Trump, Putin, Xi, der falsche Franziskus und das Neueste vom Ende der Geschichte 1. Teil

Diogenes Lampe @, Montag, 02.09.2019, 18:30 vor 820 Tagen 23844 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 02.09.2019, 19:03

"Ihr werdet kotzen!"

Statt eines Vorworts hier einige Vorbemerkungen von mir über den Ausgang der Wahlen in Sachsen und Brandenburg

Die Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg werden den einen oder anderen Flügel-Patrioten enttäuscht haben. Nicht wenige hatten gehofft, dass die AfD wenigstens in einem der beiden Bundesländer stärkste Kraft wird und die dreistesten Optimisten, dass sie in Sachsen sogar die Regierung übernehmen könnte.

Ich selbst bin dagegen überzeugt, dass genau dieser Ausgang der Wahlen in Anbetracht der gesamtpolitischen Situation in der BRD für die Partei der beste überhaupt ist, um einen wirklich starken und vor allem nachhaltigen politischen Wandel herbeizuführen; besser noch, als hätte sie bereits zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine absolute Mehrheit erreicht.

Warum ich das so einschätze? Weil sie nun einen Anlauf nehmen kann, der ihr - ähnlich wie der, den Salvini in Italien nun mit seiner Lega nach dem schon jetzt abzusehenden Zusammenbruch der Regierung Conte 2.0 nehmen wird - zum Sprung über die höchste parlamentarische Latte der absoluten Mehrheit bei den nächsten Wahlen überhaupt erst den nötigen Schwung verleiht. Und die werden womöglich nicht mehr fünf Jahre auf sich warten lassen. Meine Überlegungen sind diese:

1. Natürlich basiert wenigstens die sächsische Wahl nach meinem Dafürhalten von vornherein auf Wahlbetrug, zu dem sich die Kartellparteien mit dem Landeswahlausschuss gemeinsam verabredet haben, um die AfD aufzuhalten. Was sich dann noch an Betrügereien und Fälschungen während der Wahl in den einzelnen Wahlkreisen abgespielt haben könnte, spielt da kaum noch eine Rolle. Fakt ist, dass das Ergebnis der Wahl und die Sitzverteilung im Landesparlament so oder so nicht dem sogenannten Wählerwillen entspricht, da das Landesverfasssungsgericht mit juristisch kaum haltbarer Begründung der AfD wegen eines angeblichen -und wenn, dann eben nur sehr läßlichen Formfehlers bisher nur 30 Abgeordnete zugebilligt hat.

An diesem Betrug wird das Bundesverfassungsgericht am Ende nicht vorbei gehen können, will es kein gefährliches Präzidenzurteil sprechen, dass dann letztlich den Kartellparteien selbst schaden könnte. Wahlsieger Urban hat denn auch schon frühzeitig angekündigt, selbstverständlich auf alle 38 Abgeordneten zu bestehen, die der AfD schon jetzt zustehen würden. Neuwahlen beim Verfassungsgericht zu erwirken, dafür stehen die Chancen also alles andere als schlecht. Die aber werden dem jetzt noch amtierenden Ministerpräsidenten mächtig auf die Füße fallen.

2. Und auch ohne dieses Dilemma kann der Wahlverlierer Kretschmer nur noch weiter verlieren. Nicht nur hat die CDU enorme Verluste einstecken müssen, bei denen früher jeder Regierungschef schamvoll zurückgetreten wäre. Seine neue Amtsübernahme bleibt dazu noch vorläufig erst mal in der juristischen Schwebe. Es geht nun also so folgerichtig wie unaufhaltsam immer weiter bergab mit der CDU in Sachsen. Denn auch wirtschaftlich wird sie kaum punkten können, wenn schon jetzt klar ist, dass da eine Kretschmer-Regierung amtiert, deren Legitimation bereits in Zweifel steht, bevor sie überhaupt gebildet wurde. Ein Graus für alle potentiellen Investoren, die so händeringend gesucht werden.

3. Mit dem Rausschmiss Maaßens aus dem CDU-Wahlkampf dort hat der Dussel, der auch diesmal seinen eigenen Wahlkreis nicht mehr gewinnen konnte, die Partei weiter gespalten, sich einflussreichste Feinde verschafft und somit seine eigene Stellung in ihr enorm geschwächt. Das wissen natürlich auch die Relotiusmedien und loben ihn nun als Wahlgewinner in Grund und Boden, damit er sich auch weiter auf seinem Posten halten kann. Doch als Mann von Merkel und AKK wird er sich nicht mehr lange gegen die Gallionsfigur der Merkelhasser in der CDU behaupten können. Nicht Friede-Freude-Einigkeit, sondern Feind-Todfeind-Parteifreund ist jetzt nach der Wahl die Devise.

4. Die wird auch ganz sicher nicht gemildert, wenn er nun gezwungen ist, mit einer SPD, die schon bald entschlossen unter die 5 % - Hürde springt, und mit den Grünen, die trotz des von der transatlantischen Lügenpresse gepuschten Hypes kein zweistelliges Ergebnis einfahren konnte, zu koalieren. Da aber die Koalitionsverhandlungen ohnehin erstmal nur provisorisch sein können, dazu die nun endliche Kleinpartei SPD mit ihren 7,7 % und die Klima-Grünen mit ihren 8,6 % die CDU mit ihren 32,1 %, nach herzenslust politisch erpressen und weiter in die linke Ecke drücken werden, muss es angesichts der bevorstehenden Verhandlungen vor den Verfassungsgerichten die Merkelpartei nun im Innern regelrecht zerreißen. Denn angesichts dieses Schrittes von Herrn Urban, dem Ausgeschlafenen, der die Merkelei so nicht mehr aus den negativen Schlagzeilen kommen lassen wird, muss natürlich die sogenannte Werte-Union mit ihrem Ex-Verfassungsschutzchef innerhalb der CDU weiter an Zulauf gewinnen. Die intellektuell nunmal streng limitierte AKK wird sich also kaum noch lange auf dem Chefsessel der CDU halten. Zumal die saarländische Putzfrau als neue Verteidigungsministerin auch nur alles falsch machen kann.

5. "Die Grünen werden mit in der Regierung sein und ihr werdet kotzen" - soll Kretschmer den Sachsen noch vor der Wahl zugerufen haben. Kotzen aber wird am Ende des Tages der, welcher sich in die politischen Lage, in die er sich selbst reinmanövriert hat, noch tiefer reinschlamasseln muss. Mit SPD und Grünen, die politischen Brechmittel der BRD schlechthin, dürfte Kretsche demnächst also tatsächlich und ganz fürchterlich reihern.

6. In Brandenburg ist die Situation ähnlich, nur dass hier die CDU brutal abgeschmiert ist und die SPD noch immer den Ministerpräsidenten stellen kann. Aber auch hier geht es nur noch darum, alle Kartellparteien ungeachtet ihrer sonstigen Interessenlagen, für die sie gewählt wurden, als Einheitsparteien gegen die AfD in Stellung zu bringen.

Woidke, dessen Partei mit 5,7 % Miese in Richtung Keller gerutscht ist und der eigentlich nur noch durch seinen Amtsbonus auf die kläglichen 26,2 % der Stimmen kam, während die Afd keine drei Prozentpunkte von ihr entfernt auf die künftige Machtübernahme lauert und mit einem sagenhaften Stimmenzuwachs von 11, 3 % jetzt auf 23,5 % verweisen kann, ist weit davon entfernt, eine stabile Regierung bilden zu können. Die Linken sind mit einem Verlust von 7,9 % regelrecht baden gegangen. In Sachsen brachte sie es sogar auf satte 8,5 % Verluste. Das ist vermutlich die Quittung, die ich ihnen prognostiziert habe, als ich das Vergraulen von Sarah Wagenknecht durch die Trotzkisten thematisierte.

Damit aber stehen nun auch die Linken mit ihren 10,7 % vor der inneren Zerreißprobe. Denn auch hier geht die Tendenz kräftig Richtung Süden. Nochmal! Ganze 7,9 % sind futsch! Dazu konnten sich die Grünen auch noch ganz knapp mit 10,8 % in die Zweistelligkeit quälen und nun vor die Linken schieben. Damit hat sich die Gysi-Kipping-Partei als volkstümelnde Protestpartei im Osten verabschiedet und ihren Platz als stärkste Oppositionskraft für die AfD geräumt, der sie prozentual nicht mehr das Wasser reichen kann. Und daran wird sich auch künftig nichts mehr ändern können. Denn der "Proll" ist auf Nimmerwiedersehen zur AfD gewandert und das trotzkistische Gutmenschentum zu den Grünen. Denn da wird die wesentlich bessere Weltuntergangsstimmung gemacht.

Die CDU ist in Brandenburg fast genauso abgeschmiert wie in Sachsen. 7,4 % der Wähler sind zu anderen Parteien geflüchtet und nun steht sie nur noch mit 15,6 % zu Buche. Also hat Woidke nur noch die Koalitionswahl zwischen rot-rot-grün und rot-schwarz-grün, will er halbwegs bequem regieren. Er könnte es auch mit CDU und Freien Wählen probieren, doch wenn Letztere einigermaßen bei Verstand sind und ihren Einzug ins Landesparlament bei der nächsten Wahl nicht gleich wieder als neues Mitglied des Merkel-Parteienkartells riskieren wollen, werden sie sich kaum einer Verlierer-Koalition mit SPD und CDU anschließen. Wenn doch, dann sollten sie die Zeit in der Landesregierung wie im Landesparlament genießen. Denn die wird nicht wiederkommen.

Fazit: Die Zeiten werden weder für Woidke noch für Kretschmer besser. Sie können jetzt nur noch immer weiter alles falsch machen, um sich an der Macht zu halten. Der innere Zerreißprozess in ihren Parteien läßt sich mit den Mitteln eines gegen die AfD gebildeten Machtkartells nicht mehr kaschieren, geschweige aufhalten, aber ganz sicher noch forcieren.

Ohne dem Wahlergebnis in Thüringen vorgreifen zu wollen: Auch dort wird die AfD Rekordgewinne einfahren. Selbst wenn Höcke nicht Ministerpräsident wird. Gelingt ihm aber mit seinen Mitstreitern auch ein zweistelliges Ergebnis jenseits der 20 % - also den Stimmenanteil seiner Partei, wie in Brandenburg, zu verdoppeln - dann können auch im Land der Wartburg und der Weimarer Klassik gegen die AfD nur noch groteske Kartellparteikoalitionen ausbaldovert werden, welche nicht die geringste Chance haben, mit ihrem "Bündnis" ihren Untergang in der nächsten Legislaturperiode aufzuhalten. Schon deshalb nicht, weil sie auf Gedeih und Verderb zusammenhalten müssen, um sich gegen ihre schlimmste Reizfigur Höcke und die praktische politische Vernunft zu behaupten. Also werden sie sich aufgrund ihrer jeweiligen parteilichen Interessenlagen, deren einzige gemeinsame Geschäftsgrundlage die generelle Ablehnung jeglicher parlamentarischen Zusammenarbeit mit der AfD ist, zwangsläufig gegenseitig in den transatlantischen Sumpf ziehen und damit ihre ohnehin nur Scheinlegitimation vor dem Volk völlig verlieren. Denn ihre übrigen Interessen als eigenständige Parteien verhalten sich nunmal nicht selten antagonistisch zueinander, so dass ihr Kartell gar nichts anderes mehr bewerkstelligen kann, als an seinen unaufhebbaren Widersprüchen, die lediglich falsche Kompromisse und somit ein weiteres Wählervergraulen zustande bringen, zugrunde zu gehen.

Geht die Linke, die dort mit dem blassen wenn auch russenfreundlichen Ramelow bisher den Ministerpräsidenten stellt, am 27. Oktober ebenfalls baden; wird die CDU für ihre Kolaboration gegen die AfD entsprechend abgestraft und die SPD, die ohne Spitzenkandidaten antreten muss, endlich in die Einstelligkeit verwiesen, dann wird auch hier der große Feind der Kartellparteien nicht Höcke sein, sondern der nächste Parteifreund aus den eigenen Reihen. Selbst wenn die Grünen auch hier zulegen könnten und statt Ramelow Wagenknecht dort Spitzenkandidat wäre, würde sich daran nichts mehr ändern können. Genau so wirkt eben die AfD!

Die Merkelei ist unwiderruflich am Ende. Die Abwicklung dieses verbrecherischen Kartellparteiensystems muss wohl noch etwas Zeit für sich in Anspruch nehmen. Aber gut Ding will nunmal Weile haben. Vor allem bei uns Deutschen, die eben nie französische Revolutionäre werden können. Und das ist gut so! Das hat schon die kläglich gescheiterte sogenannte Novemberrevolution 1918 eindrucksvoll bewiesen und das haben nun auch die beiden Wahlen im Osten wieder einmal gezeigt. Aber letztlich reden wir hier bei allem immer nur vom Staatstheater. Die tatsächlichen Entscheidungen werden - schönen Gruß von "Kanzler Seehofer"! - ganz woanders getroffen. Wo, das läßt sich am Besten herausfinden, wenn man seinen Blick wieder von einem höheren Standort aus auf das Desaster der Altparteien-Niederungen wirft, der den akuten internationalen Entwicklungs -und Veränderungsbedingungen auf unserem Globus deutlicher Rechnung trägt.

