den fallenden Zuschüssen bei Corona-Toten. Die Regierung hat kein Interesse an positiven Test bei Geimpften, die Krankenhäuser wegen der Zuschüsse sehr wohl. Eine Variante wäre den PCR-Test durch einen besseren Test abzulösen, der zuverlässiger ist. Aber auch das würde nachträglich die Zahlen-Manipulation durch falschpositive PCR-Tests sichtbar machen.

Um die neuen, noch schärferen Lockdowns zu rechtfertigen, kam die Virus-Mutation aus Großbritannien gerade rechtzeitig. Das neue Virus ist angeblich viel ansteckender und deshalb sind härtere Lockdowns gerechtfertigt. Gott sei Dank ist die Mutation nicht so groß, dass die Impfstoffe nach wie vor wirken. Um von solch kritischen Virus-Mutationen zukünftig nicht mehr überrascht zu werden, werden neben den Lockdowns auch die Analysen zum Auffinden von Mutationen weltweit verstärkt. Und sicher wird man weitere Mutationen finden.

Bis jetzt ist die Welt der demokratischen Politiker noch weitgehend in Ordnung. Scharfer Lockdown, um die Sehnsucht nach dem alles auflösenden Impfstoff hoch zu halten.

Immunisierte Menschen sind Brutstätten für Virusmutationen

Ich bin kein Virus-Experte, kann aber logisch denken und die Informationen die mir die Regierung gibt dabei verwenden. Nur was wird also passieren? Jeder Mensch ist in der Lage Corona-Viren zu bekämpfen, wenn er immunisiert wurde. Das kann durch eine Erkrankung passieren oder durch eine Impfung, die eine Krankheit simuliert. Sobald er immunisiert ist, kann der Körper die Covid19-Viren bekämpfen.

Parallel verkünden uns Regierung und Medien, dass das Covid19-Virus stark mutiert. Und natürlich werden bei allen immunisierten Menschen die Covid19-Mutationen erfolgreich bekämpft und damit aussortiert. Überleben und vermehren werden sich die Mutationen, für die es keine Immunisierung also auch keine Impfung gibt. Nennen wir sie Covid21. Je mehr Menschen immunisiert wurden, desto schneller wird es solche resistenten Mutationen geben: Covid21-A, Covid21-B, Covid21-C usw. Viele dieser Mutationen sind nicht lebensfähig oder können sich nicht gut verbreiten. Aber früher oder später entsteht ein neuer Typ Covid21-X, das genauso erfolgreich ist wie Covid19, nur anders. Das ist bei Atemwegserkrankungen regelmäßig so, auch bei der Grippe. Sonst würden diese Viren nach der einmaligen Durchseuchung der Bevölkerung doch aussterben, was sie dank ihrer Mutationsfähigkeit bisher niemals, nie getan haben.

„Gehen Sie zurück auf Los“

Das hat aber riesige Konsequenzen. Denn dann kann man die Covid19-Impfung quasi zeitnah einstellen. Weil sie nicht mehr schützt. Und dann sind alle bereits geimpften Personen wieder empfänglich für die neue Krankheit „Covid21“. Wie fangen mit Covid21-X wieder da an, wo wir im März 2020 mit Covid19 waren. Kein Impfstoff und keinerlei Durchseuchung.

Historisch war das bei den Grippe- und wahrscheinlich auch den Corona-Viren immer so und niemals, nie ein Problem. Jedes Jahr muss die Grippe-Impfung deshalb den zu erwartenden Virenstämmen angepasst werden. Genau deshalb gibt es trotz Impfung immer wieder Grippe-Erkrankungen und diese werden dann genau mit „ungeplanten Mutationen“ begründet. So etwas wird normalerweise weder genauer untersucht, noch an die große Glocke gehängt. Das ist halt so, und war schon immer so, genau wie die vielen Grippe-Toten unter den alten Menschen mit Vorerkrankungen.

Lügner graben sich immer ihr eigenes Grab

Aber jetzt, wo die Regierung einen völlig natürlichen Zustand plötzlich mit Lockdowns bekämpft, müssten wir wohl auf ewig eingesperrt bleiben.

Das geht aber natürlich nicht, und es wird wohl der Bevölkerung, als auch den Medien, als auch wahrscheinlich ganz zum Schluss der Regierung auffallen.

Es wird völlig klar, was von Anfang an hätte klar sein können, nein klar sein müssen: Lockdowns und Impfungen sind keine sinnvolle Strategie.

Warum war das nicht klar?

Die Meinungsvielfalt wurde eingeschränkt

Man hatte mit langfristig etablierten Mechanismen die warnenden Stimmen, die einen anderen Ansatz forderten systematisch unterdrückt. Und die demokratischen Regierungen haben sich so völlig verrannt, in eine von Anfang an irrsinnige Strategie.

