Rechtschreibung: Beliebte Fehler (Sympathie)

Rechtschreibkorrektur @, Donnerstag, 21.07.2016, 15:15 vor 1956 Tagen 6573 Views

Falsch: Symphatie
Richtig: Sympathie

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Beliebte Rechtschreibfehler

Rechtschreibung

Rotweintrinker @, Donnerstag, 21.07.2016, 15:29 vor 1956 Tagen @ Rechtschreibkorrektur 4867 Views

Falsch: Symphatie
Richtig: Sympathie

Haben einige der verehrten Foristen noch nicht einmal
einen 'DUDEN' zur Hand, oder haben sie von dem noch nie etwas gehört?

Versäumte Schulstunden hier nachzuholen, kann doch eigentlich
nicht zu den Aufgaben dieses Forums gehören.

Ich gehöre zu denjenigen, die das gerne lesen.

Olivia @, Donnerstag, 21.07.2016, 15:41 vor 1956 Tagen @ Rotweintrinker 4721 Views

Auch den Sympathie-Fehler habe ich sicherlich schon gemacht. Nicht immer, aber manchmal. Ich schaue öfter bei Leo oder Wiki nach, wie man etwas schreibt, dabei habe ich es schon oft geschrieben. Manchmal ist aber der Akku leer. Bisweilen fehlen mir auch die passenden Worte und es dauert etwas, bis ich sie endlich habe. Wo ist also das Problem?

Also besten Dank an die Rechtschreibprüfung.

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For entertainment purposes only.

Keinen Duden?!

manni meier, Donnerstag, 21.07.2016, 16:50 vor 1956 Tagen @ Rotweintrinker 4488 Views

Haben einige der verehrten Foristen noch nicht einmal
einen 'DUDEN' zur Hand, ...?

Versäumte Schulstunden hier nachzuholen, kann doch eigentlich
nicht zu den Aufgaben dieses Forums gehören.

Ja, willst Du sie denn deshalb wirklich dumm sterben lassen?
Das wäre doch unmenschlich!

Super. Ich finde es toll, da ich es mir hier besser behalte! (oT)

Sundevil @, Donnerstag, 21.07.2016, 16:46 vor 1956 Tagen @ Rechtschreibkorrektur 4268 Views

- kein Text -

Was behältst "Du dir" hier besser?(oT)

manni meier, Donnerstag, 21.07.2016, 16:55 vor 1956 Tagen @ Sundevil 4256 Views

- kein Text -

Sympathie - Sympathy

Langmut @, Donnerstag, 21.07.2016, 17:14 vor 1956 Tagen @ Rechtschreibkorrektur 4700 Views

Hallo in die Runde,

m. E. ist es ebenso wichtig, darauf hinzuweisen, dass im Englischen das Wort Sympathy soviel wie Mitleid (auch im Sinne von Kondolieren) bedeutet und keineswegs die gleiche Sinnverwandtschaft hat wie im Deutschen.

Words of Sympathie

Das war mir selbst nicht klar und bin erst vor Monatsfrist darauf gestoßen worden.

Und so gesehen hat meine Generation bei "Sympathy for the devil" von den Stones reichlich Bahnhof verstanden.

Gruß
Langmut

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Skat- und Schafkopfweisheit: Besser geimpft als überhaupt keinen Stich.

Der Unterschied zwischen schlau und dumm.
Ein schlauer Mensch kann sich dumm stellen.

Arbeit finde ich gut, da könnte ich anderen stundenlang zuschauen.(Diogenes von Sinope)

Danke für den Hinweis…

Rechtschreibkorrektur @, Donnerstag, 21.07.2016, 17:32 vor 1956 Tagen @ Langmut 4522 Views

Hallo in die Runde,
m. E. ist es ebenso wichtig, darauf hinzuweisen, dass im Englischen das
Wort Sympathy s̶o̶v̶i̶e̶l̶ so viel wie Mitleid (auch im Sinne von Kondolieren) bedeutet
und keineswegs die gleiche Sinnverwandtschaft hat wie im Deutschen.