Wer sich jetzt noch die kluge und weise Bemerkung Gaulands auf der Bismarckhöhe in Werder bei Potsdam anläßlich der Siegersparty zu Herzen nimmt, mit der er allen Deutschen ins Stammbuch schrieb, dass es mit der AfD in Deutschland eben keinen Rechtsruck geben wird sondern einen in Richtung Vernunft - wobei ich ergänzen würde, dass es hierbei vor allem um die Praktische Vernunft gehen muss und nicht die Reine, wie bei den Linken, die an ihr als gestandene Ideologen stets und ständig gescheitert sind - dann ist mir um die Zukunft Deutschlands nicht bange. Auch wenn uns jetzt sicher nicht gerade leichte Zeiten des Umbruchs bevorstehen.

In diesem Sinne habe ich auch das Folgende verfaßt. Es ist mal wieder viel zu lang. Deshalb habe ich es diesmal aber in drei Teile zerlegt. Den ersten Teil bringe ich heute, die Teile 2 und 3 stelle ich in den nächsten Tagen ein. Hier aber schon mal unverbindlich(!) - der 3. Teil ist noch nicht ganz fertig, da kann es also noch Veränderungen und Ergänzungen geben - der Gesamtüberblick:

1. Teil: Die Welt als Wille zur Vorsehung

- Sind China und Russland die neuen imperialen Mächte?

- Die Welt geht unter? Ja! Aber welche?

- Zurück zur Natur?

- Über die Steuerung natürlicher Prozesse beim Weinanbau


2. Teil: Ceterum Censeo

- Der Untergang des Abendlandes

- Die USA vor dem inneren Zusammenfall

- Der Weströmische Imperialismus mündet im westeuropäischen Bürgerkrieg

- Der "Rechtspopulismus" nimmt in Italien Anlauf

- Der Schwarze Adel in der Klemme

3. Teil: West-Rom oder Ost-Rom

- Es kann nur einen geben! -oder: Putins Besuch im Vatikan, dann in
Frankreich und nun seine Ankündigung der neuen Weltordnung

- Mit Gott Pan von Lissabon bis Wladiwostok oder mit Christus von
Wladiwostok bis Lissabon? - das ist hier die Frage!

- Die Pan-Ideologie aus dem Geist der islamischen Umma

- Von Pan-Europa, de Gaulle und Gorbatschow über die Neokons zur
neuen Weltordnung Putins

Wie immer ist alles nur meine persönliche Sicht auf die gegenwärtigen und kommenden Ereignisse. Auch diesmal werden diejenigen kritischen Leser davon besonders profitieren, deren Aufmerksamkeit bis zum Ende durchhält und die ihren Zweifeln an der einen oder anderen Stelle ihrer Lektüre mit eigenen Nachrecherchen begegnen; so für sich die Irrtümer entdeckend und dabei Wissenslücken schließend, von denen auch dieser Text natürlich hier und da nicht gänzlich frei sein kann.


1. Teil: Die Welt als Wille zur Vorsehung

Sind China und Russland die neuen imperialen Mächte?

Die drei verbliebenen Großmächte Russland, USA und China sind bekanntlich gerade dabei, die Welt neu zu ordnen. Dieses Unterfangen ist schwierig, nicht von heute auf morgen zu stemmen und voller Gefahren. Indem sie nun aber überall die erschlaffenden Fangarme des sterbenden Transatlantischen Imperiums kappen, beseitigen sie dessen mörderische Umklammerung der Welt. Dabei gilt es, die alten, vornehmlich durch die USA, Großbritannien und Frankreich erzwungenen Weltallianzen aufzulösen und die neuen zu implementieren, die mit der nun endlich wirklich neuen Weltordnung tatsächlich kompatibel sein sollen. Deren Steuerungszentren aber liegen bereits jetzt in Eurasien und nicht mehr in der EU oder den USA.

Vor allem die Staaten, die bisher unter der Knute des Vatikans, der Londoner City und des Columbia-Districts in den neoliberalen Demokratismus gezwungen wurden, müssen sich auf ein neues politisches Denken einrichten. Dass dies vor allem der ehemaligen Großmacht Frankreich schwer fällt, die nach dem Brexit als einzig noch verbliebene Atommacht auf dem westeuropäischen Festland gerne mit dem Hegemonieren über die Brüssler EU auf Teufel komm raus weitermachen würde aber nicht kann, zeigte auch das letzte G7-Treffen der nur noch angeblich stärksten Industrienationen, die sich so einig sind, wie Füchse und Hühner.

Das imperiale - und damit einhergehend, das geopolitische Denken, das seit Jahrhunderten die Geopolitik Westeuropas zum Zweck der Welteroberung bestimmte, ist nun obsolet. Mit dem kann man die gegenwärtigen großen Umwälzungen nicht mehr verstehen. Viele können schon nicht erkennen, dass Großmächte bzw. Weltmächte, die freilich überstaatliche Ordnungsmächte sind, deshalb nicht automatisch Imperien sein müssen.

Weder China noch Russland sind imperiale Mächte, auch wenn sie die Staaten in ihrem Einflussbereich wirtschaftlich bzw. militärisch dominieren mögen. Aber sie verwalten sie nicht, bestimmen deren Innen -oder Außenpolitik nicht, geschweige deren Kultur, um sich die Völker Untertan zu machen, ihnen mit Gewalt die Ressourcen zu stehlen, sie bis aufs Hemd auszubeuten und das dann Entwicklungshilfe oder Zivilisierung zu nennen. Weder Moskau noch Peking haben einen Vatikan, der den Völkern ihren oder irgend einen universalen, kosmopolitischen Glauben samt Wirtschaftssystem aufzwingt, sofern er sie nicht mittels moralischer Erpressung umvolken, versklaven oder gar vernichten will, wie der jetzige Jesuitenpapst die Völker Europas.

Freilich gab es in Russland und China historische Perioden, die sehr wohl auch imperial ausgerichtet waren. Kreml und Verbotene Stadt hatten als ideologische Zentren des Kaiser -und Generalsekretärstums durchaus vatikanische Qualitäten. Vor allem, als die Jesuiten dort das Sagen hatten. Die Opferzahlen des marxistischen Trotzkismus und Maoismus gehen in die Abermillionen. Doch haben sogar Stalin und Mao trotz allem ideologisch bedingten und daher anhaltendem Gerede vom Sieg des Weltkommunismus ihrerseits keine eigenen Welteroberungspläne mehr verfolgt, als sie ihre sozialistisch militaristischen Systeme sehr zum Ärger ROMs zu wehrhaften Nationalstaaten ausbauten.

Erfolgreiche römische Agenten wie Boris Jelzin und Jiang Zemin, die später versuchten, diese Entwicklung rückgängig zu machen, indem sie bei der Ausbeutung Russlands und Chinas - von den Bodenschätzen über das werteschaffende "Humankapital" bis zu den Wissensressourcen - mit den Rothschilds und Rockefellers gemeinsame Sache machten, konnten die beiden Großreiche zwar vorübergehend noch einmal empfindlich schwächen, aber letztlich nicht dem Vatikan ausliefern, sodass es auch nicht möglich war, sie gegeneinander aufzuhetzen, wie es Großbritannien mit den Chinesen gegen die Russen versuchte und die USA mit den Russen gegen die Chinesen. Die Hauptmächte Eurasiens konnten nicht nur ihre Souveränität bewahren sondern wurden durch ihr enges gegenseitiges Bündnis zu den gefährlichsten Gegnern ROMs. Denn die Macht des Vatikans schwand natürlich mit dem ihm, seinen Bankiers, Militärs, Großindustriellen und deren NGOs immer konsequenter verweigerten Zugriff auf die Ressourcen der größten Weltinsel.

Heute haben Putin und Xi ihre Staaten auch zu führenden Militär -wie Wirtschaftmächten ausgebaut und somit ihre Lehren aus dem Kommunismus marxistisch-jesuitischer Provenienz und den direkten Angriffs -und Hybrid-Kriegen mit dem Westen gezogen. Russland wie China sind keine ideologischen Hegemonen mehr und haben es daher auch nicht auf Weltherrschaft abgesehen. Auch sind sie nicht mehr kommunistisch im Sinne eines marxistischen Internationalismus, selbst wenn sie viele gesellschaftliche Elemente desselben, darunter kollektivistisch diktatorische, im Innern beibehalten haben, um sich beim Aufstieg, der ja auch ein Akt der Befreiung vom Westen ist, vor der sie permanent und vehemet bedrohenden liberalistisch -satanischen Weltdiktatur des Westens schützen zu können; wirtschaftlich, militärisch, wissenschaftlich und kulturell.

Russland sieht sich heute jedoch wieder mehrheitlich als christlich orthodoxes Reich (dazu unten mehr) und China als konfuzianisches Reich der Mitte, in welchem Kommunismus und Kapitalismus auf sehr eigentümliche Weise marktwirtschaftlich harmonisch miteinander kooperieren, um die Gesamtheit des Milliardenvolkes aus der Armut zu holen. Denn es gibt noch hunderte Millionen von Menschen, die vom bisherigen industriellen Aufstieg des Reiches der Mitte noch immer nicht profitieren konnten. Die KP Chinas repräsentiert daher weiterhin das Staatsvolk, steuert und kontrolliert es bei seinem Aufstieg und versucht so, gesellschaftliche Verwerfungen zu vermeiden und beim systematischen Abbau der Armut stetig voranzukommen. Denn sie ist und bleibt Chinas Achillesferse. Seine Führung ist zwar dabei pragmatisch in der politischen Taktik gegenüber dem Westen, aber strategisch unbeirrbar.

Die neue KP unter Xi Jinping, dessen Familie Opfer der Kulturrevolution war und der heute von der Partei mit der Machtfülle Maos ausgestattet wurde, will China und seinem großen und uralten Kulturvolk den Platz in der Welt verschaffen, der seiner Bedeutung angemessen ist. Und das, ohne andere Kulturvölker bei ihrer Entwicklung zu stören oder gar vernichten zu wollen. Im Gegenteil! Mit dem großen Seidenstraßenprojekt soll all den vielen, von den westlichen Weltmächten kolonialisierten und ausgeraubten Völkern eine wirtschaftliche Entwicklung ermöglicht werden, die einen echten Weltfrieden durch echte Handels-Kooperationen zwischen souveränen Staaten nachhaltig ermöglicht. Hier findet sich keine Spur von rückwärtsgewandten Utopien.

Diese Vorstellung von zwischenstaatlicher Harmonie auf der Basis fairer Handelsbedingungen ist sicher nicht nach unserem europäisch liberalen Geschmack. Man könnte natürlich auch angesichts des rasanten Aufstiegs Chinas mal die Frage stellen, ob kommunistisch repräsentierter Kapitalismus, der seit Deng Xiaoping nachweislich Abermillionen aus tiefster Rückständigkeit geholt hat, nicht zumindest besser funktioniert als die Repräsentative Demokratie der Transatlantiker, die genausowenig mit Demokratie gleichzusetzen ist, dafür aber Abermillionen in die Armut reißt und immer auf überstaatlichen oligarchischen Faschismus hinausläuft?

China wird seinen Entwicklungsweg unter seinen Roten Kaisern selbst bestimmen und weiter entwickeln, egal, wie sehr es von West-ROM als undemokratisch gescholten und bekämpft wird. Aufgezeigt hat uns dieser Weg, den es seit Maos Tod beschreitet, bisher auf jeden Fall, wie ungeheuer effizient es in kürzester Zeit die Industrialisierung dergestalt nachgeholt hat, dass es heute die führende Wirtschaftsnation der Welt geworden ist, vor der sich die krisengebeutelte Hochfinanzwirtschaft des Westens inzwischen so fürchtet, wie der Teufel vor dem Weihwasser.

Nun haben auch die USA unter Trump beschlossen, nicht länger als "Weltpolizisten" dem Weströmischen Imperium die Welt zu erobern. Denn sie stehen kurz vor dem inneren wie äußeren Zusammenbruch. Inzwischen ist es ihnen unmöglich geworden, den Globus nach Gutdünken militärisch zu terrorisieren und zu beherrschen. Sie müssen ganz Eurasien, Afrika und vermutlich sogar Südamerika verlassen. Die größte Truppenstärke hat jetzt China und die besten Waffen Russland. Genauso stehts um die Finanzen. Der Dollar der FED, der Petrodollar, ist am Ende. Das einflussreichste Finanzzentrum befindet sich nun in Shangai. In Moskau und Peking türmen sich die Goldberge. Zurecht also stellte Putin fest: "Der Liberalismus ist tot!"