Wie kam es dazu? Die Demokratie ist seit vielen Jahren inhaltlich mutiert wie ein Virus. Die Meinungsvielfalt, die mal der wesentliche Erfolgsgarant der demokratischen Systeme war, wurde schleichend abgeschafft. Dieselbe Meinungsvielfalt, die für die besten Ergebnisse in Entscheidungsprozessen sorgt, wird von den heutigen Demokraten aus strategischen Gründen nicht mehr gewünscht. Seit Jahrzehnten sind sie dabei ihre Regierungs-Strategien zum Vorteil der befreundeten Eliten und gegen die Interessen der normalen Menschen durchzusetzen. Dabei sind abweichende Meinungen hinderlich. Deshalb wurden Mechanismen etabliert, um solche abweichenden Meinungen zu unterdrücken. Dieses Unterdrücken führt zu schlechten Ergebnissen. Normalerweise mit voller Absicht. Was die normale Bevölkerung auch schon lange spürt. Das Aufkommen der Rechtspopulisten war die Folge. Aber solche Bewegungen können die Demokraten durchaus in Schach halten. Dafür haben sie langjährig erprobte Mechanismen. Man sieht es an den Grünen. Als Friedens- und Umwelt-Partei waren sie gestartet. Dann wurden die führenden Mitarbeiter über die Jahre durch solch grüne Clowns ersetzt, die sich inhaltlich von den schwarzen Clowns nicht mehr unterscheiden. Die grünen Clowns sind jetzt für mehr Militär-Einsätze der Bundeswehr und für umweltschädliches US-Fracking-Gas. Trotzdem werden die Wähler der Grünen nicht weniger und wir bekommen zur Abwechselung vielleicht eine Schwaz-Grüne-Clown-Regierung.

Wer jetzt, während der Corona-Krise, noch immer nicht gemerkt hat, dass dieses System sich seit einigen Jahrzehnten ganz klar gegen die Bevölkerung richtet, der muss schon sehr blind sein.

Nur, was kann man machen?

Ganz einfach. Wir müssen das System der parlamentarischen Demokratie beenden. Dieses System wird von den Günstlingen heute genauso zu ihrem Vorteil manipuliert, wie es bei der Kirche und den Adligen in den zurückliegenden Herrschaftsformen auch der Fall war. Das Führungspersonal ist arrogant und abgehoben. Die normale Bevölkerung leidet. Wie könnte so eine Ablösung aussehen?

Hier sind wir alle gefordert nachzudenken. Uns wird gemeinsam etwas einfallen. Auf www.autokratie.org kann man einen ersten Vorschlag finden. Solch eine komplexe Aufgabe lässt sich schlecht in einem Blog darstellen, deshalb ist der gesamte Themenkomplex „Herrschaft“ und „Freiheit“ in einem Buch dargestellt worden. Es ist ein erster möglicher Ansatz für eine Zeit nach der Demokratie. Die Strukturen wurden bewusst konstruiert, um Machtausübung gegen die Bevölkerung zukünftig zu vermeiden. Die Menschheit ist reif genug, für einen neuen Entwicklungsschritt. Wer sich für eine Zukunftsperspektive interessiert, die ohne die demokratischen Witzfiguren auskommt, der kann sich auf www.autokratie.org informieren.

Viele Grüße
Morpheus

--
Demokratie demokratisch ablösen
-------------------------------------------
Jetzt eine Autokratie einführen, um die schweren Fehler der Demokratie zu beseitigen.

Ich glaube, Ernst Wolf und einige andere...

Greenhoop, Dienstag, 19.01.2021, 22:09 vor 41 Tagen @ Morpheus 2358 Views

Die Strukturen wurden bewusst konstruiert, um Machtausübung gegen die Bevölkerung zukünftig zu vermeiden. Die Menschheit ist reif genug, für einen neuen Entwicklungsschritt.

...liegen näher an der Wahrheit, als Du es Dir vorstellen magst. Die Menschheit - möglicherweise verhält es sich in Deinem Umfeld anders - ist keineswegs bereit für einen neuen Schritt, wird auch gar nicht mehr benötigt und somit auch nicht an den zukünftigen Entscheidungen partizipieren (können). Ist es naiv zu glauben, dass die P(l)andemie nur für den Transhumanismus geschaffen wurde oder werden wir schon sehr bald, viel eher als erwartet, in die CBDC´s genötigt und mit sofortiger Wirkung entrechtet ? Noch will meiner Vorstellungskraft nicht einfallen ob dieser Schalter über Nacht umgelegt, oder in einem allmählichen Prozess vollzogen werden wird, aber die "Woke" respektive "Aufgewachten" werden mit großer Wahrscheinlichkeit an der mangelnden Erkenntnis scheitern, dass das System seinen "Willen" schlußendlich auch mit brachialer Gewalt wird durchsetzen können.

Es ist akademischer Unsinn überhaupt in Erwägung ziehen zu wollen, die Menschheit würde durch die Schwarmintelligenz die vorhandenen und stark (wichtig) besetzten Strukturen brechen können, dazu fehlt vor allem die notwendige Waffengewalt, der schwache bis fehlende Organisationsgrad und das Vorstellungsvermögen, sich zwangsläufig zivilisatorisch entweder in Richtung Mittelalter zurückzubewegen und die Abstriche als Fortschritte der Masse verkaufen zu müssen, oder den nächsten evolutorischen Schritt - Mensch 2.0 - akzeptieren zu müssen, mit der Krux, eine erhebliche Bevölkerungsreduzierung zu erfahren und persönlich nicht mit dabei sein zu können.