Und wo wir gerade dabei sind… schau mal hier:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=403120
[[zwinker]]

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Beliebte Rechtschreibfehler

Danke, entlockt mir öfters ein "Ach, sieh mal an.." und bleibt auch hängen. (oT)

modesto, Donnerstag, 21.07.2016, 18:00 vor 1956 Tagen @ Rechtschreibkorrektur 4261 Views

- kein Text -

Aus aktuellem Anlass eine Frage:

dottore @, Donnerstag, 21.07.2016, 18:07 vor 1956 Tagen @ Rechtschreibkorrektur 5491 Views

Hi,

bitte heißt es

- lebt dort eine Mrd. Menschen oder

- leben dort eine Milliarde Menschen?

Danke für Klärung (Duden hilft nix) und Gruß - d.

Einzahl vs. Mehrzahl

Zandow @, Heidenau/Sachsen, Donnerstag, 21.07.2016, 19:49 vor 1956 Tagen @ dottore 4893 Views

Hi dottore,


tja, das ist wohl ein Einzahl/Mehrzahlproblem:

Eine Mrd. ist Einzahl. Also: "lebt".

Aber auch:

Eine Mrd. sind mehr als Einer. Folgt: "leben".

Bin gespannt auf die richtige Schreibweise von @Rechtschreibkorrektur.


Besten Gruß von Zandow

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Nuclear power? Yes please!

Natürlich "leben". Es bezieht sich auf "Menschen", nicht auf die Zahl davor. (oT)

YooBee, Donnerstag, 21.07.2016, 22:43 vor 1956 Tagen @ Zandow 4185 Views

- kein Text -

Viele Menschen leben...

twc-online @, Freitag, 22.07.2016, 08:01 vor 1955 Tagen @ YooBee 4162 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 22.07.2016, 08:09

Natürlich "leben". Es bezieht sich auf "Menschen", nicht auf die Zahl davor. (oT)

Genau so ist es, denke ich, nach meinem Gefühl:

1 Mensch lebt.

Aber:
2 Menschen leben.
1000 Menschen (oder eintausend Menschen) leben.
1.000.000.000 Menschen leben.
Eine Milliarde Menschen leben.

Die beste Antwort ist aber wohl die von Dimi (beides möglich, aber eher "leben"):
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=408906

Mein Sprachgefühl

Rotstein, Freitag, 22.07.2016, 07:49 vor 1955 Tagen @ Zandow 4139 Views

bearbeitet von Rotstein, Freitag, 22.07.2016, 12:41

Ich würde sagen:

"Eine Milliarde Menschen lebt..."

Die grammatikalische Einzahl müsste vor der tatsächlichen Zahl Vorrang haben.


Rotstein

Na dann versuch ich's auch mal

manni meier, Donnerstag, 21.07.2016, 20:10 vor 1956 Tagen @ dottore 4438 Views

Hi,

bitte heißt es

- lebt dort eine Mrd. Menschen oder

- leben dort eine Milliarde Menschen?

Danke für Klärung (Duden hilft nix) und Gruß - d.

1. Eine Mrd. ist wieviel Cent?
2. Eine Mrd. sind wieviel Cent?

Da sagt mein Sprachgefühl: Nimm die Nr. 2!

Spontan keine Ahnung…

Rechtschreibkorrektur @, Donnerstag, 21.07.2016, 20:28 vor 1956 Tagen @ dottore 4567 Views

Hi,

bitte heißt es

- lebt dort eine Mrd. Menschen oder

- leben dort eine Milliarde Menschen?

Danke für Klärung (Duden hilft nix) und Gruß - d.

… aber ich werde morgen versuchen, mich darüber schlau zu machen.

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Beliebte Rechtschreibfehler

Kongruenz von Subjekt und finitem Verb

Dimi ⌂ @, Donnerstag, 21.07.2016, 20:37 vor 1956 Tagen @ dottore 4813 Views

"Sprachsystem
Obwohl eine Million eine sehr große Menge ist, handelt es sich dabei doch aus grammatischer Sicht um einen Singular: Dem Substantiv Million (das keine Pluralendung trägt!) geht das Zahladjektiv eine voraus, das von seiner Bedeutung her klar auf einen Singular verweist. In Ihrem Fall ist Million der Kern einer Nominalgruppe oder –phrase, die das Subjekt Ihres Beispielsatzes bildet. Zu diesem Kern tritt noch das partitive Attribut Deutsche hinzu, das im Plural steht. Und das wiederum ist der Kern des Problems: Welcher Teil der Nominalgruppe bestimmt den Numerus des Prädikats – der Kern, der im Singular steht, oder das partitive Attribut im Plural?

