Ein Contra-Indikator: Bin gerade bei Bitcoin eingestiegen

EM-Financial @, Deutschland, Dienstag, 14.03.2017, 07:54 vor 2395 Tagen 3755 Views

Hallo,

an mir ist der Bitcoin Boom bisher, von ein paar spielerischen Versuchen abgesehen, beinahe spurlos vorüber gegangen. Seit wenigen Tagen habe ich begonnen überschaubare Summen zu investieren.

In mir ist irgendwie das Gefühl, dass der Bitcoin-Markt noch vor einer sensationellen Preisblase steht. Ob von 1.000 auf 2.000 oder gar 5.000 bis 10.000 kann ich nicht beurteilen. Doch ich meine, dass um 1.000 herum ein sehr gutes Kaufniveau darstellt.

Ähnlich wie 2009/10 als Gold erstmals die 1.000 Marke knackte...

Selbst Freunde und Bekannte fragen mich nach den Coins.

Aber ich bin mir durchaus bewusst, dass dies die vorübergehend letzte Phase der Aufwärtsbewegung sein könnte und die Kurse nach einer krassen Korrektur wohl erst deutlich unter dem heutigen Niveau stabilisiert werden. Nur wo soll die Korrektur jetzt herkommen?

So lange es Dienstleister gibt die Bitcoins annehmen und dies als Parkmöglichkeit für echtes Geld funktioniert, kann der Preis eigentlich fast nur steigen.

Gruß
EM-Financial

Kleiner Tipp: versuch wenigstens einmal, BTCs auch zu verkaufen, (mT)

DT @, Dienstag, 14.03.2017, 08:19 vor 2395 Tagen @ EM-Financial 3540 Views

Und das mit größeren Summen, so daß Du weißt, wie es funktioniert. Gerne auch in einen steigenden Markt hinein. Wenns wieder hochgeht, versuch mal 10 oder 20k an einem Tag loszuwerden, damit Du siehst, wie groß der Markt wirklich ist.

Sonst hast Du etwas, was man Tulpenzwiebel nennt.

PS: Wenns um Verzweifachung oder Verfünffachung geht, dann schau doch mal in den Tecdax oder in das Segment Scale. Ich hätte nie gedacht, daß der "Nemax" wieder aufersteht, oder daß die Nasdaq wieder auf über 5000 Punkte kommt.

Was in den letzten Monaten gelaufen ist, ist völlig irrational, und in den letzten Monaten und Wochen vor dem März 2000 konnte man locker 20-30% an einem TAG verdienen, wenn man schnell und liquide rein und raus konnte. Das war in den Tagen von Consors, Comdirect, Diraba und Co nicht immer so ganz einfach, zu oft sind die Computer abgeschmiert oder man kam nicht ins Netz rein oder es gab keine Ausführung der Orders.

Die Frage ist, wo wir jetzt im Vergleich sind. 1998 (da war auch ein Crash, nicht vergessen!), 1999, oder schon im Januar 2000? Die Emission von Infineon um den 10. März herum, genau jetzt vor 17 Jahren, stellte den damals absoluten Hochpunkt dar, von dem aus es viele viele Jahre gedauert hatte, bis der DAX wieder diesen Punkt (über 8000 erreicht hatte. Erst in 20007 und dann in 2013 war das wieder erreicht, 2013 durch die Liquiditätsspritzen und durch das Gelddrucken den ZBs, vor allem der EZB.

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Dirk-MV, Dienstag, 14.03.2017, 11:44 vor 2395 Tagen @ DT 3046 Views

Debitkarten
Xapo.com
bitwala.io

mfg

Wir sind jetzt 1-2 Jahre vor dem nächsten Top bei BTC

EM-Financial @, Deutschland, Dienstag, 14.03.2017, 18:29 vor 2395 Tagen @ DT 2430 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 14.03.2017, 18:40

Hallo DT,

vielen Dank auch meine tollen Erinnerungen wieder aufzuwärmen. Das waren Zeiten... 1994 mein erstes physisches Gold gekauft. Zwischen 1996 und 2000 die erste Mio. Euro verdient, bis 2002 davon 80% verloren, dann auf Minen und Emerging Markets umgesattelt, aber immer dabei geblieben...

Wenn Du meinst, dass Bitcoin noch immer illiquide sind, für mein Investment wird es leicht reichen, dann ist dies für mich ein Kaufargument, denn bei der Medienberichterstattung, die ich noch erwarte, werden BTC mit Sicherheit und für kurze Zeit sehr liquide handelbar werden.