Nichts, aber wirklich gar nicht spricht aus meiner Sicht dafür, die Masse hätte eine Entscheidungsmöglichkeit bei der Wahl der Systeme.

Gruß - GH

Was ich sehe ist Arroganz und Dummheit und echte Waffengewalt hat keiner

Morpheus ⌂ @, Dienstag, 19.01.2021, 23:18 vor 41 Tagen @ Greenhoop 1900 Views

Hallo Greenhoop,

erinnerst du dich an die beiden Erichs vor jetzt schon 32 Jahren.
Die hatten auch eine theoretische Waffengewalt. Nur keine praktische.

Denn die Waffenträger kommen am Ende doch aus dem Volk und sind nicht völlig gefühllos.
Führern, die keine Autorität mehr sind/haben, folgen sie nicht.

Ich denke es gibt ein beschränktes Zeitfenster die Freiheit zu retten. Wenn das nicht gelingt, sind alle in Deutschland lebenden Menschen arm dran. Die deutsche Gründlichkeit und ihre gnadenlose Konsequenz hat in jeder der bisherigen Diktaturen auf deutschem Boden vielen Menschen extrem geschadet. Und das ohne die heutigen technischen Möglichkeiten. Die meisten anderen Völker sind da vom Charakter her etwas toleranter und inkonsequenter, was die alltägliche Brutalität meistens erträglicher macht.
Ich möchte mir gar nicht ausmalen, was bei einer erneuten Diktatur rauskommen würde. Ich hoffe viele andere Menschen fangen auch an mal etwas nachzudenken.

Gerade die Corona-Situation und die Reaktionen haben mir eher Mut gemacht.

Grüße
Morpheus

--
Demokratie demokratisch ablösen
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Jetzt eine Autokratie einführen, um die schweren Fehler der Demokratie zu beseitigen.

Ich mag positive Menschen...

Greenhoop, Donnerstag, 21.01.2021, 21:21 vor 39 Tagen @ Morpheus 276 Views

Hallo Greenhoop,

erinnerst du dich an die beiden Erichs vor jetzt schon 32 Jahren.
Die hatten auch eine theoretische Waffengewalt. Nur keine praktische.

Denn die Waffenträger kommen am Ende doch aus dem Volk und sind nicht völlig gefühllos.
Führern, die keine Autorität mehr sind/haben, folgen sie nicht.

Hallo Morpheus,

...die beiden Erichs wurden gesteuert und durften nichts eigenständig entscheiden, alles im Dienste einer höheren Angelegenheit, damals, als die Sache mit dem Widerstreit Nationalismus vs. Globalismus offensichtlich noch nicht entschieden war.

Warum schlich sich ein „listiger Fuchs“ in das geheimste US-Labor ein und verriet das Atomgeheimnis von Los Alamos an die Sowjetunion, der Kampf der Systeme war und ist nur eines für die Massen, Experimente aller Art werden uns doch regelmässig offenherzig verkündet und wir befinden uns - meiner Meinung nach - nur in einem Entstadium eines weiteren (Experiments).

Viele Grüße

GH

Reine Vermutungen .... jenseits von Wissenschaft ....

NST ⌂ @, Südthailand, Mittwoch, 20.01.2021, 02:47 vor 41 Tagen @ Greenhoop 1573 Views

bearbeitet von NST, Mittwoch, 20.01.2021, 03:09

Es ist akademischer Unsinn überhaupt in Erwägung ziehen zu wollen, die Menschheit würde durch die Schwarmintelligenz die vorhandenen und stark (wichtig) besetzten Strukturen brechen können ....

Meine persönliche Definition von Schwarmintelligenz: Millionen Minderbegabte organisieren sich zu einer halbwegs begabten Struktur ....

Schaut man sich das einmal genauer an, genau so funktioniert Digitaltechnik. Nur aus Nullen und Einsen werden die ganzen Simulationen und Strukturen konstruiert.

Dass aus Nullen und Einsen sehr effektive und hoch komplexe Systeme konstruiert werden können - das wissen wir inzwischen, ist eine Tatsache. Jetzt wird es sich zeigen, was das -menschliche Bewusstsein- falls es so etwas gibt, dagegen unternehmen kann.

Ich vermute mal - gar nichts. Warum?
Es ist ebenfalls eine Simulation - alles dreht sich nur im Kreis, dem Rad .....