Die Dudengrammatik hält für diesen Fall eine „Kongruenzregel“ bereit, die die Abstimmung von solchen Subjekten mit dem Prädikat regelt (S. 1011). Die Regel besagt, dass der Kern bestimmt, ob das Prädikat (oder genauer: das finite Verb, also der Teil des Prädikats, der die Numerusmarkierung trägt) im Singular oder im Plural steht, und nicht das partitive Attribut. Der Kongruenzregel zufolge müsste es also Eine Million Deutsche weiß nicht... heißen (und genauso: Eine halbe Million Menschen wartete vergeblich auf ihre Züge). Dennoch lässt die Dudengrammatik auch den Plural zu, also wissen bzw. warteten. Als Gründe dafür wären zu nennen:

- Bei eine Million handelt es sich zwar grammatisch um einen Singular, von der Bedeutung her bezeichnet eine Million aber, wie eingangs bereits erwähnt, eine Vielzahl von etwas. Setzt man das finite Verb nun in den Plural, so kann man sagen, dass zwar keine grammatische, aber semantische Kongruenz vorliegt, also eine Abstimmung nach dem Sinn.

- Viele Sprecher des Deutschen neigen vermutlich dazu, in der fraglich Nominalgruppe Deutsche als Kern aufzufassen und nicht Million. Sie würden dann eine Million als „Zahl“ auffassen, so wie auch bei der Schreibweise 1.000.000 Deutsche wahrscheinlich kaum jemand auf die Idee käme, die Ziffernfolge als Kern anzusehen. Betrachtet man nun Deutsche als Kern, so kommt man auch bei Anwendung der Duden-Kongruenzregel zu dem Schluss, dass das finite Verb in den Plural gesetzt werden muss.

- Zudem scheint die Tendenz zu bestehen, das finite Verb bei derartigen Subjekten in den Plural zu setzen, wenn das partitive Attribut Personen bezeichnet, was ja in Ihren Beispielen der Fall ist (Deutsche bzw. Menschen).

Fazit: Bei Subjekten mit singularischem Kern und einem partitiven Attribut im Plural ist prinzipiell sowohl der Singular als auch der Plural am finiten Verb anerkannt. Der Sprecher muss also in jedem Fall erneut die grammatische gegen die semantische Kongruenz abwägen und für sich eine Identifikation des Kerns vornehmen.

Sprachgebrauch
Um herauszufinden, ob im tatsächlichen Sprachgebrauch nach eine Million Deutsche der Singular oder der Plural beim finiten Verb vorherrscht, wurde bei Google nach dieser Nominalgruppe in Kombination mit den Hilfsverben sein und haben gesucht. Dabei liegt die Kombination „eine Million Deutsche sind/haben“ mit insgesamt etwa 26.790 Treffern (= 90 %) weit vor „eine Million Deutsche ist/hat“ (ca. 3.130 Treffer = 10 %)."

...meint http://www.grammatikfragen.de/showthread.php?206-Heisst-es-Eine-Million-Deutsche-wei%DF-nicht-ODER-Eine-Million-Deutsche-wissen-nicht&prefixid=kongruenz

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Geheime Goldpolitik

B̶ö̶m̶i̶s̶c̶h̶e̶ Böhmische Dörfer ...

Rainer ⌂ @, El Verger - Spanien, Donnerstag, 21.07.2016, 21:49 vor 1956 Tagen @ Dimi 4550 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 22.07.2016, 12:25

Mit solchen Erklärungen tue ich mich sehr schwer, da sie für mich unverständlich sind.

Ich habe nie verstanden, warum die Eigenschaften der deutschen Sprache mit lateinischen Begriffen benannt sind.

