Verfügt die FED über einen digitalen Zwilling des Geldsystems?

Amos, Dienstag, 13.10.2020, 11:38 vor 51 Tagen 1237 Views

...und falls ja, was wäre damit machbar?

Die Frage der Zentralbankgremien ist ja, an wann erkennt man, dass der Bogen überspannt ist.

Ein Mehrwert für Zentralbanken durch einen digitalen Zwilling des Geldsystems wäre theoretisch möglich.
Der unmittelbare Zugang zu Rohdaten von Unternehmen ermöglicht eine enorme Wertschöpfung. Die prüffeste Abbildung der Daten im Digital Twin nach Michael Grieves ermöglicht neuartige Modelle, die auf Echtzeit-Erfassung der Gesundheit der realen Wirtschaft beruhen.
So ein Echtzeit Fieberthermometer wäre schon schön, bisher kommen die Daten ja immer mit 3 Monaten Verspätung.

Ob dynamische Kreditratings, nutzungsbasierte Versicherung, oder dynamische Abschreibung von Assets und deren automatisierte Prüfung – Rohdatenanalyse ist der Schlüssel zu optimaler Effizienz.

In der Industrie wird das Konzept ja bereits eingesetzt, aber ist es auf die Finanzwelt übertragbar?

Eine Studie darüber könnte folgende Überschrift haben:

This paper introduces the concept of a Digital Twin as a virtual representation of what has been created. Compare a Digital Twin to its engineering design to better understand what fiat was created versus what was designed, tightening the loop between design and execution.

Viele Grüße
amos

Wie wär's, wenn Du in Deinem Posting erst einmal erklärst, was das sein soll? owT

BerndBorchert @, Dienstag, 13.10.2020, 12:53 vor 51 Tagen @ Amos 406 Views

Und was soll dieser digitale Zwilling im Fall des Geldsystems sein? (welches ja sowieso schon fast vollständig digital ist) owT

BerndBorchert @, Dienstag, 13.10.2020, 15:25 vor 51 Tagen @ Amos 305 Views

Der Ankauf von Staatsanleihen erfolgt real und nicht virtuell,

Amos, Dienstag, 13.10.2020, 15:49 vor 51 Tagen @ BerndBorchert 492 Views

bearbeitet von Amos, Dienstag, 13.10.2020, 16:09

der Vorteil eines digitalen Zwillings ist, dass der digitale Schatten, also die Messwerte aus der realen Welt zuerst in die virtuelle Welt des Zwillings eingespielt werden, dort gibt es dann anders als in der realen Welt nicht nur ein Folgeszenario, das sich aus einer geldpolitischen Intervention ergibt, sondern man kann mit dem Optimizer einige Szenarien rechnen.

Hat der Optimizer eine gute Lösung gefunden, erfolgt ein digitaler Impuls vom digitalen Zwilling in Richtung reale Finanzwelt.
Die Frage ist also, kann die Börse als Echtzeitthermometer benutzt werden, um die Gesundheit der Unternehmen zu messen, oder gibt es bereits jetzt ein Bilanz Reporting auf Tagesbasis?

Wenn das funktionieren soll, müssten ja alle Unternehmenszahlen auf Tagesbasis vorhanden sein, bisher gibt es aber nach meinem Wissen nur die Quartalsberichte.

Eventuell lesen ja hier Leute aus der Schweiz mit. Welche Möglichkeiten bietet das Avaloq Kernbankensystem inzwischen in dieser Hinsicht? Einige sehr brauchbare Leistungsmerkmale wie die Anbindung an SIRON gibt es ja schon.

NEC will sein Wissen über biometrische Sicherheitssysteme und künstliche Intelligenz mit den zugekauften Angeboten verbinden und für Avaloq Märkte wie Japan erschließen.

Ich traue es NEC durchaus zu, das erfolgreiche Konzept aus der Industrie nun in das Kernbankensystem zu bringen!

Die 2,05 Milliarden für die Übernahme von Avaloq sind gut investiert

Viele Grüße
amos

JP Morgan (Echtzeitansicht der Kassenbilanzen), weiß jemand hierzu näheres? Gibt es Firmen, die dieses System bereits produktiv nutzen?

Amos, Dienstag, 20.10.2020, 10:06 vor 44 Tagen @ Hardy, der Student 109 Views

Viele Grüße
amos

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