Konkret liegt die Schlussfolgerung nahe - KI - ist der nächste Schritt auf der Skala von 0-360 Grad (wir nennen diesen Prozess Evolution) - ob wir da derzeit bei 180 Grad stehen oder an einem anderen Punkt ist nicht wirklich relevant - denn der Nulldurchgang kommt zwangsläufig. :-P

Sobald der Drehimpuls des Rades gestoppt wird - ist es vorbei mit Existenz in jeglicher Form, selbst ein Sprung ist da nicht mehr möglich - wohin denn?
Gruss

--
Buntschland bald platt?
Mir doch egal, solange mein Geld aus dem Bankomaten, mein Strom aus der Dose, mein WiFi aus der Luft, mein Wasser aus dem Hahn und meine Fressalien auf den Tisch kommen! [[freude]] ©n0by
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@NST

Weiner, Mittwoch, 20.01.2021, 13:21 vor 41 Tagen @ NST 807 Views

Sobald der Drehimpuls des Rades gestoppt wird - ist es vorbei mit Existenz in jeglicher Form.

Selbst ein Sprung ist da nicht mehr möglich - wohin denn?

Der Sprung ist sowieso immer, von hier aus gesehen, in ein NICHTS hinein, genauer gesagt dorthin, wo weder SEIN ist noch NICHTSEIN, noch WERDEN.

Es besteht aber die Option, wieder hier hereinzuschauen *). Doch eigentlich macht das kaum einer mehr, der mal gesprungen ist. Weil es langweilig ist hier. Der Bauarbeiter scheint eine Ausnahme zu sein.

Sobald der Drehimpuls des Rades gestoppt wird - ist es vorbei mit Existenz in jeglicher Form

Das ist richtig, aber der Drehimpuls der physikalischen Welt (Sonnen, Planeten) reicht noch sehr, sehr lange. Der Drehimpuls des Lebens (Biologie) ist kürzer, denn gegen Ende wird die physikalische Welt sehr heiß und dicht. Den 'Drehimpuls' der menschlichen Gattung schätze ich auf weitere 50.000 Jahre mindestens (mehr geht nur mit wirklich guter EUGENIK und sauberer Umwelt). Der Weltgeschichte, wie wir sie aktuell kennen (Staatenbildungen) gebe ich etwa 5000 Jahre.

*) hat rein gar nichts zu tun mit Inkarnation, Wiedergeburt und solchem Zeug ...

"Der Weltgeschichte, wie wir sie aktuell kennen (Staatenbildungen) gebe ich etwa 5000 Jahre."

Oblomow @, Leipzig, Mittwoch, 20.01.2021, 13:58 vor 41 Tagen @ Weiner 855 Views

Die Weltgeschichte, wäre sie ein Subjekt, sagte Danke, dass Du so freigiebig mit der Lebensdauer bist und würde Dich sicherlich auf einen Tanztee mit Schwarzwälder Kirschtorte einladen. Das ist aber nur ne Anregung und kein Beitrag zu einer Diskussion. Was mich brennend interessiert, ist, ob Gott, den es nicht gibt, davon weiß, was Du so weißt oder ob Du dem auch nur ne Anregung gibst.

Herzlich
Oblomow

--
"Der Geist wird erst frei, wenn er aufhört, Halt zu sein."

Sämtliche meine Anregungen, ...

Weiner, Mittwoch, 20.01.2021, 14:36 vor 41 Tagen @ Oblomow 867 Views

... wie alles, was war, ist und wird, in der Welt, kommen selbstverständlich von GOTT - auch wenn es ihn subjektiv gesehen nicht gibt und er objektiv zu groß ist, ihn zu erkennen. Mit der Weltgeschichte tanze ich schon seit 30 Jahren im Kreise. Und mir macht es Spaß wie Schweiß. Und GOTT weiß 's. MfG,W.

Die Frage gliedert sich in zwei Teile, wovon der erste Teil einfach, der zweite Teil jedoch schwierig zu beantworten ist. Aber vll. kannst du weiterhelfen?

Mephistopheles @, Datschiburg, Mittwoch, 20.01.2021, 22:02 vor 40 Tagen @ Oblomow 375 Views

Die Weltgeschichte, wäre sie ein Subjekt, sagte Danke, dass Du so freigiebig mit der Lebensdauer bist und würde Dich sicherlich auf einen Tanztee mit Schwarzwälder Kirschtorte einladen. Das ist aber nur ne Anregung und kein Beitrag zu einer Diskussion. Was mich brennend interessiert, ist, ob Gott, den es nicht gibt, davon weiß, was Du so weißt oder ob Du dem auch nur ne Anregung gibst.

Mit Sicherheit weiß er es, nachdem @Weiner das geäußert hat; die Frage ist aber, wusste er es auch bereits, bevor @Weiner dies äußerte?

Bis jetzt ist nur bekannt, das Gott hinterher allwissend ist.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Nichts hat sich jemals besser dazu geeignet...

Greenhoop, Donnerstag, 21.01.2021, 09:18 vor 40 Tagen @ NST 315 Views

Meine persönliche Definition von Schwarmintelligenz: Millionen Minderbegabte organisieren sich zu einer halbwegs begabten Struktur ....

... diese Aussage zum aktuellen Zeitpunkt zu widerlegen, wie die Zeit der P(l)andemie. Da glaube ich eher an die Wiedergeburt und der Aussage von Konfuzius, das Seelenalter sei ein Entwicklungsprozess, ein Erfahrungsprozess, der über viele Leben reicht und den man in bestimmte Zyklen unterteilen kann.