Also für meine Verkäufe in 1-3 Jahren wird es schon noch Liquidität geben.

BTC ist eine Blase, eine Manie, ein Massenphänomen und genau darum wird es funktionieren.

Die Bitcoin Vertreter haben auch weiterhin ein Argument auf ihrer Seite.

Man kann mit Bitcoins innerhalb von 24 Stunden relativ große Geldbeträge in Sicherheit bringen. An allen staatlichen Institutionen oder Grenzkontrollen vorbei.

Das wird nicht mit Milliarden funktionieren, aber für den kleinen Schwarzhändler in Indien, den Drogenverkäufer etc. wird es reichen. Diese werden permanent für eine Nachfrage nach Bitcoins sorgen und schlussendlich sicher stellen, dass mehr BTC Käufe als Verkäufe stattfinden.

Zusammen mit der gerade am Beginn stehenden Massenhysterie (Nerds sind dabei, aber die Masse wacht erst jetzt auf... einschließlich mir selbst und siehe meine Bekannten...) wird das noch ein Tollhaus werden.

Man kann das schon mit dem Neuen Markt vergleichen. Auch damals war es nur dann ein Fehler, wenn man nie verkauft hat.

Mir ist klar, dass es bei den Alt-Coins auch noch Möglichkeiten gibt. Aber das ist eben ein Markt, der vom Monopol lebt. Neben Bitcoin bleibt wenig Platz für andere.

Bitcoins sind das erste Kettenbriefsystem, welches Millionen Menschen erreichen kann. Darum kann es sich nach oben so schnell beschleunigen, wenn erstmal die kritische Marke von 100 Mio. Usern geknackt wurde (war glaube ich Ende 2016 schon der Fall).

Gruß
EM-Financial

Habe das gerade für mich getestet

Stefan @, Dienstag, 14.03.2017, 20:04 vor 2395 Tagen @ EM-Financial 2420 Views

Hallo,

das ist schon lustig - ich habe mich am Wochenende auch erstmals intensiver damit beschäftigt.

Da ich einen Onlinedienst zum Führen meiner Bitcoin-Wallet ausschließe (das widerspricht m.E. dem Kryptoverfahren mit öffentlichem/privatem Schlüssel), habe ich mir den Bitcoin-Core Client installiert.

Die Installation hat über 24 Std. gedauert und nimmt jetzt 125 GB auf meiner Platte ein (Linux mit 100MBit Verbindung). Heute hat das Update der Blockchain 20 Minuten gedauert, der Rechner war zuvor 35 Std. aus - das macht einem das Ausmaß der Blockchaingröße deutlich). Bald wird man die Wallet wohl nicht mehr sinnvoll selbst verwalten können.

Für mich war das System Bitcoin in dem Augenblick gestorben, als ich die Varianz der "Währung" gesehen habe: 1500% Schwankung in einem Monat. Da will sich bei mir kein Vertrauen aufbauen.

Und der Staat hat sehr wohl massiven Einfluß: Er kann zwar die technische Kommunikation nicht bzw. nur sehr schwer einschränken, aber er kann einfach Angebot und Nachfrage für illegal erklären. Damit trocknet er Bitcoin aus. Und wenn die EU das in einem Handstreich beschließt, dann habe ich ein massives Problem.

Auch habe ich davon gelesen, dass die Mehrheit der Nutzer ihre Bitcoins in Hoffnung auf Steigerungen hält und eben nicht als Zahlungssystem verwendet. Das spricht nicht für Bitcoin als Währung, da denke ich mehr an Tulpenzwiebeln.

Schade, man hätte früher dabei sein sollen. Aber jetzt ist das Niveau für mich psychologisch zu hoch, als dass ich da ernsthaft über ein Engagement nachdenke.

Client wird also wieder gelöscht und ich werde mich auch nicht darüber ärgern, wenn das Ding erfolgreich weiter läuft, ich wünsche allen viel Glück bei dieser Reise-nach-Jerusalem.

Gruß,
Stefan

Wallet, Verbot, Tulpen

CalBaer @, Dienstag, 14.03.2017, 21:07 vor 2395 Tagen @ Stefan 2542 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 14.03.2017, 21:49

Bitcoin-Core ist mehr was fuer Hobbyisten oder Leute, die Sicherheit auf paranoidem Niveau brauchen. Benuzte Electrum, da musst Du nichts runterladen. Das Wallet laeuft sofort ohne die Blockchain runterladen zu muessen, trotzdem ist es so sicher wie Bitcoin-Core. Electrum hatte ich hier auch schon mehrfach empfohlen, ich verstehe nicht, warum man sich nicht informiert, obwohl es selbst hier im Forum auf dem Silbertablett geliefert wird.