In der Schule habe ich selbsterklärende Bezeichnungen gelernt.
Hauptwörter
Eigenschaftswörter
Bindewörter
Artikel
Einzahl
Mehrzahl
u.s.w.

Bei den lateinischen Bezeichnungen brauche ich immer einen Übersetzer, der aber auch nicht immer eindeutig ist.

In der Schule habe ich auch nicht Mathematik gelernt, sondern Rechnen. Die Maschine, auf der ich das schreibe, ist schließlich ein Rechner und kein Mathematiker. <img src=" />

Rainer

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Ami go home!
RundeKante
WikiMANNia
WGvdL Forum

Liebste "selbsterklärende Bezeichnung"

manni meier, Donnerstag, 21.07.2016, 22:45 vor 1956 Tagen @ Rainer 4329 Views

bearbeitet von manni meier, Freitag, 22.07.2016, 15:14

Ich habe nie verstanden, warum die Eigenschaften der deutschen Sprache mit
lateinischen Begriffen benannt sind.

In der Schule habe ich selbsterklärende Bezeichnungen gelernt.
Hauptwörter
Eigenschaftswörter
Bindewörter
Artikel
Einzahl
Mehrzahl
u.s.w.

Rainer

Na wenn schon, dann auch alles auf deutsch: Artikel = Geschlechtswort.
Meine liebste "selbsterklärende Bezeichnung" war immer "besitzanzeigendes Fürwort".

Die korrekte Scheibweise scheint für dich jedenfalls ein böhmisches Dorf zu sein. SCNR (oT)

Mephistopheles @, Datschiburg, Freitag, 22.07.2016, 08:10 vor 1955 Tagen @ Rainer 4092 Views

- kein Text -

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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Zur Vereinfachung

Dimi ⌂ @, Freitag, 22.07.2016, 09:12 vor 1955 Tagen @ Rainer 4153 Views

Ich habe nie verstanden warum die Eigenschaften der deutschen Sprache mit
lateinischen Begriffen benannt sind.

Z.B. weil es das Erlernen einer Fremdsprache ungemein vereinfacht, wenn Du im fremdsprachlichen Lehrbuch zusätzlich zur Grammatik nicht auch noch mit den ausländischen Begriffen für Hauptwörter, Eigenschaftswörter, Bindewörter usw. hantieren musst.

Dimi

--
Geheime Goldpolitik

Eine Million: Singular oder Plural?

Leserzuschrift @, Freitag, 22.07.2016, 15:18 vor 1955 Tagen @ dottore 4182 Views

Hallo Dottore,

der Duden hat folgende Meinung hierzu:
http://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/million

Es sind also beide Varianten zulässig, wobei der Singular grammatikalisch gesehen die richtige Form ist.

Ich selbst halte das aber für mich so:

Eine Million lebt in armen Verhältnissen.
Eine Million Menschen leben in armen Verhältnissen.

So hört es sich für mich besser an. Dennoch bleibt auch im zweiten Beispielsatz an und für sich die "Million" Bezugspunkt und nicht "Menschen".

Gruß
Werner

Dank an alle

dottore @, Freitag, 22.07.2016, 15:46 vor 1955 Tagen @ dottore 4244 Views

Hi,

eine Million "ist" oder "sind" - beides geht also. Es kommt darauf an, ob hinter der Million noch ein Plural steht. Leuchtet ein, auch wenn mir der Plural nicht behagt - eins ("eine") bleibt eben singulär. .

Da hatten es die alten Ägypter einfach; bei ihnen war das Zeichen für eine Million ein Mensch mit hilflos nach oben gestreckten Armen und eine Million war gleichbedeutend mit "unendlich". Bei Luther glaube ich ähnlich: Eine Million = sehr viel.

So lernt man halt auch in hohem Alter dank DGF immer noch was dazu. Merci und Gruß - d.

Was ist an der deutschen Grammatik einleuchtend? ;)

Uwe @, Freitag, 22.07.2016, 21:05 vor 1955 Tagen @ dottore 4003 Views

@dottore:«eine Million "ist" oder "sind" - beides geht also. Es kommt darauf an, ob hinter der Million noch ein Plural steht. Leuchtet ein, ...»