Habe mir hierzu vor einigen Jahren aufgrund einer Empfehlung das Buch Geheimnis des Lichtes von Walter Russel zugelegt, das Universalgenie welches durch Kontemplation das eigene kreative Potential entdeckten und es im Dienste für die Menschheit einsetzen wollte. Von der Weiterentwicklung der - wie Du sieht nennst - "Minderbegabten" sind wir entgegen der Aussage und Hoffnung vieler, Welten entfernt. Niemals hätte ich mir träumen lassen, die Menschheit in derartiger kollektiver Umnachtung erfahren zu müssen.

Gruß

Machen braucht man nichts; das macht sich schon

Mephistopheles @, Datschiburg, Dienstag, 19.01.2021, 22:18 vor 41 Tagen @ Morpheus 2070 Views

Für die frühe Politik aller Kulturen sind die leitenden Mächte fest gegeben. Das gesamte Dasein ist streng in patriarchalischer und sinnbildlicher Form; die Bindungen des mütterlichen Landes sind so stark, der Lehnsverband und auch noch der Ständestaat sind für das in sie gebannte Leben etwas so Selbstverständliches, daß die Politik der homerischen und gotischen Zeit sich darauf beschränkt, im Rahmen der schlechthin gegebenen Form zu handeln. Diese Formen ändern sich gewissermaßen von selbst. Daß das eine Aufgabe der Politik sei, kommt niemand deutlich zum Bewußtsein, selbst wenn ein Königtum gestürzt oder ein Adel untertänig wird. Es gibt nur Standespolitik, kaiserliche, päpstliche, Vasallenpolitik. Das Blut, die Rasse, spricht aus triebhaften, halbbewußten Unternehmungen, denn auch der Priester, soweit er Politik betreibt, handelt hier als Mensch von Rasse. Die »Probleme« des Staates sind noch nicht erwacht. Das Herrschertum und die Urstände, die ganze frühe Formenwelt überhaupt ist gottgegeben, und nur unter ihrer Voraussetzung bekämpfen sich organische Minderheiten, Faktionen. Zum Wesen der Faktion gehört, daß ihr der Gedanke, die Ordnung der Dinge könne planmäßig geändert werden, gar nicht zugänglich ist. Sie will innerhalb dieser Ordnung einen Rang erkämpfen, Macht und Besitz, wie alles Wachsende in einer wachsenden Welt. Es sind Gruppen, in denen Verwandtschaft der Häuser, Ehre, Treue, Bündnisse von fast mystischer Innerlichkeit eine Rolle spielen und abstrakte Ideen ganz ausgeschlossen bleiben. So sind die Faktionen in homerischer und gotischer Zeit, Telemach und die Freier in Ithaka, die Blauen und Grünen unter Justinian, die Welfen und Waiblinger, die Häuser Lancaster und York, die Protestanten, die Hugenotten und auch noch die treibenden Mächte der Fronde und der ersten Tyrannis. Das Buch von Macchiavelli ruht ganz auf diesem Geist.
Die Wendung tritt ein, sobald mit der großen Stadt der Nichtstand, das Bürgertum die Führung übernimmt. Jetzt ist es im Gegenteil die politische Form, die zum Gegenstand des Kampfes, zum Problem erhoben wird. Bis dahin war sie gereift, jetzt soll sie geschaffen werden. Die Politik wird wach, nicht nur begriffen, sondern auch auf Begriffe gebracht. Gegen Blut und Tradition erheben sich die Mächte des Geistes und Geldes. An Stelle des Organischen tritt das Organisierte, an Stelle des Standes die Partei. Eine Partei ist kein Rassegewächs, sondern eine Sammlung von Köpfen und deshalb an Geist den alten Ständen ebenso überlegen, wie sie an Instinkt ärmer ist als sie. Sie ist der Todfeind aller gewachsenen ständischen Gliederung, deren bloßes Vorhandensein ihrem Wesen widerspricht. Eben deshalb ist der Begriff der Partei immer mit dem unbedingt verneinenden, auflösenden, gesellschaftlich einebnenden der Gleichheit verbunden. Nicht Standesideale, sondern nur noch Berufsinteressen werden anerkannt. Aber auch mit dem ebenso verneinenden der Freiheit: Parteien sind eine rein städtische Erscheinung. Mit der völligen Befreiung der Stadt vom Lande weicht die Standespolitik überall der Parteipolitik, ob wir davon Kenntnis haben oder nicht, in Ägypten mit dem Ende des Mittleren Reiches, in China mit den kämpfenden Staaten, in Bagdad und Byzanz mit der Abbassidenzeit. In den Hauptstädten des Abendlandes bilden sich die Parteien parlamentarischen Stils, in den Stadtstaaten der Antike die Parteien des Forums, und Parteien magischen Stils kennen wir in den Mavali und den Mönchen des Theodor von Studion.