Und der Staat hat sehr wohl massiven Einfluß: Er kann zwar die technische
Kommunikation nicht bzw. nur sehr schwer einschränken, aber er kann
einfach Angebot und Nachfrage für illegal erklären. Damit trocknet er
Bitcoin aus. Und wenn die EU das in einem Handstreich beschließt, dann
habe ich ein massives Problem.

Theoretisch ist das moeglich, aber genauso kann man Goldbesitz verbieten, was allerdings in den Industriestaaten ein kritischer Eingriff in die Eigentumsrechte waere. In Laendern wie China oder Russland ist das natuerlich einfacher, aber selbst dort ist es bis heute nicht verboten. Die Tendenz geht aber auch dort eher in Richtung Legitimierung durch Regulierung. Zudem hat die US-Regierung selbst schon Bitcoins verkauft (Auktion aus der Silk-Road-Beschlagnahmung) oder der Bundesstaat New York reguliert Bitcoin-Geschaefte (sie muessen $70.000 pro Jahr an Gebuehren dafuer bezahlen). Andere Bundesstaaten erwaegen ebenfalls die Regulierung. Ein Verbot kaeme der Enteignung gleich, von daher stuende ein Verbot rechtlich auf sehr wackeligem Grund. Ausserdem kann man Bitcoins problemlos in eine Jusrisdiktion schaffen, wo es legal verwendbar ist. Von daher wirken nationale Verbote nur sehr ineffizient.

Auch habe ich davon gelesen, dass die Mehrheit der Nutzer ihre Bitcoins in
Hoffnung auf Steigerungen hält und eben nicht als Zahlungssystem
verwendet.

Bei Gold ist das noch extremer. Wer benutzt schon Gold als Zahlungsmittel? Aber es kann jederzeit zum Zahlungsmittel werden, deshalb hat es einen Wert. Nur nicht fuer den taeglichen Einkauf von Milch oder Brot, dafuer gab es Substitute wie Kupfer, Nickel, Silber, Papier.

Das spricht nicht für Bitcoin als Währung, da denke ich mehr
an Tulpenzwiebeln.

Hier ist eine interessante Geschichte zur Tulpenmanie: https://www.scribd.com/document/21994666/The-Dutch-Monetary-Environment-During-Tulip-Mania Wer das gelesen und versteht, merkt den Unterschied zu Bitcoin. Kurz: Die Tulpenmanie enstand durch eine Goldmengeninflation, einem effektiveren Bankensystem in Amsterdam und der steigenden Populariaet von Terminkontrakten. Ein Grossteil der Tulpenzwiebeln wurde nur auf Papier verkauft, weil man sie erst vermehren musste. Aber das Vermehren war nur eine Frage der Zeit und jeder konnte es viel billiger tun. Im Gegensatz dazu kauft niemand Bitcoin-Terminkontrakte, sondern transferiert sie sich auf sein eigenes Wallet als auch kann niemand billig Bitcoins "nachmachen". Sie "nachzumachen" waere so teuer wie sie zu kaufen.

Schade, man hätte früher dabei sein sollen. Aber jetzt ist das Niveau
für mich psychologisch zu hoch, als dass ich da ernsthaft über ein
Engagement nachdenke.

Die Bitcoiner schreiben hier schon seit 4 Jahren.

Client wird also wieder gelöscht und ich werde mich auch nicht darüber

Ja, besser Electrum installieren: https://electrum.org/#download

ärgern, wenn das Ding erfolgreich weiter läuft, ich wünsche allen viel
Glück bei dieser Reise-nach-Jerusalem.

Wenn es so weiter geht, springt bald weit mehr raus als nur eine Reise. Ich habe vor Jahren eine kleine Summe in Bitcoin reingesteckt, bei der ich den Totalverlust auch locker wegstecken kann. Ab und zu gebe ich auch mal kleine Betraege aus. Irgendwann habe ich meinen Einstiegsbetrag wieder raus, der Rest laeuft dann voellig risikofrei. Aber ich spekuliere auch nicht auf Reichtum, mich interessiert mehr die Technologie dahinter so wie ich Internet und e-mail seit 1991 benutze, wo jeder dachte, das ist nur was fuer Computerfreaks und Kriminelle (damals beschlagnahmte die Polizei regelmaessig sog. Mailboxen einfach aus dem Grund weil es private File-Server mit Modemanbindung waren, worueber man heute nur lachen kann).