Damit aber verschärft sich die Ressourcenkrise des Westens, denn der weltweit freie Zugang zu den dringend benötigten Schätzen aller anderen Staaten, die man bisher ungestraft ausrauben konnte, existiert nicht mehr. Die Legitimationskrise, die untrennbar damit verbunden ist, hat sich im Westen inzwischen enorm verstärkt. In Scharen laufen ihnen die ehemaligen Zwangsverbündeten von der Fahne, so dass die bisher Mächtigen der Welt ihrem unausweichlichen Untergang entgegensehen müssen.

Trump - und mit ihm die jesuitischen Reformkräfte im Vatikan, die wenigstens noch die USA und Großbritannien für West-ROM retten wollen - hat aber auch längst begriffen, dass es nun gilt, den allerletzten Hegemonen aus dem Spiel zu nehmen. Schon deshalb, weil er den USA zu teuer geworden ist: Die Brüssler EU und NATO. Die EU muss sich nun - so, wie es de Gaulle bereits gefordert hatte - zu einer "EU der Vaterländer" umgestalten. Die NATO muss sich auflösen.

Aber selbst diese neue EU kann die Fliehkräfte innerhalb dieses nun auch obsolet gewordenen Zwangsbündnisses nicht mehr beherrschen. Aus oben genannten Gründen. Da gibt es am Ende nur noch eine Großmacht, die sie umkehren kann, und das ist ausgerechnet Russland. Ein geeintes Europa wird es daher ohne die Russen, die allein es zusammenhalten -und verteidigen können, nicht mehr geben. Und wenn das einer in seiner ganzen Tragweite erkannt hat, dann sicher Trump.


Die Welt geht unter? Ja! Aber welche?

Die Upanishaden und Schopenhauer haben uns völlig zurecht darauf hingewiesen: Das, was wir als die Welt anschauen, ist lediglich unsere subjektive Vorstellung von ihr. Und weil das so ist, können der Menschheit jeden Tag zumindest in unseren Köpfen zahllose Welten verloren -oder neu aufgehen, sobald irgend ein Individuum, das zur Vorstellung fähig ist, entweder stirbt oder geboren wird oder sich im Laufe seines Lebens seine Vorstellungen über sie ändern. Ganz gleich, aus welchem Grund.

Das ist eine Tatsache, und die hängt damit zusammen, dass die Welt zugleich auch Wille ist. Unser eigener Wille gehört jedoch zum Weltwillen nur wie ein winziger Impuls desselben dazu, wobei die Kräfteverhältnisse zwischen beiden demjenigen klar sein dürften, der noch immer nicht an der Hybris leiden will, dass sein persönliches Wollen von der Willenswelt aller anderen frei ist. Jeder also, der uns mit dem Imperativ "Man muss das Gute nur wollen!" kommt, dem sollten wir die Frage stellen: Ist denn die Wirkung frei von der Ursache?

Nicht einmal unsere Vorstellungen sind es. Auch nicht die von "Gut" und "Böse". Keiner könnte auch von sich mit Sicherheit behaupten, geschweige, es wissenschaftlich herleiten, dass seine Inkarnation in die Welt der Erscheinungen auf freiwilliger Basis zustande kam oder er seinen Hunger, seinen Durst, sein Wachstum vollständig willentlich steuert.

Deshalb sind freie Welten, die sich Sehnsuchtskollektive des religiösen oder politischen oder wirtschaftlichen und selbst künstlerischen Absolutismus so überaus gründlich erklügeln - und hier liegt die eigentliche Gefahr selbst für China! - dennoch letztlich immer nur märchenhafte Chimären einer objektiven Unwissenschaft aus subjektivem Glauben, Hoffen und Lieben.

Eine darauf schwörende Gesellschaft aus zahllosen Subjekten, die sich nie objektiv auf einen Glauben, ein Hoffen oder ein Lieben wird einigen können, muss stets über kurz oder lang zuverlässig in real gelebte Alpträume von Mord und Totschlag, Knechtschaft und Armut treiben, sobald sie sich anschickt, sie mit ihrer sich rein dünkenden Vernunft im Nahmen des Wahren, Guten und Schönen kulturrevolutionär als höchste Hochkultur zu verwirklichen.

Was die weisen Führer West-Roms bisher und China wenigstens noch bis Jiang Zemin zivilisatorische Errungenschaft zu nennen pflegten, lief jedenfalls für die betroffenen Völker bestenfalls immer nur auf eine sich klug und raffiniert und immer gerecht dünkende Barbarei der Mächtigen gegen die Ohnmächtigen -und dann nicht selten auch auf das Umgekehrte hinaus. Solange das Papsttum, das nie etwas anderes war als römisches Caesarentum, regiert, egal ob offen oder unter dem Radar, steht die Goldene Regel jedenfalls im Westen auf den Kopf. Im Osten aber tut sie es solange, bis die wirtschaftliche Entwicklung hin zum allgemeinen Wohlstand es zuläßt, sich auch von marxistisch-leninistischen Dogmen zu befreien und statt dessen staatspolitische wie moralische Harmonie zwischen der rationalen Strenge des Konfuzianismus und der empirischen Tiefe des Taoismus zu stiften.

Statt: "Tue niemandem etwas an, von dem du nicht willst, dass es auch dir angetang wird!"; statt: "Handle so, dass die Maximen deines Willens stets und zugleich Grundlage einer allgemeinen Gesetzgebung sein können!", gilt jedoch im Westen wie im Osten noch immer die altrömisch plautinische Moral, dass der Mensch des Menschen Wolf sei, dessen Sinn für Gerechtigkeit sich ganz und gar im "Friß, um nicht gefressen zu werden!", "Wie Du mir, so ich Dir!" und "Willst Du nicht mein Bruder sein, dann schlag ich Dir den Schädel ein!" erschöpft. So verhält es sich nach wie vor; wenngleich auch ein echter Wolf längst nicht so bösartig gefräßig ist wie man nach der Lektüre von Hobbes Leviathan und Grimms Rotkäppchen meinen könnte.

In Anbetracht all der politischen und seelischen Krisen um uns herum, die sich zunehmend verstärken, könnte man die gegenwärtig immer deutlicher zum linksextremen Neokollektivismus neigende westliche Welt als Wille zur Vorstellung jedoch für ganz besonders irre geworden und die Menschheit als Krone der Schöpfung mit einigem Recht für verloren halten. Der Blick in die asiatischen Megastadtdystopien macht schließlich, sollten die Chinesen die EU wirtschaftlich erobern, erst recht wenig Hoffnung auf jenen idyllischen demokratischen Fortschritt von: "Genauso will ich mir das vorstellen!"

Jedenfalls haben die Ängstlichen unter uns, deren Hochsensibilität fürs große Weltdrama sich nicht unbedingt auch noch mit pragmatisch nachvollziehbaren Kausalitätsgesetzen des unergründlichen Weltwillens belasten will, von dem ja ohnehin keiner wirklich weiß, wo er denn hin will, diesbezüglich glaubwürdige Gruselargumente allerlei Weltgeister vorzubringen, die sich ihm mit ihren jeweiligen Vorstellungen vom Großen und Ganzen eigenwillig entgegenstemmen; bestätigt durch einen kurzen Blick auf die uns täglich im Detail aufbereitete Nachrichtenlage, in der gerade wegen ihrer ausgesuchten Detailliertheit bekanntlich jener Teufel steckt, dessen Vorname Suggestion -und dessen Nachname Manipulation heißt.

Dennoch: Der Schein trügt hier genauso wie bei den grünrotmagentaschwarz kleinkarierten Klimahysterikern der weströmischen Milliardäre, deren überhitzte Welt, auf die sie sich erst kürzlich geeinigt haben, ja bekanntlich bereits in ca. 18 Monaten untergeht, womit sie durchaus richtig liegen könnten. Was wir nämlich gerade erleben, ist nichts weniger als eine Art Weltuntergang für das westliche Transatlantische Imperium, d.h., die totale Revision der globalen politischen Verhältnisse nicht nur der letzten hundert, sondern tausend Jahre! -wovon die kleinen und die großen Spinner, die gegenwärtig die Welt mit den NGOs amerikanischer Multis unter Anführung eines kleinen autistischen Mädchens aus Schweden retten wollen, natürlich nicht die leiseste Ahnung haben.

Da gehen jetzt einige Welten als Vorstellungen unter. Darunter vermutlich auch das sogenannte "Christliche Abendland", das ja gegenwärtig auch von sogenannten "Rechtspopulisten" zum "jüdisch-christlichen" kollektivistisch umgelogen wird, um es auf zionistisch evangelikaler Basis als 4. Reich zu erhalten, das den katholischen Weltherrschaftsanspruch nach der bevorstehenden Großpleite erneut durchsetzen soll.

Denn der Schoß, aus dem der westliche, die ganze Welt spätestens seit dem 15. Jahrhundert erobernde und terrorisierende, völkermörderische und sich nun selbst zerstörende Imperialismus kroch, heißt ROM und will noch immer zyklisch und fruchtbar sein; nach dem Motto: Ist unser Drittes Reich untergegangen dann kreieren wir eben das Viertes usf., bis wir unser Heiliges Römisches Reich wiederhaben und dieses dann endlich wirklich die ganze Welt umfasst.

In der "Ewigen Stadt" der Macht, zu der alle Wege führen sollen, schlägt bis heute das verbrecherische, betrügerische wie dumme, nun aber endlich todmüde Herz des katholischen Universalherrschaftswillens und bangt mit letztem faschistischen Aufbäumen dem unausweichlichen Infarkt entgegen. Der imperiale, künstlich geschaffene Golem-Organismus, der Vatikan, Londoner City und Columbia District als Hirn, Magen und Darmausgang eines Welt-Leviathan vereint hat, verstopft sich mangels weiterer Ressourcenzufuhr aus -wie Investitionsmöglichkeiten in aller Welt schon bald am eigenen Weltfalschgeld, das keiner mehr will.

Zurück zur Natur?

Wir können uns das nur noch nicht wirklich vorstellen und greifen deshalb bezüglich unserer verzweifelten Wünsche angesichts des bevorstehenden großen Zusammenbruchs in unserer Vorstellung natürlich gerne auf die schöne alte Welt zurück, wie wir sie noch vor 2015 erlebt zu haben glauben. Weil die aber auch schon nicht ideal war, bestehen manche zwar im Zweifelsfall darauf, dass sie wenigstens vor 1989 viel besser ... na ja, aber wenn halt auch nicht wirklich, dann eben todsicher am allerersten Anfang gut war und träumen mit den jüdisch-christlich-islamischen Falschgeld-Priestern und dem Schweizer Uhrmachersohn Rousseau, das es tatsächlich so war und wir alle da wieder hin streben müssen, wollen wir die guten Menschen sein, die dieses Paradies verdient haben. Man nennt das auch rückwärtsgewandte Utopie.

Jean-Jacques Rousseau, der präzis schwärmende Autor eines berühmten Erziehungsromans, der bekanntlich auch weder grub noch spann, dafür aber seine eigenen Kinder als Findelkinder entsorgte, weil die in seiner Welt der Freiheit, Gleichheit und des Masochismus keinen Platz hatten - der Philosoph ließ sich bekanntlich regelmäßig von älteren Salondamen verhauen - träumte nicht nur vom Paradies auf Erden, sondern dachte auch viel und tief darüber nach. Und so ward seine grüne Welt, wie sie in unserer Vorstellung auch sein sollte, ganz natürlich grenzenlos; also eine, die seinen Gesellschaftsvertrag angenommen hat und dem visionären Auge in etwa dergestalt erscheint, wie die, welche Luzifer in Miltons Epos "Paradise lost" 4. Gesang oder Telemach, Sohn des Odysseus und Romanheld Fenelons, des Bischofs von Cambrai, im Reich der Circe gesehen hatte; also wie die kurz darauf angelegten "natürlichen" englischen Parklandschaften allgemein und die von Ermenonville, 40 km nördlich von Paris, im Besonderen.

Dort hatte der große französische Aufklärer mit höchster Erlaubnis der Hohen Herrschaft des weitläufigen Landbesitzes einen auf Eremit machen -und seiner Einsamkeit fröhnen dürfen. Doch in all der schönen, wahren und guten "Natürlichkeit" der Englischen Gartenkunst - wo kein Pächter die Bauern drückt, weil gar keine freien Bauern mehr da sind, sondern nur noch die "Ornamental Farm", bzw. die "ferme ornée" existieren darf - traf ihn dann der Schlag. Denn: "Der Mensch wird frei geboren, aber überall liegt er in Ketten." Gekettet aber vorzüglich an die trügerische Natur des ICH, die mit dem krankhaften Egoisten Rousseau bis heute noch immer den eigenen Willen fest zu beherrschen sich vornimmt, selbst wenn der Weltwille im Kostüm von Gevatter Tod bereits sein zynisches Werk an ihm verrichtet und dabei eben nicht nur mit dem unglücklichen Autor des "Contract social" mitten in der schönsten Natur Retourkutsche fährt, indem er allen vorwärts -und rückwärts gewandten Utopisten nachruft: "Mein Zweck heiligt die Mittel, sonst nichts!"