Immer aber ist es der Nichtstand, die Einheit des Protestes gegen das Wesen des Standes überhaupt, dessen führende Minderheit – »Bildung und Besitz« – als Partei auftritt, mit einem Programm, einem nicht gefühlten, sondern definierten Ziel und der Ablehnung alles dessen, was sich verstandesmäßig nicht erfassen läßt. Es gibt deshalb im Grunde nur eine Partei, die des Bürgertums, die liberale, und sie ist sich dieses Ranges auch bewußt. Sie setzt sich dem »Volke« gleich. Ihre Gegner, die echten Stände vor allem, »Junker und Pfaffen«, sind Feinde und Verräter »des Volkes«, die eigne Meinung ist die »Stimme des Volkes«, die diesem mit allen Mitteln parteipolitischer Bearbeitung, der Rede des Forums, der Presse des Abendlandes eingeimpft wird, um dann vertreten zu werden.
Die Urstände sind Adel und Priestertum. Die Urpartei ist die des Geldes und Geistes, die liberale, die der großen Stadt. Hier liegt die tiefe Berechtigung der Begriffe Aristokratie und Demokratie, und zwar für alle Kulturen. Aristokratisch ist die Verachtung des Geistes der Städte, demokratisch die Verachtung des Bauern, der Haß gegen das Land. Es ist der Unterschied von Standespolitik und Parteipolitik, von Standesbewußtsein und Parteigesinnung, von Rasse und Geist, Wachstum und Konstruktion. Aristokratisch ist die vollendete Kultur, demokratisch die beginnende weltstädtische Zivilisation, bis der Gegensatz im Cäsarismus aufgehoben wird. So gewiß der Adel der Stand ist, und der tiers es niemals dahin bringt, in dieser Weise wirklich in Form zu sein, so gewiß mißlingt es dem Adel, als Partei sich nicht zu organisiseren, aber zu fühlen.
Aber der Verzicht darauf steht ihm nicht frei. Alle modernen Verfassungen verleugnen die Stände und sind auf die Partei als die selbstverständliche Grundform der Politik hin angelegt. Das 19. Jahrhundert, und also auch das vorchristliche dritte, ist die Glanzzeit der Parteipolitik. Ihr demokratischer Zug erzwingt die Bildung von Gegenparteien, und während einst – noch im 18. Jahrhundert! – der tiers sich nach dem Vorbild des Adels als Stand konstituierte, so entsteht jetzt nach dem Vorbild der liberalen das Abwehrgebilde der konservativen Partei, durchaus von deren Formen beherrscht, verbürgerlicht, ohne bürgerlich zu sein, und auf eine Taktik verwiesen, deren Mittel und Methoden ausschließlich durch den Liberalismus bestimmt sind. Sie haben nur die Wahl, diese Mittel besser zu handhaben als der Gegner oder zu unterliegen, aber es ist tief im Wesen eines Standes begründet, daß er diese Lage nicht begreift und nicht den Feind, sondern die Form bekämpfen will: Ein Appell an die äußersten Mittel, der zu Beginn jeder Zivilisation die Innenpolitik ganzer Staaten verheert und sie dem äußeren Gegner wehrlos überliefert. Der Zwang jeder Partei, der Erscheinung nach bürgerlich zu sein, erhebt sich zur Karikatur, sobald sich unterhalb der städtischen Schichten von Bildung und Besitz auch noch der Rest als Partei organisiert. Der Marxismus z.B., der Theorie nach eine Verneinung des Bürgertums, ist als Partei nach Haltung und Führung spießbürgerlich durch und durch. Es besteht ein fortwährender Konflikt zwischen dem Wollen, das notwendig aus dem Rahmen der Parteipolitik und damit jeder Verfassung heraustritt – beides ist ausschließlich liberal – und ehrlicherweise nur als Bürgerkrieg bezeichnet werden kann, und dem Auftreten, das man sich schuldig zu sein glaubt und das man jedenfalls haben muß, um in dieser Zeit irgendeinen dauernden Erfolg zu erzielen. Aber das Auftreten einer Adelspartei in einem Parlament ist innerlich ebenso unecht wie das einer proletarischen. Nur das Bürgertum ist hier zu Hause.
In Rom haben Patrizier und Plebejer von der Einsetzung der Tribunen 471 bis zur Anerkennung ihrer gesetzgeberischen Vollmacht in der Revolution von 287 im wesentlichen als Stände gekämpft. Von da an besitzt dieser Gegensatz nur noch genealogische Bedeutung, und es entwickeln sich Parteien, die man sehr wohl als liberal und konservativ bezeichnen kann: der auf dem Forum tonangebende Populus197 und die Nobilität mit ihrem Stützpunkt im Senat. Dieser hat sich um 287 aus einem Familienrat der alten Geschlechter in einen Staatsrat der Verwaltungsaristokratie verwandelt. Dem Populus stehen die nach dem Besitz abgestuften Zenturiatkomitien und die Gruppe der großen Geldleute, der equites, nahe, der