USA, Deutschland, Italien, Frankreich und Niederlande in der Goldfalle - Goldanteil an den Währungsreserven bei 60 -70 %

Vatapitta @, Sonntag, 26.07.2015, 11:40 vor 2193 Tagen 5468 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 26.07.2015, 12:01

Moin moin,

sind die Regierungen dieser Länder noch bei Sinnen?

Durch den Goldabsturz haben sich die Währungsreserven stark vermindert.
Das gefährdet den Aufschwung in diesen Ländern, zumal sie, außer den USA,
die Dollars für die Schuldentilgung nicht selber drucken können.
Ideologie kostet halt!

Russland, China, Japan und die Schweiz haben dagegen alles richtig gemacht.
Der Goldanteil ihrer Währungsreserven liegt nur bei 2 bis 13%.

Aber lest selber, was die Welt dazu schreibt.
Der Artikel ist von Nando Sommerfeldt und Holger Zschäpitz.

Die Namen dieser Autoren sollten wir uns merken.
Sie empfehlen sich durch sachlichen Journalismus.


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Da bin ich skeptisch...

Bernadette_Lauert, Sonntag, 26.07.2015, 13:11 vor 2193 Tagen @ Vatapitta 4640 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Sonntag, 26.07.2015, 16:00

...hier nur ganz kurz ein paar ketzerische Gedanken, die ich der von Dir zitierten Mainstream-Presse entgegen setze.

Der Dollar könnte angesichts der Schulden in den USA stark überbewertet sein. Noch "decken" sie ihn ganz gut über ihre Militärdominanz und können Länder kaputt machen, die beispielsweise vom Petro-Dollar wegkommen wollen oder ähnliches. Aber das wird nicht ewig so weiter gehen. Ich bin optimistisch und denke das Terror-Imperium namens USA wird zerbröseln.

[image]

Aber "THIS" kostet halt:

[image]

...so viel, dass mehr als die halbe US-Volkswirtschaft vom Militär und begleitenden Diensten abhängt und zusammenklappt, sollte es mal friedlicher zugehen.

Aber in einem optimistischen Szenario wird es friedlicher werden MÜSSEN, da immer mehr Menschen (auch US-Amerikaner) die Zusammenhänge begreifen und sich nicht mehr desinformieren lassen.

Vietnam mussten sie wegen eines Umschwungs der öffentlichen Meinung aufgeben. Nach dem herbeigelogenen NATO-Bündnisfall nach 9/11 konnte nochmal kräftig destabilisiert werden. Aber vieles deutet darauf hin, dass sie das nicht ewig so weiter treiben können.

Vieles von dem, was ich hier im Laufe der Zeit einwerfe, spielt da mit rein: Proteste gegen Ramstein; BRICS-Bank, der Scheitern in der Ukraine usw.
Kurzum: Der Dollar könnte durchaus seine Reise nach unten antreten, das verargumentiere ich nicht mich Chartbildern, sondern mit einem großen geopolitischen Bild, welches ein verletztes Raubtier zeigt.
Ich sehe (hoffe auf) eine multipolare Weltordnung statt einer unipolaren US-Hegemonie. Das alles wird folgen haben, auch für die Wahrungsreserven anderer Länder, die auf den bisherigen Babo USA und Dollar gesetzt haben.

Ein Beispiel für solche Folgen: Wenn der Dollar fällt, steigt Gold.

Die transatlantische Lügenpresse, in denen Karrieretransatlantiker arbeiten, sollte davon berichten, dass Deutschland sein Gold nicht aus den USA zurückbekommt.
Sie [die Lügenpresse] sollte lieber vom US-gesteuerten Putsch in der Ukraine berichten und dass dann sofort das ukrainische Staatsgold in die USA verschifft wurde.
In klugen Kommentaren könnten sie [die transatlantisch eingenordete Lügenpresse] davon berichten, dass immer mehr Länder glauben, dass das offiziell in den USA gelagerte Gold wahrscheinlich mehrfache Besitzer hat.
Drum musste das wenige Gold, welches D bisher zurückbekam auch eingeschmolzen werden, dass das Thema Barrenlisten nicht noch mehr Ärger bereitet.
Und wenn die Herren Karrieretransatlantiker bei WELT und SPIEGEL einen Gespür für Storys hätten, die viel über die wahren Vorgänge im Hintergrund aussagen, würden sie darüber berichten, dass nicht mal der US-Bundesstaat Texas der FED noch über den Weg traut, was das Thema Gold angeht. Entsprechende Berichten gibt es zwar viele, aber nicht in den von Dir so hochgelobten Medien, die ich ohne zu zögern Lügenpresse nenne.