Was der Popstar unter den Aufklärern also verschwieg: Es sind die Ketten seines sogenannten "freien Willens", an die sich "der" sich im stetigen sittlichen weil geistigen Fortschreiten glaubende "Mensch", also der, der sich als "Mensch an sich" idealisiert, durch all die blutigen Revolutionen und Bürgerkriege um des Guten und des Guten Gewissens willen, das er will, bis heute nur immer fester geschmiedet hat. So manifest wie ein Jesuit an den kadavergehorsamen Jesuiteneid oder das Geschwister an eine freimaurerische Geschwisterkette auf schwarz-weißem Rautenfußboden. Denn nur durch das satanische Konzept von Gut und Böse und vom Freien Willen, sich zwischen beiden frei entscheiden zu können und folglich zu müssen, kann der einzelne Mensch moralisch erpresst -und in Furcht vor einen Gott und seine Bestrafungsgewalt gehalten werden, solange er seine eigene Selbsttäuschung lebt.

Hier erkennt man den fundamentalen Unterschied zwischen Judentum und dem heutigen judaisierten Pfaffengeschmeiß einerseits und der ursprünglichen Lehre des Christentums andererseits, deren Kern bekanntlich die Bergpredigt Jesu auf dem Ölberg darstellt. Dort predigte der Heiland laut Evangelien nämlich nicht die 10 Gebote jüdischer Moral mit ihrem "Du sollst" oder "Du sollst nicht", also die Entscheidung zwischen Gut und Böse, die einen Freien Willen voraussetzt, sondern er sagt: "Selig sind, die da..." usw..

Er hatte offenbar wie Buddha erkannt, dass die Welt Leiden bedeutet und beschrieb seinen Zuhörern deshalb sein Reich, das nicht von dieser Welt ist, als einen Zustand der Seligkeit, in dem der gedrückte Mensch, welcher dennoch bereit ist, mit der Goldenen Regel natürliche Moral zu leben und für sie sein eigenes Kreuz aufzunehmen und zu tragen, schon in dieser Welt jenen tiefen inneren Trost leibhaftig erleben kann, den seine Erlösung vom ICH - also der bittersüße Ego-Tod des "Es ist vollbracht!" - mit sich bringen wird.

DAS ist der eigentliche Kern aller christlicher Lehren und nur, wer zu ihm vorgedrungen ist, versteht überhaupt das einzige Gebet, was Jesus lehrte: Das "Vater unser, der du bist im Himmel...". Und wenn er spricht, dass eher ein Kamel durch ein Nadelör geht als dass ein Reicher in den Himmel kommt, so sollte man seine Worte nicht als Bonmot auffassen sondern als völlig amoralische Tatsache. Denn der Reichtum ist des Reichen Hölle. Solange er an ihm hängt, hängt er an ihr und kann folglich gar nicht ins Himmelreich Sanssouci aufsteigen. Zuviel weltlicher Ballast!

Und mit seinem eigenen Leben bezeugte Christus - egal, ob diese Heilsfigur wirklich gelebt hat oder nur gut erfunden ist -, dass der Eingang in diese Welt der Seligkeit nur auf dem Berg Golgatha zu finden ist, den Berg des Leidens; und ganz sicher nicht auf jenem vatikanischen Goldberg, den die FED aufgehäuft hat, damit ein weißer Papst die Welt beherrscht, der sich als weltlicher Kaiser aller Lügen ausgerechnet auf Jesus Christus als seinen Stellvertreter (Vicarius Christi) beruft; und ein schwarzer Papst - sein Jesuitengeneral - sogar behaupten kann, er selbst sei der gegenwärtige Christus (Christus quasi praesens) und erscheine daher den Katholiken beim Abendmal leibhaftig im Keks und im Rotwein.

Wer aber solche kannibalische Magierlehre, die erst das Konzil von Trient (1545-1563) unter dem Jesuiten und Maranen Lainez beschlossen hatte, nicht schlucken will; wer auch nicht schlucken will, dass der Gehörnte auf dem Stuhl Petri unfehlbar sei, sei eben kein Christ, sondern ein Ketzer. Doch inzwischen spüren die meisten Christen, die immer noch der weströmisch katholischen Kirche anhängen, dass sie einer Kirche von dieser Welt angehören und somit der Kirche Satans, des Herren aller Lügen. Und so ist es ein ermutigendes Zeichen, dass gegenwärtig Katholiken in Scharen die Römische Kirche als die des Antichristen verlassen.

Die Hysteriker und Angstmacher um die arme Greta können also als Ausgeburten dieser misanthropischen Erlösungsphantasie des päpstlichen Welthegemons und der Philosophenphantasie Rousseaus, die das Gegenteil der christlichen Lehre predigen, durchaus damit rechnen, dass die Schulschwänzer-Welt, wie sie ihnen gefällt, bald in sich zusammenfällt und damit keine 18 Monate mehr wartet.

Die andere Welt aber, die zumindest einigermaßen wahre, gute und schöne, denkt nicht daran, unterzugehen. Sie denkt, falls sie denkt, viel mehr wie seit Urzeiten darüber nach, wie sie es anstellen kann, nicht länger Dank entarteter Welthegemonen und ganzer Heerscharen von saudummen Geistessklaven, die ihnen furchtsam dienen, die schlechteste aller möglichen Welten zu sein und dreht sich dabei immer weiter. Ganz sicher auch über die nächsten 18 Monate hinaus. Da können die Kids ganz beruhigt sein.

Ich will selbstverständlich nicht, dass mir meine Behauptung einfach geglaubt wird, aber anregen, ihr selbst mal auf den Grund zu gehen und dann die Welt zu nehmen wie sie ist, statt die eigene Weltanschauung durch Optimismus oder Pessimismus - also durch Gewissheits-Konzepte, meist bestehend aus Belohnungshoffnung oder Bestrafungsfurcht, nicht selten aber auch aus Belohnungs -und Bestrafungswollust, zu vernebeln. Denn mit denen kaschieren wir lediglich unbeholfen unsere Angst vor Veränderung und all den Ungewissenheiten der jetzt unmittelbar bevorstehenden großen Umbruchzeit; -wie Kinder, die sich vor dem Nikolaus fürchten und dennoch inständig hoffen, dass er existiert, die Rute schont und statt dessen mit seinen süßen Geschenken nicht an unserer Tür vorbeigestiefelt ist, wenn wir endlich "aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht" aufgewacht sind.

Über die Steuerung natürlicher Prozesse beim Weinanbau

Vertrauen in die eigene Urteilskraft und die der anderen ist gut, stetige eigene Nachkontrolle führt in beiden Fällen zu noch besseren Ergebnissen. Auch in der globalen Politik haben wir es nicht nur mit rein technischen - also steuerbaren - sondern auch natürlichen - d.h. nicht oder nur sehr bedingt steuerbaren Entwicklungsprozessen zu tun und folglich auch immer mit ihren Unabwägbarkeiten im Detail. Da geht es manchmal kognitiv dissonant zu wie in unseren alltäglichen Denkprozessen, die trotz zuverlässiger Mechanik ihrer Logik nicht immer störungsfrei vom organischen Wirrwarr in -und um uns herum vor sich gehen und uns nicht selten gerade dann narren, wenn wir auf die Folgerichtigkeit unserer Gedanken schwören könnten. Das geht übrigens den Imperialisten, seien sie auch noch so mächtig, mit ihren streng durchgeplanten verbrecherischen Menschheitsexperimenten nicht anders. Gegen die Natur läuft da nichts! Auch nicht die ausgeklügeltste Denk-Mechanik, die ihr widerstehen soll.

Da meine Vorhersagen globale Steuerungsprozesse - also hochkomplexe Denk -und Ausführungsprozesse - betreffen, kann ihre Realisierung sich schnell bewahrheiten aber auch auf sich warten lassen; je nach den gegebenen Notwendigkeiten, die sie begünstigen, hemmen oder verhindern. Da kann es also z.B. auch manche Politiker geben, die scheinbar noch an der Macht sind, dabei aber so machtlos wie eine Putzfrau in der Kantine des deutschen Kanzleramtes. Andere, die völlig machtlos scheinen, können dafür - im Guten wie im Bösen - manches unter dem öffentlichen Radar bewirken, was ganze Weltgebäude zum Einsturz bringt.

Um dieses Phänomen zu verstehen, ist es wichtig, dass man zwischen kontrollierter, also direkter, und unkontrollierter, also indirekter Steuerung auch in der Politik unterscheiden lernt. Beide bedingen sogar einander, sind aber deshalb auch nie frei vom berühmten Ungewisseitsfaktor X., den man immer auf der Rechnung haben sollte. So wie der Kapitän und Steuermann auf Hoher See, wo man bekanntlich, wie vor Gericht, nur in Gottes Hand ist; -außer, Greta ist an Bord.

Dennoch gibt es keine Zufälle, denn das, was uns als solche überrascht, ist nichts anderes, als von uns unbemerkt gebliebene Kausalketten. Ihre Nichtvorhersehbarkeit nennen wir dann witzigerweise auch noch Vorsehung und versehen sie mit den Attributen "glücklich", "tragisch", "magisch" oder "mystisch" oder eben personalisierend "teuflisch" bzw. "göttlich". Doch es gibt nichts, was ohne Grund ist. Und so hat auch der Zufall einen. Er ist nicht weniger zwingend als alle anderen Gründe für Ursachen und ihre Wirkungen.

Der Winzer z.B. steuert die Bedingungen für Anbau, Wachsen und Qualität der Weintrauben und trägt nach der Lese dafür Sorge, dass der Saft gut gekeltert wird und unter bestimmten Temperaturbedingungen in bestimmten Fässern aus bestimmtem Holz zu einem Qualitätswein heranreifen kann. Nichts will er dem Zufall überlassen.

Die Zeit der Sonnenbestrahlung, Hanglage und fruchtbare Erde sowie die natürlichen Gärungsprozesse, ihre Art und Dauer, kann er zwar mit seinen Erfahrungen, Kenntnissen und Mitteln steuernd begünstigen. Trotzdem: Er muss ihre Wirkung auf das fertige Produkt letztlich doch der Natur und ihren teils unergründlichen Kausalketten überlassen. Die jedoch lassen es auch in Bestlagen bei bester Vorsorge des Winzers in einem Jahr zu viel regnen, im anderen gar hageln, im dritten verdirbt eine Insektenplage ganze Weinberge und Schimmelpilze den Weinkeller, und im vierten vertrocknen die Reben unter der Gluthitze des Sommers. Der arme Winzer hätte es wohl auch kaum ahnen können bei Wettervorhersagen, die nicht mal drei Tage halten.

Aber es gibt eben auch Jahre, in denen alle Berechnungen aufgehen, Sonne und Regen im richtigen Verhältnis für Spitzentrauben und Spitzenweine sorgen. Wäre es nicht so, gäbe es keine Winzer und die Bischöfe müssten vom Frühstück bis zum Abendmahl Wasser, Tee, Kaffee, Milch oder Fruchtsaft trinken, statt köstlichen "Baron Rothschild".

Beiden Steuerungsprozessarten, den künstlichen und natürlichen, den sichtbaren und unsichtbaren, die also einander ergänzen, ist aber die Tendenz - hier zum entstehenden Produkt Wein - gemeinsam. Ausgelöst durch die gezielten Impulse, die der Winzerwille in die Natur aussendet, worauf diese dann auf ihre Weise antwortet. Er will einen guten Wein herstellen und hierfür der Natur optimale Bedingungen schaffen, auf dass sie ihm mit ihren besonderen Eigenheiten dabei helfen möge, ihre Gaben gemäß Kausalitätsgesetz seinen impulsiven Wünschen anzupassen. Will man also bestimmte Wirkungen erzielen, kommt es auf die hierzu passend ausgelösten Ursachen an.

Ursache und Wirkung, soweit nachvollziehbar, immer auf dem Schirm zu haben, ihre spezifischen Besonderheiten und Resultate geduldig zu beobachten und dann hier und da - wo man es soll und vermag - behutsam einzugreifen, ist sicher zielführender, als sich von einer ungeduldig wartenden Kundschaft treiben zu lassen, die den natürlichen Prozess am liebsten abkürzen würde, weil der letzte Jahrgang schon ausgesoffen ist und sie nicht länger auf ihren nächsten Qualitäts-Rausch warten kann und will, weil sie sonst so traurig wird wie jeder Weinhändler als Geschäftsmann auch, dessen hochqualitatives Angebot mangels Masse desselben der drängenden Nachfrage unterliegt, mit der man ein Vermögen hätte gewinnen können.

Statt sich aber hektisch oder gar hysterisch auf präzise Zeitrahmen bestimmter Gärungs-Ereignisse und diese selbst minutiös festzulegen, statt Spitzenweine in kurzer Zeit zu garantieren, weil man doch alles genau berechnet und mit chemischen Mitteln forciert hat; oder in Folge eines Hagelschlags zu resignieren und den Weinbau dann als Fehlkalkulation gänzlich aufzugeben, sollte man auf Geduld und die eigene Erfahrung setzen und dem Zusammenspiel der eigenen Kräfte mit denen der Natur vertrauen.