Nobilität die in den Tributkomitien einflußreiche Bauernschaft. Man denke dort an die Gracchen und Marius, hier an C. Flaminius; und man braucht nur schärfer hinzusehen, um die ganz veränderte Stellung der Konsuln und Tribunen zu bemerken. Sie sind nicht mehr die ernannten Vertrauensmänner des ersten und dritten Standes, deren Haltung damit bestimmt ist, sondern sie vertreten und wechseln die Partei. Es gibt »liberale« Konsum wie den älteren Cato und »konservative« Tribunen wie Octavius, den Gegner des Ti. Gracchus. Beide Parteien stellen für die Wahlen ihre Kandidaten auf und suchen sie mit allen Mitteln demagogischer Bearbeitung durchzubringen, und wenn das Geld bei den Wahlen keinen Erfolg gehabt hat, so gelingt es ihm bei den Gewählten immer besser.
In England haben Tories und Whigs zu Beginn des 19. Jahrhunderts sich selbst als Parteien konstituiert, der Form nach verbürgerlicht und dem Wortlaut nach beide das liberale Programm angenommen, wodurch die öffentliche Meinung wie immer vollkommen überzeugt und zufriedengestellt war.198 Durch diese meisterhaft und rechtzeitig vollzogene Schwenkung ist es überhaupt nicht zur Bildung einer standesfeindlichen Partei gekommen wie in dem Frankreich von 1789. Die Mitglieder des Unterhauses wurden aus Sendboten der herrschenden Schicht zu Volksvertretern, die von ihr weiterhin finanziell abhängig waren; die Führung blieb in derselben Hand und der Parteigegensatz, für den sich seit 1830 die Worte liberal und konservativ wie von selbst einstellten, beruhte auf einem Mehr oder Weniger, nicht auf einem Entweder-Oder. Es sind dieselben Jahre, in denen die literarische Freiheitsstimmung des »Jungen Deutschland« in eine Parteigesinnung überging, und wo in Amerika unter Präsident Jackson sich der republikanischen Partei gegenüber die demokratische organisierte und der Grundsatz, daß Wahlen ein Geschäft und sämtliche Staatsämter die Beute des Siegers seien, in aller Form anerkannt wurde.199
Aber die Form der regierenden Minderheit entwickelt sich vom Stand über die Partei hinaus unaufhaltsam weiter zur Gefolgschaft von Einzelnen. Das Ende der Demokratie und ihr Übergang zum Cäsarismus äußert sich deshalb darin, daß nicht etwa die Partei des dritten Standes, der Liberalismus verschwindet, sondern die Partei als Form überhaupt. Die Gesinnung, das volkstümliche Ziel, die abstrakten Ideale aller echten Parteipolitik lösen sich auf, und an ihre Stelle tritt die Privatpolitik, der ungehemmte Machtwille weniger Rassemenschen. Ein Stand hat Instinkte, eine Partei hat ein Programm, eine Gefolgschaft hat einen Herrn: das ist der Weg von Patriziat und Plebs über Optimaten und Populären zu den Pompejanern und Cäsarianern. Das Zeitalter der echten Parteiherrschaft umfaßt kaum zwei Jahrhunderte und ist für uns seit dem Weltkrieg bereits in vollem Niedergang begriffen. Daß die gesamte Masse der Wählerschaft aus einem gemeinsamen Antrieb heraus Männer entsendet, die ihre Sache führen sollen, wie es in allen Verfassungen ganz naiv gemeint ist, war nur im ersten Anlauf möglich und setzt voraus, daß nicht einmal die Ansätze zur Organisation bestimmter Gruppen vorhanden sind. So war es 1789 in Frankreich, 1848 in Deutschland. Mit dem Dasein einer Versammlung ist aber sofort die Bildung taktischer Einheiten verbunden, deren Zusammenhalt auf dem Willen beruht, die einmal errungene herrschende Stellung zu behaupten, und die sich nicht im geringsten mehr als Sprachrohr ihrer Wähler betrachten, sondern umgekehrt diese mit allen Mitteln der Agitation sich gefügig machen, um sie für ihre Zwecke einzusetzen. Eine Richtung im Volk, die sich organisiert hat, ist damit bereits das Werkzeug der Organisation geworden und sie schreitet unaufhaltsam auf diesem Wege weiter, bis auch die Organisation das Werkzeug der Führer geworden ist. Der Wille zur Macht ist stärker als alle Theorie. Am Anfang entsteht die Führung und der Apparat des Programms wegen; dann werden sie von den Inhabern um der Macht und Beute willen verteidigt, wie es heute schon ganz allgemein der Fall ist, wo in allen Ländern Tausende von der Partei und den von ihr vergebenen Ämtern und Geschäften leben, und endlich verschwindet das Programm aus der Erinnerung und die Organisation arbeitet für sich allein.