Ein halbes Dutzend Fässer lagert im Keller, aber sechs Fässer lagern im Keller.

Hallo, @dottore,

ich meine, @Dimi hat alle wesentlichen Gesichtspunkte zum Thema zusammen getragen - meinen Dank dafür an ihn.

Ergänzend dazu möchte ich noch anmerken, dass in dem Buch des Linguisten Peter Eisenberg, Grundriss der deutschen Grammatik, Band 2: Der Satz – 1999 (ISBN 3-476-01642-0; – liegt allerdings zwischenzeitlich in aktueller Auflage 2013 vor) auf der Seite 282 auch darauf eingegangen wird und auf der Seite 436, im Aufgabenteil, dazu geschrieben wird:

«Kongruenz bei Attributkonstruktionen

Ein beliebter Streitfall über die Korrektheit der Numeruskonkruenz sind Verbindungen von Singular- und Pluralnominalen in Attributkonstruktionen und besonders als enge Apposition. Warum sind Sätze wie a-c Zweifelfälle, solche wie d-e aber nicht?

a. Eine Gruppe französischer Schüler besuchte/besuchten uns.
b. Eine große Zahl von Stahlarbeitern muß/müssen umgeschult werden.
c. Ein Zentner Kartoffeln ist/sind verkauft worden.
d. Die Gruppe französischer Schüler besuchte/*besuchten uns.
e. Eine Kompanie Reiter wird/*werden das Raketenbatallion ersetzen.»

Soweit der Aufgabenteil (zitiert aus Ausgabe 1999, daher hier noch das „ß“), wobei das Symbol des * für "ungrammatisch" im Buch verwendet wird.

Als Lösungshinweise wird dargestellt - ich gebe wieder:

«Mit dem unbestimmten Artikel bzw. Numerale bei Maßeinheiten und verwandten Substantiven wird ein Ausdruck gebildet, der eine Menge von unbestimmt vielen Entitäten bezeichnet (Maßangabe, [...]). Dagegen wird in d die Menge mit dem bestimmten Artikel als ein Objekt gekennzeichnet. Hier ist daher nur der Singular möglich. In e bezeichnet die Maßeinheit eine Menge mit festliegender Anzahl von Elementen. Auch hier ist der Plural ausgeschlossen.»

Ich verstehe es jetzt so, dass ein bestimmter Artikel zu einem Objekt (Unterschied zwischen a und d, "Eine ..." vs. "Die ...") bzw. bei einer Maßeinheit, die eine bestimmte Menge bezeichnet (eine Milliarde), der Plural eben nicht angewendet wird ("ungrammatisch"):

- lebt/*leben dort die Milliarde Menschen

Dennoch werde ich weiter unsicher bleiben, denn viele Sprachkonstruktionen in diesem Zusammenhang klingen einfach für mich "ungewohnt": (ohne statistischen Wahrheitsanspruch):

Eine Million Veganer lebt in Deutschland. Einhunderttausend Veganer davon lebt(?)/leben(?) in Berlin. (ohne statistischen Wahrheitsanspruch ;))

Eine Million Menschen lebt in Deutschland. Einhunderttausend Menschen davon lebt in Berlin.

Eine Million Menschen leben in Deutschland. Einhunderttausend Menschen davon lebt in Berlin.

Eine Million Menschen leben in Deutschland. Einhunderttausend Menschen davon leben in Berlin.

Eine Million Menschen lebt in Deutschland. Einhunderttausend Menschen davon leben in Berlin.

Die eingeschaltete Korrekturfunktion von "Microsoft-Word" markiert die oben unterstrichenen Wörter als grammatische Fehler. Doch das ist keine Wunder, denn die Suchkette "Eine Million Menschen leben" liefert bei Google 11.000 Ergebnisse, während die Suchkette "Eine Million Menschen lebt" nur auf 1.990 Ergebnisse kommt.

Gruß,
Uwe

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Since all these manifold things could have occurred, we have every right to believe[/i] they did occur.

Mark Twain, "Is Shakespeare Dead? From My Autobiography", Chapter V, "We May Assume"

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