Denn jeder Mensch ist letztlich ja auch nur ein Teil von ihr, weshalb die menschliche Natur nicht einmal von den mächtigsten Imperien und deren Heilskonzepten völlig zu überwältigen ist. Genausowenig wie die ganze Menschheit vom Wetter oder vom Alkohol. Wenn die Geschichte je etwas bewiesen hat, dann dieses und dazu den "allzumenschlichen Menschen an sich", das immer menschelnde Individuum, als denselben Faktor X in jeder Rechnung, wie ihn die Natur selbst eben auch darstellt.

Wir als einfache Bürger können für unser psychisches Wohlbefinden ohnehin nicht viel mehr tun, als versuchen, die Tendenzen der kommenden großen Politik zu erkennen und uns entsprechend auf sie einzustellen. Das ist in Anbetracht der Medienmetropole voller Lügengebäude, in der wir West -und Mitteleuropäer quasi leben und uns dauerbeschallen lassen müssen, zwar alles andere als leicht. Doch gegen all die List und Täuschung, ob ausgesprochen, gedruckt oder gesendet, ist der einzelne Mensch solange nicht völlig wehrlos, solange er sich bildet und die eigene Gier - bis auf die notwendige schöpferische Neugier des gesunden Menschenverstandes - im Zaum hält.

Der Sinn unseres Lebens - mag da kommen, was will, und mag er auch für jeden etwas anderes bedeuten - besteht nunmal offenbar im letzten für das Individuum vorstellbaren, erkennbaren und kausal nachvollziehbaren Grund darin, das eigene Dasein an Freud und Leid zu schulen, das kleine geistige ICH-Subjekt am grenzen -also auch Ich-losen Selbst, von dem in jedem Menschen die ganze Welt nunmal ausgeht; -auch das allgegenwärtige Selbst im DU, das ihm als Nichtselbst Grenzen des Nicht-Eigenen setzt. Mit diesem Tun bis zum letzten Atemzug fortzufahren, ist unser Schicksal. Sich daran schulen aber heißt, sich im Freuen wie im Leiden stets das Kausalgesetz gleich mit zu vergegenwärtigen und ausloten, welche Wirkung in beiden Fällen welcher Ursache folgte; -im Kleinen wie im Großen. Dann haben wir mit dem ICH genau den Steuermann an Bord, den unser Herz braucht, um den Ozean des Lebens in Gestalt von Zeit, Raum und Kausalität stressfrei zu durchpulsen. Oder um das wahrhaft Grenzenlose des unvergänglichen Selbst gegenüber dem begrenzten des vergänglichen ICH mit Friedrich Schiller auszudrücken:

Glückselig nenne ich den, der, um zu genießen, nicht nötig hat, unrecht zu tun, und um recht zu handeln, nicht nötig hat zu entbehren.

einige Anmerkungen zur Einleitung

Friedrich @, Montag, 02.09.2019, 20:42 vor 820 Tagen @ Diogenes Lampe 9620 Views

Der schlimme Unterschied zw. dem Abschneiden der AFD im Vergleich mit der Salvini-LEGA-Partei in IT liegt darin begründet, dass in IT Regierungen i.d.R. nicht lange halten, es in Sachsen aber keine Wahlen mehr oder viel zu spät Wahlen geben wird. Nämlich nachdem die deutsche Kulturnation in Asche liegt. Es sei denn, die Sharia sieht weiterhin Wahlen vor, was mir nicht bekannt wäre.

Das Bundesverfassungsgericht untersteht der Hauptsiegermacht USA und handelt auch genau so. Punkt. Hoffnung ist noch selten von da ausgegangen.

Seehofer ist weder Kanzler, noch hat er irgend etwas zu melden. Er ist eine völlige Null und wenn er nur den Versuch unternehmen sollte, einen eigenen Willen zu entwickeln, hätte das instantan "gesundheitlich Auswirkungen". Von denen, die wir kennen, hat keiner etwas zu melden. Und ansonsten macht er halt den Kennedy, Möllemann, Barschel, Duisenberg, Haider, Rohwedder, Herrhausen ... die haben sich bestimmt "drüben" viel zu erzählen.

"Die Merkelei ist unwiderruflich am Ende." Schön wäre es! Unsere Staatsratsvorsitzende sitzt nun schon seit 14 Jahren im Politbüro.

Wer sich je gefragt hat, wie es sein konnte, dass Adolf Hitler 12 Jahre an der Macht sein konnte, sollte sich einmal fragen, wieso "Mutti" immer noch dran ist!! ???

Dafür kann kein Mensch eine vernünftige Erklärung finden!

Kann jemand irgendwo am Horizont eine nennenswerte Kraft ausmachen, welche sich gegen die Unvernunft und die Lüge formiert, um diesen galoppierenden Wahnsinn zu stoppen?

Wenigstens eine Tendenz? Etwas das gerade wächst und vielleicht demnächst …

Ich auch nicht!

Eines ist sicher: die Auslöschung der deutschen Kulturnation. Punkt.

Die Rolle, die der AFD dabei zukommt, ist die des Hoffnungsträgers, damit hier keine Unruhe aufkommt, so lange das Ziel noch nicht erreicht wurde.

Ende aus Basta! Danke fürs lesen.

Es ist nur viel schlimmer ..

Mandarin @, Montag, 02.09.2019, 21:01 vor 820 Tagen @ Friedrich 10329 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 02.09.2019, 21:11

Lieber Friedrich,

der Schaden ist schon angericht nur noch nicht realisiert. Und der Schaden ist noch viel viel viel größer, wie Du und die meisten erkennen.

Und der Schaden ist nicht nur auf Deutschland(besonders) bezogen, sondern auf die ganze (westliche) Welt.

Deagel ist sehr realistisch, kann sein, daß die Zahlen etwas später eintreffen, aber mittel und langfristig werden die Zahlen eher weiter abnehmen.

Neben dem ganzen politischen und wirtschaftlichen Zirkus, brechen die Gesellschaften zusammen, da die Gehirne biologisch zerstört wurden und noch weiter werden, um zwar in einem rasanten Tempo (siehe Dr Pall).

Es bringt im Moment nichts, wenn Du Dich darüber aufregst. Das schadet Dir nur Deiner Gesundheit.
Auch nicht über die Zombie Jugendlichen und die grünen und linken Spinner.
Die fegt es alle vorzeitig hinweg.

Viel sinnvoller ist es das zu erkennen und für Dich, Deine Familie, Deine Freunde vorzubereiten. Gute Kontakte zu knüpfen, in homeopatischen Dosen im persönlichen Gespräch soviel wie möglich Menschen aufzuklären. Ein gesunder Körper und ein gesundes Gehirn ist das Wichtigste und da können Dir die Ärzte nicht helfen, daß muß jeder für sich tun. Ich habe dazu ja schon einiges geschrieben.

Wir müssen jetzt das Vorbereiten was danach kommt, nach dem Zusammenbruch.

Es kommt ein Neuanfang, aber von einem deutlich tieferen Niveau.

Das Leben ist ein ständiger Wechsel. Und in dem befinden wir uns.

Alles Gute Dir, von Herzen

Mandarin

Ä-hem. Die BäheRDäh ist nicht Deutschland. Genausowenig wie es die DähDähRäh war.

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 02.09.2019, 21:44 vor 820 Tagen @ Mandarin 8981 Views

Alles, was du geschrieben hast, trifft 1:1 auf die BRD zu. Diese Wahl war - so oder so - ihr Totenglöcklein. Aber die BRD ist nicht Deutschland.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Äußerst interessante Betrachtung

helmut-1 @, Siebenbürgen, Montag, 02.09.2019, 21:17 vor 820 Tagen @ Diogenes Lampe 9308 Views

Wobei ich die Wertigkeit der Behandlung der Wahlen am Sonntag weit unter der Betrachtung der weltpolitischen Situation ansiedle.

Das erste ist gewissermaßen ein Zeichen der Zeit, - typisch deutsch, und ein Dilemma, das eigentlich keiner großartigen Kommentare mehr bedarf.

Es wird letztlich nicht anders ausgehen wie damals Ende der 20er Jahre. Der Zirkus mit den politischen Strömungen in der Weimarer Republik, - dazu der Crash der Weltwirtschaft, - das alles hat doch damals den braunen Weg geebnet.

Es wird dieses Mal ähnlich ablaufen. Das Tohuwabohu wird in der Schlussphase der Merkelregierung so weiter laufen, - und, wenn die Auguren recht haben - dan wird es wieder in den nächsten Jahren eine Weltwirtschaftskrise geben, ausgelöst durch eine massive Bankenpleite, sowie andere Faktoren. Die meisten sind überzeugt davon, keiner aber weiß, wann das eintritt. In einem Jahr, oder in 3, oder in 8 Jahren.

Wenn dann die Wirtschaft in den Keller rauscht, dann hat die AfD eine echte Chance. Sollten die es zusätzlich noch schaffen, als Führungsperson eine charismatische Persönlichkeit zu präsentieren, dann haben sie bereits im Ansatz gewonnen. Die deutsche Mentialität ist relativ leicht zu durchschauen, - schließlich hat ja kaum jemand in den letzten 100 Jahren etwas dazugelernt.

Die Chancen stehen gut, dass sich dann manches wieder geraderücken lässt, was in den letzten Jahrzehnten in die Schieflage gekommen ist. Eine Neuauflage der 30er und 40er Jahre wäre ja das Letzte, was jemand wünschen könnte. Aber viele der Teddybärenwerfer sind gar nicht in der Lage, diese Gefahr - diesmal von der anderen Seite - zu erkennen.

Die weltpolitische Betrachtung finde ich sehr interessant. Ist aber so umfangreich, dass ich mir das nocheinmal in Ruhe reinziehen werde. Bin neugierig, wie die Fortsetzungen aussehen werden.

Respekt für diesen Umfang der Arbeit!

Glaubst du das wirklich?

SevenSamurai @, Dienstag, 03.09.2019, 09:09 vor 820 Tagen @ helmut-1 8034 Views

Die Chancen stehen gut, dass sich dann manches wieder geraderücken
lässt, was in den letzten Jahrzehnten in die Schieflage gekommen ist.

Glaubst du das wirklich?

Mit welcher Partei, mit welcher Bevölkerung?

Natürlich werden weder die USA, noch das Vereinigte Königreich, noch Frankreich zulassen, das IRGEND etwas wieder besser wird.

Es gab ja noch nicht einmal einen Aufschrei wegen der absurden Reparationsforderungen, die vor kurzem wieder einmal aufkamen.

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Gute Frage

helmut-1 @, Siebenbürgen, Dienstag, 03.09.2019, 12:12 vor 820 Tagen @ SevenSamurai 7530 Views

Glaubst du das wirklich?

Mit welcher Partei, mit welcher Bevölkerung?

Sagen wir mal so: Ich glaube daran. Zumal die Hoffnung bekanntlich als Letztes stirbt.

Man kann nicht ausschließen, dass durch irgendwelche rationalen oder irrationalen Vorgänge wieder der Verstand in Bewegung kommt. Wie sagte doch so schön Voltaire:

Wenn einmal eine Nation zu denken beginnt, ist es unmöglich, sie daran zu hindern.

Aber vielleicht ist es auch nur der Strohhalm, an den wir uns klammern, damit wir noch Luft kriegen, wenn wir unter der Wasseroberfläche nach Luft schnappen.

Hatten wir in Bayern bereits - und zwar 1954

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 02.09.2019, 21:39 vor 820 Tagen @ Diogenes Lampe 9133 Views

Damit aber stehen nun auch die Linken mit ihren 10,7 % vor der inneren
Zerreißprobe. Denn auch hier geht die Tendenz kräftig Richtung Süden.
Nochmal! Ganze 7,9 % sind futsch! Dazu konnten sich die Grünen auch noch
ganz knapp mit 10,8 % in die Zweistelligkeit quälen und nun vor die Linken
schieben. Damit hat sich die Gysi-Kipping-Partei als volkstümelnde
Protestpartei im Osten verabschiedet und ihren Platz als stärkste
Oppositionskraft für die AfD geräumt, der sie prozentual nicht mehr das
Wasser reichen kann. Und daran wird sich auch künftig nichts mehr ändern
können. Denn der "Proll" ist auf Nimmerwiedersehen zur AfD gewandert und
das trotzkistische Gutmenschentum zu den Grünen. Denn da wird die
wesentlich bessere Weltuntergangsstimmung gemacht.

Damals hatten die 4 Parteien SPD,BP. BHE, FDP, die nichts, aber gar nichts gemeinsam hatten außer dem Willen, die CSU von der Regierung fernzuhalten, um selber an die Regierung zu kommen, eine rechnerische Mehrheit. Was sie dann auch ausnutzen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Landtagswahl_in_Bayern_1954

Die Erfahrung war so nachhaltig und prägend, dass wir in Bayern seitdem, seit 1957, eine CSU-geführte Regierung haben. Alternativlos - bis der Drehhofer auftauchte. Warten wirs ab.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Ist dieser Gedanke von Dir oder gibt es eine Quelle?