Text geklaut, weil er hier passt.
Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

systemisch richtig erkannt, hierzu

aman13 @, Mittwoch, 20.01.2021, 04:05 vor 41 Tagen @ Morpheus 1441 Views

gibt es sehr gute Vorträge von Andreas Popp.

Angeblich sollen die Alten Griechen immer gewarnt haben, dass
A- Demokratie die schlechteste aller Regierungsformen ist
B- u.a. weil sie immer zwangsläufig in Tyrannei endet...das.ist per Default so.

Jetzt sind wir in der Tyrannei und haben den "Salat"..aus Bequemlichkeit..

Was verstanden die alten Griechen zu welcher Zeit unter Demokratie?

Mephistopheles @, Datschiburg, Mittwoch, 20.01.2021, 08:50 vor 41 Tagen @ aman13 1087 Views

gibt es sehr gute Vorträge von Andreas Popp.

Angeblich sollen die Alten Griechen immer gewarnt haben, dass
A- Demokratie die schlechteste aller Regierungsformen ist
B- u.a. weil sie immer zwangsläufig in Tyrannei endet...das.ist per Default so.

Jetzt sind wir in der Tyrannei und haben den "Salat"..aus Bequemlichkeit..

Ich möchte hier keineswegs eure Hausaufgaben erledigen, sondern nur darauf hinweisen, dass ihr mit der hegelianischen Begriffshuberei einem anachronistischen Irrtum anheimfallt. Die Hegelianer meinen tatsächlich, wenn sie erst einmal einen Begriff hätten, dann könnten sie die Welt damit aus den Angeln heben und übersehen dabei völlig, dass sich der Begriff "Demos" bereits in der Antike gendert haben muss. Zeit läuft nämlich ab.

Das war den alten Griechen mit ihrer ahistorischen Sicht der Welt noch völlig unbekannt, ist aber in der eminent historischen faustischen Betrachtungsweise völlig unabdingbar. Weil sich "Demos" ständig geändert hat, weiß man bis heute nicht genau, was das eigentlich war, eine antike Demokrqatie. Was ist Demos und wie wird die Herrschaft der Demen praltisch umgesetzt? Wir wissen von Volksabsimmungen, aber keinen Herrschaftsorganene der Demen.

Ganz anders die faustische Demokratie. Die ist dadurch gekennzeichnet, dass

- das Volk nichts zu sagen hat und keine Entscheidungen treffen darf, dafür aber in einem obskuren Prozess wählen darf, wer die Regierung bilden soll, unter welcher das Volk nichts zu bestimmen hat
- Der Wahlprozess ist - wie alles in der faustischen Demokratie - zwar theoretisch offen und einsehbar, praktisch aber äußerst obskur
- dafür, dass das Volk nichts zu sagen hat, muss es in einer faustischen Demokratie jedoch die volle Haftung übernehmen. Daran wird die faustische Demokratie auch enden.

Gruß Mephistopheles

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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Cyberpunk 2077?

stocksorcerer @, Mittwoch, 20.01.2021, 13:02 vor 41 Tagen @ Morpheus 975 Views

Mal Spaß beiseite; Gier und Machthunger wird es immer geben. Und die Gewinner dieser Geschichte sind - wie immer - große Player. Big Tech, Big Money, wie Trump sagen würde, wenn er noch etwas zu sagen hätte. Große Konzerne bzw. Logen, die die Welt aufteilen und von willfährigen Pennern zum Schein regieren lassen, mit welcher Illusion für die Deppen auch immer. Die Hintergrundstory und manche kleine Episode von Cyberpunk sind da sehr nah an der Wahrheit. Und manche Dialoge darin sind einfach bloß genial.

Deshalb gehe ich davon aus, dass wir auch weiter Konflikte sehen werden von großen Playern, die meinen, dass sie ein größeres Stück vom Kuchen verdient hätten. Die Welt bleibt dieselbe, sie wird höchstens noch verkommener als sie ohnehin schon ist. Und die Bürger bleiben, was sie sind, weitgehend ahnungslos, bloß viel besser kontrolliert und konditioniert als jemals zuvor. Lisa Fitz hat da bei ihrem jüngsten Auftritt und einem eigentlich schon ausgelutschten Bild aber genau den Kern getroffen. Die gewöhnlichen Menschen sind nichts anderes als Batterien; sind sie leer, werden sie entsorgt.

https://www.youtube.com/watch?v=tKmdvjXbD3I

Gruß
stocksorcerer

Durchfilzung der Parteien, Beitrag von von Taurec

el_mar @, Mittwoch, 20.01.2021, 16:48 vor 41 Tagen @ stocksorcerer 1021 Views

hier

"Es ist ein geschlossenes System, dessen Angehörige alle ins selbe Horn stoßen, so daß das augenscheinliche Fehlen einer fundamentalen Opposition als Ausweis der Makellosigkeit des Systems dient. Wer dem tatsächlich widerspricht, ist moralisch verächtlich und steht außerhalb, während aus dem Inneren des Systems keine Reform möglich ist."

Saludos

el mar

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Sorry, der Lebensstil den Sie geordert haben, ist ausverkauft!

Robert Michels

Oblomow @, Leipzig, Mittwoch, 20.01.2021, 19:45 vor 40 Tagen @ el_mar 685 Views

Ein oberkluger Mann, der ueber das Wesen politischer Parteien das Entscheidende gesagt hat.

https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Michels

Herzlich
Oblomow

--
"Der Geist wird erst frei, wenn er aufhört, Halt zu sein."

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Wandere aus, solange es noch geht.