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Goldbesitz verbieten: Also GERADE die USA, der "freiheitlichste" Staat der Erde, haben damit Erfahrung!

SevenSamurai @, Dienstag, 14.03.2017, 21:22 vor 2395 Tagen @ CalBaer 2210 Views

Goldbesitz verbieten:

Also GERADE die USA, der "freiheitlichste" Staat der Erde, haben damit Erfahrung!

Theoretisch ist das moeglich, aber genauso kann man Goldbesitz verbieten,
was allerdings in den Industriestaaten ein kritischer Eingriff in die
Eigentumsrechte waere.

Wer hat in den USA dagegen protestiert?

Genau, niemand.

--
"Wenn ihr euch fragt, wie es damals passieren konnte:
weil sie damals (...)."
Henryk Broder

Selbst bei Verbot muesste man nicht protestieren

CalBaer @, Dienstag, 14.03.2017, 21:30 vor 2395 Tagen @ SevenSamurai 2305 Views

, weil Bitcoins einfach nicht konfiszierbar sind im Gegensatz zu Bankkonten, Aktiendepots oder Immobilien.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Ein wirksames Verbot ist fast unmöglich

EM-Financial @, Deutschland, Mittwoch, 15.03.2017, 07:37 vor 2394 Tagen @ CalBaer 2013 Views

Hi,

, weil Bitcoins einfach nicht konfiszierbar sind im Gegensatz zu
Bankkonten, Aktiendepots oder Immobilien.

das einzige wirksame Verbot wäre ein Transaktionsverbot beim Kauf von Bitcoin per Kreditkarte. Dieses würde den Zustrom von Geld unterbinden und dann die bestehenden Bitcoins abwerten.

Doch Onlinezahlungen lassen sich mit Hilfe eines Drittanbieters und eines verschlüsselten Zahlungsbestätigungscodes relativ leicht aushebeln und eine Kontrolle wäre nahezu unmöglich.

Man müsste den gesamten Zahlungsverkehr noch enger überwachen.

Das wird wahrscheinlich noch kommen, aber nicht in Monaten, sondern wohl eher in Jahren.

Gruß
EM-Financial

Derzeit beschäftigen sich alle (Staaten, Organisationen, Firmen) mit Kryptowährungen

Olivia @, Dienstag, 14.03.2017, 22:18 vor 2395 Tagen @ Stefan 2228 Views

Ich gehe davon aus, dass Kryptowährungen nicht mehr zurück zu drehen sind. Das Interesse und der Bedarf sind bereits viel zu groß. Wie genau sich das entwickeln wird, wird sich zeigen. Die Entwicklung der intelligenten Hardwarewallets (z.B. Ledger etc.) wird dazu führen, dass sich auch IT-Laien relativ bald mit dem Thema beschäftigen werden.

Vor kurzem habe ich einen Vortrag und eine Diskussion zu Bitcoin gesehen, die vor einem Finanz-Ausschuß der kanadischen Regierung gehalten wurde. Leider finde ich den Link zum Video nicht mehr.

Hier ein Video mit Bill Gates zu diesem Thema:
https://www.youtube.com/watch?v=r6mOUh_NY8M

Das Gefühl ist so, wie zu der Zeit, als die ersten PC's auf den Markt kamen, unglaublich spannend. Da entsteht etwas völlig Neues. Die Möglichkeit, einen "geregelten", weltweiten Zahlungsverkehr ohne "Zwischenbanken" durchführen zu können, ist faszinierend. Ich erinnere mich noch daran, wie die ersten Kommentare zu Wikipedia waren..... heute geht nichts mehr ohne....

Ich hatte vor 4 Jahren keine Nerven, mich damit zu beschäftigen und habe der Sache nicht getraut. Inzwischen bin ich fasziniert. Geld spielt dabei für mich überhaupt keine Rolle. Ich rechne damit, dass alles weg sein kann. Aber so gehe ich inzwischen an alles heran. "Sicherheit" dürfte in diesen Zeiten eine Illusion sein und nur der Tatsache geschuldet, dass man es vorzieht, die Augen zu verschließen.

--
For entertainment purposes only.

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