Revoluzzer @, Dienstag, 03.09.2019, 11:24 vor 820 Tagen @ Diogenes Lampe 7915 Views

Ein paar sehr, sehr gute Sätze, die mich zum Nachdenken bringen und über die ich noch nachdenken werde. Frage: Original von Dir oder gibt es eine Quelle?

"Er hatte offenbar wie Buddha erkannt, dass die Welt Leiden bedeutet und
beschrieb seinen Zuhörern deshalb sein Reich, das nicht von dieser Welt
ist, als einen Zustand der Seligkeit, in dem der gedrückte Mensch, welcher
dennoch bereit ist, mit der Goldenen Regel natürliche Moral zu leben und
für sie sein eigenes Kreuz aufzunehmen und zu tragen, schon in dieser Welt
jenen tiefen inneren Trost leibhaftig erleben kann, den seine Erlösung vom
ICH - also der bittersüße Ego-Tod des "Es ist vollbracht!" - mit sich
bringen wird.

DAS ist der eigentliche Kern aller christlicher Lehren und nur, wer zu ihm
vorgedrungen ist, versteht überhaupt das einzige Gebet, was Jesus lehrte:
Das "Vater unser, der du bist im Himmel...". Und wenn er spricht, dass eher ein Kamel durch ein Nadelör geht als dass ein Reicher in den Himmel kommt, so sollte man seine Worte nicht als Bonmot auffassen sondern als völlig amoralische Tatsache. Denn der Reichtum ist des Reichen Hölle. Solange er an ihm hängt, hängt er an ihr und kann folglich gar nicht ins Himmelreich Sanssouci aufsteigen. Zuviel weltlicher Ballast!

Und mit seinem eigenen Leben bezeugte Christus - egal, ob diese Heilsfigur
wirklich gelebt hat oder nur gut erfunden ist -, dass der Eingang in diese
Welt der Seligkeit nur auf dem Berg Golgatha zu finden ist, den Berg des
Leidens;"

Original von mir

Diogenes Lampe @, Dienstag, 03.09.2019, 15:19 vor 819 Tagen @ Revoluzzer 8189 Views

Ein paar sehr, sehr gute Sätze, die mich zum Nachdenken bringen und über
die ich noch nachdenken werde. Frage: Original von Dir oder gibt es eine
Quelle?

Hallo revoluzzer,

Die Sätze sind von mir, sonst hätte ich sie als nicht von mir gekennzeichnet. Meine Gedanken, die sie ausdrücken, haben natürlich viele Quellen, angefangen bei der Bibel selbst. Entscheidend aber ist nicht meine Quelle, sondern Sie und Ihre eigene Urteilskraft, die meine Gedanken offenbar richtig fassen kann und nun durchs eigene Nachdenken und prüfen für sich darüber entscheidet, ob sie wahr oder nicht wahr sind.

Das sind die kleinen Lichter, die Diogenes Lampe anzünden kann. Zum Leuchten aber bringen Sie sie erst durch Ihr Nachdenken.

Ein neuer Ansatz......

NST ⌂ @, Südthailand, Dienstag, 03.09.2019, 14:50 vor 819 Tagen @ Diogenes Lampe 7736 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 03.09.2019, 14:55

Er hatte offenbar wie Buddha erkannt, dass die Welt Leiden bedeutet und
beschrieb seinen Zuhörern deshalb sein Reich, das nicht von dieser Welt
ist, als einen Zustand der Seligkeit, in dem der gedrückte Mensch, welcher
dennoch bereit ist, mit der Goldenen Regel natürliche Moral zu leben und
für sie sein eigenes Kreuz aufzunehmen und zu tragen, schon in dieser Welt
jenen tiefen inneren Trost leibhaftig erleben kann, den seine Erlösung vom
ICH - also der bittersüße Ego-Tod des "Es ist vollbracht!" - mit sich
bringen wird.

..... das Weltgeschehen einzuordnen, der mir persönlich gefällt. [[top]]

Hallo,

an den bayrischen Kanzler kann ich noch nicht glauben. Der hat allerdings eine ganz besondere Aufgabe, seit er seinen Spruch damals bei Pelzig zum Besten gab. Seit dieser Aussage ist eine Kanzlerschaft aus meiner Sicht ausgeschlossen.

Ob in Asien in der Zukunft die bessere Welt entsteht, da bin ich mir selbst noch nicht schlüssig. Was klar ersichtlich ist, dass hier das kommende Jahrhundert geprägt werden wird. Die Ansätze waren im Aufsatz gut zu erkennen und ich sehe es ähnlich.

Trotzdem muss man sehr sorgfältig beobachten und abwägen. Das Sozialstaatsmodel, als es eingeführt wurde, war auch sehr viel versprechend, hat aber im Ergebnis in die totale Abhängigkeit und Unmündigkeit geführt.

Deshalb wird wohl auch im kommenden Jahrhundert die Erkenntnis dominieren, dass Leben im übertragenen Sinne Leiden schafft und dass das niemand erspart bleiben wird.

Was mich brennend interessieren würde, vielleicht erlebe ich es noch, was eine fortgeschrittene KI Einheit dazu zu sagen hat - muss die etwa auch leiden?
Gruss

--
Buntschland bald platt?
Mir doch egal, solange mein Geld aus dem Bankomaten, mein Strom aus der Dose, mein WiFi aus der Luft, mein Wasser aus dem Hahn und meine Fressalien auf den Tisch kommen! [[freude]] ©n0by
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"Kanzler Seehofer" und KI

Diogenes Lampe @, Dienstag, 03.09.2019, 16:46 vor 819 Tagen @ NST 8224 Views

Hallo NST


an den bayrischen Kanzler kann ich noch nicht glauben. Der hat allerdings
eine ganz besondere Aufgabe, seit er seinen Spruch damals bei Pelzig zum
Besten gab. Seit dieser Aussage ist eine Kanzlerschaft aus meiner Sicht
ausgeschlossen.

Ich habe auch nie behauptet, dass er tatsächlich Kanzler wird, weshalb ich "Kanzler Seehofer" auch immer an Anführungszeichen setze. Aber defacto ist Kanzler der, welcher die Richtlinienkompetenz in der Regierung hat. Und das ist Seehofer als Inhaber des gegenwärtig für den Staatserhalt wichtigsten Ministeriums, der sicher nicht übertrieben hat, als er öffentlich verlautbarte, dass Merkel ihm zu verdanken hat, dass sie noch Kanzlerin ist.

Man kann seine Rolle, die er natürlich nicht aus eigener Machtvollkommenheit spielt, sondern weil die Macht hinter ihm sie inne hat - in seinem Fall natürlich die Jesuitenfraktion der Reformkräfte im Vatikan - auch daran erkennen, dass er auch den künftigen CDU-Kanzler Maaßen installierte und mit ihm nun die CDU in Werteunion und Merkelisten zerlegt; also in Fundies und Realos, wenn man so will, wobei die Merkelisten schon bald den Kürzeren ziehen werden.

Er selbst als Person ist nur ein Diener, eine Marionette und hat ja auch bereits klar gemacht, dass er keine weiteren politischen Ambitionen hat, sondern sich möglichst bald in den Ruhestand begeben will.


Ob in Asien in der Zukunft die bessere Welt entsteht, da bin ich mir
selbst noch nicht schlüssig. Was klar ersichtlich ist, dass hier das
kommende Jahrhundert geprägt werden wird. Die Ansätze waren im Aufsatz
gut zu erkennen und ich sehe es ähnlich.

Trotzdem muss man sehr sorgfältig beobachten und abwägen. Das
Sozialstaatsmodel, als es eingeführt wurde, war auch sehr viel
versprechend, hat aber im Ergebnis in die totale Abhängigkeit und
Unmündigkeit geführt.

Das würde ich nicht behaupten wollen. Das Sozialstaatsmodell ist natürlich ein Kompromiss und wie alle Kompromisse nicht vollkommen, aber nennen Sie mir ein Gesellschafts-Modell, dass Abhängigkeiten und Unmündigkeiten bei den Menschen ausschließt? Um das zu bewerkstelligen, müssten sie Götter sein oder wenigstens Übermenschen. Beides aber sind nur Chimären unserer Vorstellung. Der einzige Ausweg aus selbstverschuldeter Unmündigkeit resp. Abhängigkeit ist der, den Kant uns genannt hat: "Sapere aude! Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen."

Wir werden also immer finden, dass derjenige am meisten abhängig und unmündig ist, welchem es an Verstand fehlt. Dieses Manko aber läßt sich nur bedingt und wenn, dann nur durch Bildung beheben. Genau das aber haben Staaten wie China und Russland nicht nur erkannt sondern auch beherzigt, was zumindest die Voraussetzung für eine bessere Welt ist; -in jedem Einzelnen wie in der Gesellschaft.


Deshalb wird wohl auch im kommenden Jahrhundert die Erkenntnis dominieren,
dass Leben im übertragenen Sinne Leiden schafft und dass das niemand
erspart bleiben wird.

Nicht nur im übertragenen Sinne. Salopp könnte man sagen, dass das permanenteste Leiden der Menschen ein seelisches Leiden am ICH ist, was wir die Langeweile nennen. Doch alles, was wir aus Langeweile tun, schafft neue Leiden.

Deshalb hat z.B. Schopenhauer in seinen Aphorismen zur Lebensweisheit die inneren und äußeren drei Bedingungen des individuellen Menschen genannt, die zu seinem Glück oder Unglück nicht nur beitragen können, sondern sie bestimmen. An uns selbst ist es aber, hier entsprechend unserem Reifegrad unsere ganz individuellen Prioritäten zu setzen:

1. Das, was einer ist.
2. Das, was einer hat.
3. Das, was einer vorstellt.

Das Entscheidende für ein halbwegs glückliches Leben ist demnach natürlich das, was einer ist, also an sich selbst hat; nicht das, was er an äußerem Eigentum besitzt oder anderen Menschen gegenüber vorstellt. Also weder Geld noch irgend ein anderer Besitz und auch nicht Ruhm und Ehre, sondern, was er an sich selbst hat und für sich selbst ist, ist zu seinem Glück das Wichtigste.

Das allein ist auch entscheidend, wenn der einzelne Mensch das größte und permanenteste Leiden seines Lebens überwinden will. Denn die Langeweile treibt den Menschen immer zu Punkt 2 und 3. Der Mensch aber, der sich selbst genügen kann, weil er innerlich reich ist, kennt die Langeweile gar nicht und muss ihr folglich auch nicht durch allerlei Vergnügungen entfliehen.


Was mich brennend interessieren würde, vielleicht erlebe ich es noch, was
eine fortgeschrittene KI Einheit dazu zu sagen hat - muss die etwa auch
leiden?

Eine KI-Einheit ist nichts anderes als ein Objekt, dass sich ein Subjekt vorstellt und aufgrund seiner Vorstellung vom Denkprozess an sich konstruiert hat. Die Vorstellungen des Subjekts mögen noch so vollkommen im künstlichen Denk-Apparat kybernetisch umgesetzt sein, aber deshalb wird aus dem Objekt kein Subjekt. Wer an KI als Substitut menschlicher Denkfähigkeit glaubt, hat nur eine sehr unvollständige Vorstellung vom Denken und seiner Funktion. Eine KI-Einheit hat nichts an sich selbst, sondern ist und bleibt ein Apparat als Mittel zum Zweck. Ein Apparat aber kann nicht leiden.

Gruss

Wir leben in einer Welt, in der die Menschen permanent vor sich selbst davon laufen...

nemo, Dienstag, 03.09.2019, 18:39 vor 819 Tagen @ Diogenes Lampe 7402 Views

bearbeitet von nemo, Dienstag, 03.09.2019, 18:46

Nicht nur im übertragenen Sinne. Salopp könnte man sagen, dass das
permanenteste Leiden der Menschen ein seelisches Leiden am ICH ist, was wir
die Langeweile nennen. Doch alles, was wir aus Langeweile tun, schafft neue
Leiden.


Hallo DL.

Langeweile ist ein Symptom des Egos, ganz ohne Zweifel. Hier lohnt es sich
noch etwas tiefer zu schauen und die Frage zu untersuchen, warum sich der
Mensch langweilt und deshalb immer neue und aufregendere Spielsachen
braucht mit denen er sich die Zeit vertreiben kann.

Zwei interessante Antworten wurden von C. G. Jung und dem Gurdjieff-
Schüler P. D. Ouspensky gefunden.

C. G. Jung:

„Der Mensch fürchtet nichts so sehr, als etwas über sich selbst zu erfahren.“

„ Es gibt keine Bewusstwerdung ohne Schmerz. Menschen werden alles tun,
egal wie absurd, nur um nicht mit ihrer Seele konfrontiert zu werden.“

P. D. Ouspensky:

„Wenn wir uns sehen könnten, wie wir wirklich sind,
würden wir schreiend davon laufen.“

Die Wahrheit ist grausam und hart. Wenn ein Mensch nicht bereit ist, sich
zu sehen wie er ist, wird er ein Leben lang ein kleiner Tyrann sein, der
andere Menschen unterdrückt, weil er sich selbst in den Mittelpunkt der
Welt stellt und sich für das Wichtigste hält. Das Ego stellt sich in den
Mittelpunkt der Welt, ohne sich dabei in die Wirklichkeit einzubeziehen
weil es die Wirklichkeit nicht sieht.