Gruß, Bernadette

Das ist erst ein Vorwärm-Artikel, bald wird die eigentliche These formuliert: Aufbau einer kriegstauglichen Devisenreserve

pigbonds @, Sonntag, 26.07.2015, 14:10 vor 2193 Tagen @ Vatapitta 4252 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 26.07.2015, 14:17

Aber lest selber, was die
Welt
dazu schreibt.
Der Artikel ist von Nando Sommerfeldt und Holger Zschäpitz.

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Ja, wart ab und beobachte. Ich denke, es kommen bald weitere Artikel, die erklären, wieso
Russland Goldreserven aufbaut: Gold ist bei Einschränkung des internationalen Zahlungsverkehrs
die beste Devise.

Das sieht nach einer klaren Änderung der nationalen Strategie aus, doch wozu?
[image]


Illarionov ( https://de.wikipedia.org/wiki/Andrei_Nikolajewitsch_Illarionow ) hat dies vor den Atlantikern bereits
erklärt und ich halte es für wahrscheinlich, dass diese These früher oder später auch so in den
Medien kommuniziert wird:
https://www.youtube.com/watch?v=74vVyCorxiE#t=24m5s

Illarionov's Meinung ist deshalb interessant, weil er Ende 2005 als Berater der RU-Regierung raus
ist und Anfang 2006 diese Gold-Strategie gestartet
wurde.

ho ho ... ha ha

Mitmacher @, Sonntag, 26.07.2015, 17:26 vor 2193 Tagen @ Vatapitta 3589 Views

Ach, was muß man oft von bösen
*** hören oder lesen!
Wie zum Beispiel hier von diesen,
Welche **** hießen;

"Im Klartext: Legt man den aktuellen Unzenpreis zugrunde, hätte der Kreml-Chef gut 15 Milliarden Dollar verplempert. Für hiesige Maßstäbe scheint die Summe verkraftbar. Schließlich soll das kleine Griechenland weitere 94 Milliarden Dollar (86 Milliarden Euro) an Hilfsgeld bekommen. Für russische Dimensionen sind die 15 Milliarden Dollar allerdings viel Geld."


Dann wissen wir ja mal Bescheid.

https://mobile.twitter.com/KatjaHAL/status/578809027427176448?s=09

[image]

--
"Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt." - Thomas Mann, Der Zauberberg

"Es zeugt nicht von geistiger Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein." (Jiddu Krishnamurti)

Gewinne der RF aus Goldtransaktionen im Zeitraum von 2006 bis 2015: 7554 Mio USD

HansMuc, Montag, 27.07.2015, 06:10 vor 2193 Tagen @ Vatapitta 3515 Views


Aber lest selber, was die
Welt
dazu schreibt.
Der Artikel ist von Nando Sommerfeldt und Holger Zschäpitz.

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Guter Witz.

Der WELT Artikel Putin steuerte Russland in die 1200-Tonnen-Gold-Falle ist Dünnpfiff.

Berechnet man die Gewinne/Verluste der Russischen Föderation aus
Goldtransaktionen für den im WELT Artikel betrachteten Zeitraum
1. Quartal 2006 bis 1. Quartal 2015, so ergibt sich für die RF ein
Gewinn in Höhe von 7554 Mio USD.

Für den Zeitraum 1. Quartal 2000 bis 1. Quartal 2015 ergibt sich
übrigens ein Gewinn in Höhe von 10553 Mio USD.


Quelle der verwendeten Daten:
World Gold Council
„Quarterly times series on World Official Gold Reserves since 2000“

https://www.gold.org/research/quarterly-times-series-world-official-gold-reserves-2000
published 8th June 2015


Zur Berechnung der Transaktions-Gewinne bzw. -Verluste wurden folgende
Annahmen getroffen:

a) Käufe bzw. Verkäufe zwischen 2 Quartalen erfolgten zum
mittleren Goldpreis (PoG_Qx + PoG_Qx+1) / 2
b) Es wurde jeweils zum Mittelkurs gehandelt (ohne Transaktionskosten).