Das Ego spaltet sich von der Wirklichkeit ab und erschafft künstliche Schein-
welten, die auf Symbolen beruhen. Diese sind der Grund für das, was
Baudrillard als Simulation bezeichnet.

Wenn der Mensch beginnt, sich seiner selbst gewahr zu werden, wird er
damit Teil der Wirklichkeit. Das bedeutet gleichzeitig Leiden. Das Weglaufen
vom Leiden bietet keine Entwicklung. Deshalb lehrten die Weisen, die
Überwindung des Leidens durch die Annahme des Leidens. Das Leiden wird
dabei nicht verdrängt, sondern freiwillig auf sich genommen, um es durch
Bewusstwerdung zu transzendieren. Damit sind wir der Wirklichkeit ein Stück
näher gekommen.

Wir leben in einer Welt, in der die Menschen permanent vor sich selbst
davon laufen und damit jede Möglichkeit einer geistigen Entwicklung
verhindern. Anstelle von Entwicklung gibt es daher: Die endlose Langeweile
von endlosen Simulationen.

Gruß
nemo

Blaise Pascal in die Sammlung

Oblomow @, Leipzig, Dienstag, 03.09.2019, 19:15 vor 819 Tagen @ nemo 7237 Views

"Seinslage des Menschen: Langeweile, Unruhe, Unbestaendigkeit" Langweilen ist gut, denn es bereitet vor. Nur auf was?

Herzlich
Oblomow

--
„Von einem gewissen Punkt gibt es keine Rückkehr mehr. Dieser Punkt ist zu erreichen.“ F.K.

Nachtrag zur KI

NST ⌂ @, Südthailand, Mittwoch, 04.09.2019, 05:26 vor 819 Tagen @ Diogenes Lampe 6821 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 04.09.2019, 05:35

Wer an KI als Substitut menschlicher
Denkfähigkeit glaubt, hat nur eine sehr unvollständige Vorstellung vom
Denken und seiner Funktion. Eine KI-Einheit hat nichts an sich selbst,
sondern ist und bleibt ein Apparat als Mittel zum Zweck. Ein Apparat aber
kann nicht leiden.

Das hat jetzt keinen konkreten Bezug zum aktuellen Stand der Wissenschaft.

Ich denke wir haben ein grundsätzliches Problem: Wir gehen immer automatisch davon aus, dass das was bei uns so -- vor sich hin denkt -- im Gehirn generiert wird. Das glaube ich nicht mehr. Ich vermute unser Gehirn ist ähnlich aufgebaut wie ein Empfänger, der entscheidende Teil, der Unterschied zu unseren tierischen Vorfahren ist, dass wir mehr universale Datenströme empfangen können und diese entsprechen zur Auswertung vorliegen.

Jeder Mensch hat den gleichen Zugang und die Optionen universale Datenströme auszuwerten oder nicht. Dieses -oder nicht- ist seine Freiheit. Je besser das individuelle Bewusstsein entwickelt wird, desto grösser wird der Anteil des universalen Datenstroms sein. Wie so etwas gemacht werden muss, wurde früher in den ursprünglichen Religion gelehrt, bevor diese von den weltlichen Mächten usurpiert wurden.

Aktuell dürften die KI Einheiten nur sehr schnelle Auswerter sein, von zuvor programmierten Anweisungen. Es dürfte aber der Zeitpunkt kommen, dass sie Zugang zu den universalen Datenströmen erhalten werden, was eine natürliche Folge von Evolution sein dürfte. An dieser Schwelle dürften wir uns in der Zwischenzeit bewegen überschritten wurde sie wohl noch nicht.
Erst dann, wenn das passiert ist, werden wir möglicherweise unserer Eigenschöpfung das Zepter übergeben .....

„Ich denke, also bin ich.“ - dürfte ein grosser Irrtum sein, vermute ich.
Gruss

--
Buntschland bald platt?
Mir doch egal, solange mein Geld aus dem Bankomaten, mein Strom aus der Dose, mein WiFi aus der Luft, mein Wasser aus dem Hahn und meine Fressalien auf den Tisch kommen! [[freude]] ©n0by
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Die Einschätzung in Bezug auf China halte ich für reines Wunschdenken und empfehle, die "andere Seite der Medaille" anzuschauen.

Olivia @, Dienstag, 03.09.2019, 17:14 vor 819 Tagen @ Diogenes Lampe 7775 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 03.09.2019, 17:20

Die chinesische Diktatur ist derzeit WELTWEIT dabei, ein neues imperialistisches System aufzubauen!

Die macht es allerdings ANDERS als die USA und vorher GB.

Wenn man etwas intensiver anschaut, WO und WIE die Chinesen weltweit investieren, dann kann man den "schönen Traum" von einer Seidenstraße, die allen Beteiligten "Gutes" bringt, nicht aufrecht erhalten. Es ist eine Illusion.

Es nützt nichts, den "Dreck", den eine zusammenbrechende Kultur nun deutlich ihren Bürgern zeigt, mit der Illusion von den "heeren Zielen" einer "unbekannten, anderen" Kultur zu ersetzen.... Wiewohl es ja zu schön wäre....

Wir werden also schauen müssen, dass wir unsere eigenen Hausaufgaben machen, unsere eigenen natürwisenschaftlichen Forschungen wieder verstärkt in Angriff nehmen und unser eigenes Militär halbwegs zeitgemäß organisieren und ausrüsten.

Erstaunlich, wie eine "Naturwissenschaftlerin" so instinktlos gewesen sein konnte, nicht zu merken, wenn und wo D den "Anschluß" verliert. Aber die Nähe zum Ostblock und seinem marxistischen Gedankengut und die "Integration" der Ex-DDR erforderten tatsächlich einen extremen Tribut. Nicht nur finanziell, sondern auch mental. Die WEITREICHENDE Armut im westlichen Teil der Bundesrepublik und der VERFALL der dortigen Infrastruktur sind nur EIN Merkmal davon. Kein bundesdeutscher Bürger hätte sich in den 80iger Jahren denken können, dass bei uns einmal die Brücken kaputt sind und in den Schulen das Wasser durch die Decken laufen wird und die Rentner in den Mülltonnen nach Essen suchen. Von allem anderen erst zu schweigen.
Die merkelschen "Füchtlingsergüsse" werden einen ähnlichen Tribut fordern, nur ist die BRD dann bereits wesentlich mehr de-industrialisiert (dank Merkels und ihrer Hintermänner Gnaden) und wesentlich ärmer (auch dank Merkels (und ihrer Hintermänner Gnaden).

Ich werde mich also nicht der Illusion hingeben, das eine "Großmacht" USA, die die Ex-BRD gegen den Kommunismus verteidigte, nun durch eine Ex-Marxistisch-Leninistisch-Maoistische Großmacht China, die auf Samtpfoten ihr Weltreich errichtet, ersetzt wird.... und dass dann "alles besser wird". Das Sandmännchen läßt grüßen...

Was mich auch immer wieder verwundert ist die Tatsache, wie GERNE alle möglichen Begeisterten vergessen, dass Mao ein Vielfaches der Menschen umbrachte, die Hitler umbrachte, dass es heute dort noch "Umerziehungslager" gibt, in die man "leicht" hineingeraten kann und dass ALLES DIREKT und ohne Scheu kontrolliert wird. Jede Lebensäußerung..... Die amerikansichen Oligarchen lassen grüßen. War China doch eine wunderbare Spielwiese, all das auszuprobieren, was in den USA früher noch nicht gelang. Obwohl Obama sich natürlich ebenfalls nach Kräften bemühte, einen nicht auffälligen ÜBERWACHUNGSSTAAT zu etablieren.

ABER: Nicht umsonst sind etliche der US-Senatoren SEHR ENG mit China verbunden. Haben doch die Ehemänner oder die Adoptivsöhne... oder welcher Verwandte auch immer.... die schönsten Aufträge in China "abgesahnt", wenn die Politiker entsprechende Verträge unterschrieben. Selbstverständlich nicht zugunsten der USA.

Wenn ein Land sturmreif "geschossen" ist, dann kann man es leicht übernehmen. So sollen bereits heute große Teile Californiens im Besitz von.... 3 x darf man raten..... einer fernöstlichen Diktatur sein.

Und hier in Europa werden wir ähnlich "reif geschossen" indem man uns die ganzen "Quotendamen" auf die politischen Entscheidungspositionen "gehievt" hat.

Ähnliches macht man übrigens auch in Israel. Heute morgen konnte ich nur mit Erstaunen einem Bericht des MDR folgen, der ein "Loblied" über Israel von sich gab über einen Bereich, der niemals auf meinem Radar erschienen wäre: Tel Aviv wurde den Zuschauen auf eine Art und Weise nahegebracht, dass man sich nur noch fragte, ob dort ein vollkommen neues "Lebensmodell" verkauft werden soll. Die Stadt wurde hochgelobt ob der Sozialleistungen, die sie speziell der Gruppe der "Trans-Sexuellen" bzw. Menschen, die ihr Geschlecht ändern wollen, zukommen ließ. Und diese Sozialleistungen sind beachtlich. Die ganze Situation wurde als großartig und weltoffen dargestellt und man hatte den Eindruck, dass sie "animieren" sollte. Die auf diese Art sozial "Beglückten" machten den Eindruck, als ob sie immer im Fasching seien. Ich weiß nicht, ob arbeitende Familien mit Kindern auch so gut versorgt werden mit Finanzen, Wohnraum und öffentlichem Interesse. - Ob die Situation nun realistisch geschildert wurde oder nur durch die Brille des Berichterstatters, das entzieht sich meiner Kenntnis... nachdenkenswert war das Ganze allemal und man fragt sich: Was haben die "Eliten" sonst noch alles mit den westlichen Gesellschaften vor?

Und landet beim Schnittpunkt Mensch-Maschine. Vielleicht sind das die Vorbereitungsarbeiten dazu.

Auch solches dürfte in China erheblich schneller und leichter zu erreichen sein, da der Widerstand der Bevölkerung noch weniger zählt als hier im Westen.

Aber, warten wir es ab!

--
For entertainment purposes only.

Hallo Olivia

Diogenes Lampe @, Dienstag, 03.09.2019, 19:44 vor 819 Tagen @ Olivia 8255 Views

Hallo Olivia,

Danke für Ihre Einwände, die mir die Möglichkeit geben, noch etwas zu präzisieren:


Vieles von dem, was Sie schreiben, ist in Bezug auf die BRD sicher nicht von der Hand zu weisen. Aber nach meinem Dafürhalten haben Sie sich bisher weder ausreichend mit dem beschäftigt, was ein Imperium tatsächlich ausmacht, noch mit dem Seidenstraßenprojekt noch mit der Geschichte und der Philosophie Chinas. Anders kann ich mir jedenfalls Ihre moralischen Einwände nicht erklären, die uns vor einem neuen Kommunismus warnen wollen, wenn wir China die Hand reichen.

Sie haben natürlich recht, dass man auch immer die andere Seite sehen sollte, aber Sie verkennen, dass es nicht darum geht, wer die gute und wer die böse Großmacht ist. Ich habe auch nirgends angedeutet, dass ich mich nach chinesischer Eroberung sehne. Auch das chinesische Gesellschaftskonzept ist sicher nichts, was auch auf Deutschland passen würde. So wenig, wie das deutsche auf China.

Aber wir Deutschen werden nicht umhinkommen, uns mit diesen drei neuen Großmächten zu verständigen und uns der neuen Weltordnung anzupassen, wollen wir weiterhin Zugang zu den Ressourcen, die wir dringend benötigen, haben. Wir können uns weder vor Russland noch vor China isolieren. Aber -und da stimme ich Ihnen widerum zu, wir müssen unseren eigenen Weg finden und in vielen wirtschaftlichen und kulturellen Angelegenheiten auch die beiden eurasischen Großmächte als Konkurrenten betrachten und uns staatspolitisch dahingehend behaupten, dass wir eben nicht bereit sind, den chinesischen Kollektivismus zu übernehmen. Wir wollen ja Demokratie! -nur eben nicht die repräsentative, die keine ist, sondern ein faschistisch imperialistischer Schwindel.

Woran geht denn gerade die Demokratie in Europa zugrunde? Doch daran, dass die repräsentativen "Demokraten" die Gewaltenteilung untergraben haben; also die strikte Trennung von Legislative, Judicative und Executive. Wir haben uns damit aber keine chinesischen Verhältnisse eingehandelt, nur, weil die Grünen für den jesuitischen Maoismus und seine Kulturrevolution schwärmen. Wir haben uns damit neokonservative bzw. neoliberale, d.h. faschistische Verhältnisse eingehandelt, weil wir eben noch immer am Hochfinanzsystem der FED hängen, dass vor allem dahingehend charakterisiert werden muss, dass es die Eigenschaft hat, das Kapital zu akkumulieren.