Die Berechnung der Transaktions-Gewinne zum Nachrechnen als Tabellenkalkulation:
Gewinne und Verluste der Russischen Föderation aus Goldtransktionen Im Zeitraum vom 1. Quartal 2000 bis zum 1. Quartal 2015

Es geht eben nichts über Qualitätsmedien. [[freude]] [[freude]] [[freude]]


Grüße
HansMuc

Russland: Gewinne/Verluste durch Goldtransaktionen (erweitert)

HansMuc, Montag, 27.07.2015, 10:36 vor 2193 Tagen @ HansMuc 3660 Views

Die Gewinn/Verlust Statistik umfasst jetzt zusätzlich zu den Zeiträumen:

Gewinn/Verlust Zeitraum 2000-2015: [Mio USD] +10,55 Mrd USD
Gewinn/Verlust Zeitraum 2006-2015: [Mio USD] +_7,55 Mrd USD

auch noch die Zeiträume:

Gewinn/Verlust Zeitraum 2010-2015: [Mio USD] -_1,21 Mrd USD
Gewinn/Verlust Zeitraum 2011-2015: [Mio USD] -_8,60 Mrd USD
Gewinn/Verlust Zeitraum 2012-2015: [Mio USD] -11,85 Mrd USD
Gewinn/Verlust Zeitraum 2013-2015: [Mio USD] -15,42 Mrd USD
Gewinn/Verlust Zeitraum 2014-2015: [Mio USD] -_0,99 Mrd USD

Siehe Gewinne/Verluste der Russischen Föderation durch Gold Transaktionen

Wie man sieht, sind größere Verluste nur im Zeitraum von 2011 bis 2015 angefallen.

Über den gesamten Zeitraum von 2000 bis 2015 ist Russland immer noch
mit 10,55 Mrd USD im Plus.

Grüße
HansMuc

Wenn der Staat 'investiert' ...

Zarathustra, Montag, 27.07.2015, 10:40 vor 2192 Tagen @ HansMuc 2557 Views


Wie man sieht, sind größere Verluste nur im Zeitraum von 2011 bis 2015
angefallen.

Über den gesamten Zeitraum von 2000 bis 2015 ist Russland immer noch
mit 10,55 Mrd USD im Plus.

Bei rund 900 Dollar sind dann alle Gewinne weg, obwohl der Preis dann noch ein Vielfaches dessen beträgt, was er vor 15 Jahren war.

Grüße
HansMuc

Grüsse, Zara

WELT, Handelsblatt und @Zara machen Klein-Fritzchen-Rechnungen

Hasso, Montag, 27.07.2015, 10:55 vor 2192 Tagen @ Zarathustra 2795 Views

bearbeitet von Hasso, Montag, 27.07.2015, 11:11

Bei rund 900 Dollar sind dann alle Gewinne weg, obwohl der Preis dann noch
ein Vielfaches dessen beträgt, was er vor 15 Jahren war.

Grüsse, Zara

Hallo Zara,
das professionelle Gold-Geschäft ist etwas komplizierter als das Wunschdenken von WELT-Praktikanten.

Wer größere Gold-Bestände hat, spielt in der Regel "Shorts auf die Bestände", frage mal Deinen Landsmann @Apo.
So... und wer kennt die Short-Gewinne aufs "Putin-Gold"?

Ich kann Dir mal meine ungefähren Zahlen (als Nano-Gold-Spieler) nennen:

Die Gold-Unze steht bei mir aktuell mit rund 1000 Euro/oz in den Büchern.
Auf jede Unze sind aber bis heute rund 280 Euro realisierte (und teilweise noch unrealisierte) Short-Gewinne angefallen.
Also steht die Unze bei mir quasi immer noch bei ca. 1280 Euro/oz.

Denkst Du, die Russen sind so blöd -wie interessierte Kreise es wünschen- und halten 1200 t Gold ohne "Short-Spiele"?
Grüße
Hasso

Lächerliche Rendite in 15 Jahren

Zarathustra, Montag, 27.07.2015, 13:37 vor 2192 Tagen @ Hasso 2502 Views

Bei rund 900 Dollar sind dann alle Gewinne weg, obwohl der Preis dann

noch

ein Vielfaches dessen beträgt, was er vor 15 Jahren war.

Grüsse, Zara


Hallo Zara,
das professionelle Gold-Geschäft ist etwas komplizierter als das
Wunschdenken von WELT-Praktikanten.

Wer größere Gold-Bestände hat, spielt in der Regel "Shorts auf die
Bestände", frage mal Deinen Landsmann @Apo.
So... und wer kennt die Short-Gewinne aufs "Putin-Gold"?

Hallo lieber Hasso!

Staatsheinis sind zu doof für Gewinne an den Futures-Märkten. Hier kommen - wenn schon - noch zusätzliche Verluste hinzu. Hinzu zu den ganzen entgangenen Gewinnen, die durch das zinslose Metall angefallen sind. Verzinste Anlagen in Fremdwährungen hätten wesentlich mehr eingebracht.
Du, Soros und andere Spürnasen eures Kalibers brauchen dumme Gegenspieler, und die finden sie unter anderen bei den Zentralbanken.

Grüsse, Zara

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