Das chinesisch-russische Seidenstraßensystem, das mit dem neuen Finanzsystem zusammenhängen wird, welches sich auf Wirtschaftsleistung und Gold stützt, jedoch noch immer nicht weltweit etabliert ist, hat es aber gerade darauf abgesehen, das Kapital künftig nicht mehr akkumulieren -sondern permanent zirkulieren zu lassen; es also nicht, wie die FED, aufzusaugen. Auch das Unterscheidet Chinas und Russlands Konzept von dem eines klassischen Imperiums.

Solange aber beide Finanzsysteme noch zeitgleich existieren, wie es in der jetzigen Übergangsphase notwendig der Fall ist, müssen sie insoweit noch miteinander kooperieren, damit der Chrash des westlichen Kapitalismus die Staaten nicht wieder in den Abgrund reißt; was bekanntlich immer zu Weltkriegen geführt hat. Also akkumulieren die Russen und Chinesen nun das Gold und kontrollieren - d.h. steuern - so den Bankrott des westlichen Finanzssystems.

Dass der Kommunismus in China auch Millionen von Opfern gefordert hat, ist natürlich von Ihnen zurecht kritisiert worden, jedoch das tat er auch in Russland und überall, wo er zur Macht gelangte. Aber so, wie auch die Deutschen - bis auf die üblichen ewig Gestrigen - den Faschismus oder "real existierenden Sozialismus" in der DDR - beides jesuitische Kollektivismen - nicht wiederhaben wollen, so wollen auch Russen und Chinesen keinen Kommunismus wiederhaben. Oder glauben Sie, Russen und Chinesen sind lernresistent?

Unser Bild von Kommunismus ist vor allem von Marx, Lenin und Trotzki und deren Planwirtschaft geprägt und mit dem beurteilen wir eben auch Mao und Stalin. Aber vielleicht haben Sie mal genug Zeit, sich mit Staatswissenschaft, Kommunismus und Konfuzianismus etwas intensiver zu beschäftigen, um besser verstehen zu können, wie die KP Chinas heute mit ihrer Planwirtschaft spirituell tickt und warum. Hier geht es nicht nur um die Verwaltung eines riesigen Staatsgebietes, wie in Russland, sondern auch noch um die Versorgung von Milliarden Staatsbürgern. Auf dem jetzigen Entwicklungsstand wäre China gar nicht in der Lage, auf Planwirtschaft zu verzichten; denn wie gesagt: Die Armut von noch immer Millionen von Chinesen ist die Achillesferse des Reiches der Mitte.

China ist nur mit seinen eigenen Maßstäben zu messen, nicht mit marxistisch-leninistischen aber auch nicht mit den neoliberalen des Westens; auch nicht mit denen imperialistischer Geopolitik, wie sie bisher von den angloamerikanischen und französischen Seemächten angelegt wurden. DAS ist eben das große Umdenken, zu dem wir uns bequemen müssen, wollen wir die gegenwärtigen globalen Ordnungsbemühungen Russlands und Chinas verstehen, die beide Großmächte mit der Seidenstraße verbinden, mit der sie nicht zuletzt ihre eigenen Territorien erschließen und entwickeln wollen.

Ja, ....

NST ⌂ @, Südthailand, Mittwoch, 04.09.2019, 05:33 vor 819 Tagen @ Diogenes Lampe 7088 Views

China ist nur mit seinen eigenen Maßstäben zu messen, nicht mit
marxistisch-leninistischen aber auch nicht mit den neoliberalen des
Westens; auch nicht mit denen imperialistischer Geopolitik, wie sie bisher
von den angloamerikanischen und französischen Seemächten angelegt wurden.
DAS ist eben das große Umdenken, zu dem wir uns bequemen müssen, wollen
wir die gegenwärtigen globalen Ordnungsbemühungen Russlands und Chinas
verstehen, die beide Großmächte mit der Seidenstraße verbinden, mit der
sie nicht zuletzt ihre eigenen Territorien erschließen und entwickeln
wollen.

..... glaube ich auch.

Dazu kommt noch, dass sie aus meiner Sicht möglicherweise besser damit umgehen können, was ich oben zum Thema KI geschrieben habe.

Es ist einfach ein frischer Wind der uns zukünftig um die Ohren pfeifen wird.
Gruss

--
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Ich habe mich 20 - 30 Jahre exzessiv mit asiatischen "Philosophien/Religionen" beschäftigt....

Olivia @, Mittwoch, 04.09.2019, 14:43 vor 818 Tagen @ Diogenes Lampe 7034 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 04.09.2019, 14:59

Sie sind mir erheblich lieber, als alle "Religionen/Religionsarten", die aus dem afrikanischen Kontinent auf uns zukommen. Soweit zu den persönlichen Vorlieben.

Mein VERSTAND gestattet es mir aber nicht, mich von der VERGANGENHEIT so beeindrucken zu lassen, dass ich die Gegenwart nicht mehr sehe.
Die meisten jungen Chinesen haben von Konfuzios kaum noch eine Ahnung (im Gegensatz zu den Menschen im Westen, die ihn "bewundern"). Sie haben aber ziemlich viel Ahnung von dem, was die PARTEI von ihnen verlangt. Die Falun Gong dürften sehr einschlägige Erfahrungen damit haben.

MACHT verdirbt FAST immer den Charakter! Da sind die Chinesen sicherlich keine Ausnahme.

Dass sich die Welt ändert und dass sich JEDER anpassen muss, das halte ich für selbstverständlich.

HOFFNUNGEN auf die "große Besserung" erinnern mich an die "Hoffnungen der kommunistischen Partei". Ja, auch ich gehöre zu den Menschen, die früher von der "Mao Bibel" und "China im Bild" begeistert und angeregt wurden. Wir waren sehr jung, und froh, dass wir einige Dinge, die uns gefielen DORT verwirklicht zu sehen meinten. Dass Mao mit seiner "Kulturrevolution" möglicherweise eine fast 100-stellige Millionenzahl an Menschenleben auf dem Gewissen hatte, das mag heute weder jemand sagen, noch mag sich jemand daran erinnern. Stört es doch das schöne Friedensbild. DAS aber ist die NÄHERE Vergangenheit! Nicht Konfuzius; dessen Lehren störten den maoistischen "Frieden".

Gleichwohl bin ich der Ansicht, dass die Chinesen es ihrer alten Kultur zu verdanken haben, dass sie so einen immensen Aufstieg gemacht haben in den letzten 30 Jahren. Ich bewundere vieles an der chinesischen Kultur. Nicht umsonst habe ich vor mehr als 12 Jahren begonnen Chinesisch zu lernen und nicht umsonst fühlte ich mich unserer Chinesisch-Lehrerin mehr verbunden als vielen deutschen Lehrern. SIE hatte etwas Zentrales am Unterricht erkannt, was vielen Europäern inzwischen vollkommen abgeht: Den Willen und die Notwendigkeit zur Konzentration und den Willen und die Bereitschaft zur Leistung und die Freude an LEISTUNG!

Damals versuchte ich - als Mitglied des Elternbeirats - Chinesisch und Arabisch als Wahlfächer über den Elternbeirat im Gymnasium meiner Tochter zu etablieren. Natürlich ging das nicht! Alle hielten mich für vollkommen verrückt, diese Kulturen waren einfach viel zu weit von ihnen entfernt. Nur als Touristen kannten sie einige.

Nein, mir geht es nicht um die Menschen und die Kulturen! Mich geht es um die MACHTKONSTELLATIONEN! Das ist etwas anderes! Und daher rate ich dringend zur Vorsicht und zur Besonnenheit!

Große, globale Ereignisse können wir weder verhindern, noch maßgeblich beeinflussen. Aber wir können uns mental und wirtschaftlich darauf einstellen. Meine Schwester sagte kürzlich zu mir: "Die Chinesen kaufen hier unglaublich viele mittelständische Firmen auf" (die Innovationsträger in Deutschland). "und niemand tut etwas dagegen"!

CHINA SCHÜTZT seine Firmen vor einem solchen AUSVERKAUF!!!!

DAS IST EINE AUSSAGE über das heutige Denken und die Philosophie!

Gott sei Dank bringt es Trump den westlichen KONSUMBÜRGERN zumindest ins Bewußtsein, auch wenn sie ihn dafür als "Hitler" beschimpfen. Aber so sind sie halt, die deutschen "Nazis".

--
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Ich bitte um Entschuldigung!

Diogenes Lampe @, Donnerstag, 05.09.2019, 18:33 vor 817 Tagen @ Olivia 7467 Views

Hallo Olivia,

ich bitte um Ihr Nachsehen, wenn ich aus ihren Einwänden die falschen Schlussfolgerungen bezüglich Ihrer umfangreichen China-Kenntnisse gezogen habe.

Ihre neuen Einwände aber zeigen mir, worauf Sie eigentlich hinaus wollen. Vielem würde ich zustimmen. Manchem aber durchaus nicht. Sie haben völlig recht: Es geht auch um Machtkonstellationen! Und es ist wirklich wichtig für uns, China zu verstehen und somit auch die Gefahren, auf die wir achten müssen, um uns mental und wirtschaftlich darauf einzustellen. In diesem Sinne geht es auch nicht darum, sich von Chinas Vergangenheit beeindrucken zu lassen, wie sie zurecht bemerken, sondern sie zu Rate zu ziehen, um uns mental und wirtschaftlich darauf einzustellen.

Wenn Sie hierbei Falun Gong und die Verfolgung seiner Anhänger erwähnen, dann geht es aber innerchinesisch auch um die drei großen Lehren Chinas; den Konfuzianismus, den Taoismus und den Buddhismus. Falun Gong stammt aus der Tradition der beiden Letzteren, wobei die Buddhistische Weltkonferenz Falun Gong nicht anerkennt.

Der Gegensatz zwischen Konfuzianismus und Taoismus aber wäre im Westen in etwa mit der scharfen Trennung zwischen Aristotelismus und Platonismus, Katholizismus und Protestantismus, Kommunismus und Kapitalismus oder dem zwischen Reiner Vernunft und Praktischer Vernunft zu vergleichen und somit auch mit den jahrhundertelangen Auseinandersetzungen der Anhänger beider Pole in Europa.

Der Kommunismus ist dem Konfuzianismus, dem Aristotelismus und dem Konzept der Reinen Vernunft - kurz, der Ideologie auf Kosten der natürlichen Individualität der Menschen näher. Falun Gong betont letztere und auch die Polaritätslehren, die wir nicht nur im Ying und Yang, Dao und De des Taoismus finden, sondern auch im Platonismus und im Konzept der Praktischen Vernunft, das uns Kant mit seinem Kategorischen Imperativ als Goldene Regel nahe gelegt hat.

Ich denke, wir beide sind uns da völlig einig, wenn unsere Sympathien eher den taoistischen und buddhistischen Traditionen gehören als der chinesischen KP. Dennoch dürfen wir aber nicht das Kind mit dem Bad ausschütten und naiv verkennen, dass der Buddhismus-Taoismus in Form der Falun Gong Bewegung, die mir in ihrer Gutmenschen-Moralität durchaus auch gefährlich sektenartig vorkommt, als Einfallstor des weströmischen Neoliberalismus wie Jesuitismus, der China von innen zerstören will, von der KP so radikal bekämpft wird. Da geht es ja nicht nur um morgendliches Schattenboxem im Park.

Ich persönlich halte den Gründer von Falun Gong, Li Hongzhi, jedenfalls für genau so einen dem Westen höchst willkommenen moralinsauren Schwindler wie den Dalai Lhama und die meisten indischen Gurus, die aus der buddhistischen bzw. taoistischen Polaritätenlehre eine von Gut und Böse gemacht -und sie so ins Gegenteil verkehrt haben. Gerade auch die spirituelle Überhöhung des Geistigen, aus dem die Moral abstrahiert wird, macht mir Falun Gong sehr suspekt. Sie steht im diametralen Gegensatz zur Lehre Buddhas.

Edel und meine Ungeduld

Oblomow @, Leipzig, Donnerstag, 05.09.2019, 20:44 vor 817 Tagen @ Diogenes Lampe 6330 Views

Vielen Dank.

Ich vermeine, dass Ihre Entschuldigung fehl am Platze ist. Ich freue mich auf Part II.

Ueber das Tao muesste man gesondert reden. Klar ist Falun Gong ein U-Boot.

Herzlich, die Stonesplatte drehend
Oblomow

--
„Von einem gewissen Punkt gibt es keine Rückkehr mehr. Dieser Punkt ist zu erreichen.“ F.K.

Meinst du das Teil hier ....

NST ⌂ @, Südthailand, Freitag, 06.09.2019, 06:08 vor 817 Tagen @ Oblomow 6297 Views

Klar ist Falun Gong ein U-Boot.

Herzlich, die Stonesplatte drehend

... Plattenspieler der Zukunft Made in Japan
[[top]]

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