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<title>Das Gelbe Forum: Das Forum für Elliott-Wellen, Börse, Wirtschaft, Debitismus, Geld, Zins, Staat, Macht - Von der Fasnacht und weiteren Tollheiten</title>
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<description>yet another little forum</description>
<language>de</language>
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<title>Von der Fasnacht und weiteren Tollheiten (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Ostfriese,</p>
<p>Deine tiefgründenden Beiträge in diesen Zeiten der allumfassenden Kakophonie sind Perlen, danke dafür!<br />
Die Zeit und Expertise, die Du aufwendest, um schon längst im Gelben Forum erfaßtes Wissen erneut darzubieten, ist enorm - meinen Dank dafür!</p>
<p>Aktualisiert auf die Ukraine, sind alle Wortmeldungen eigentlich nur an dem einen Maßstab zu messen:<br />
Wer hat die Macht (=Gewalt), die weitergehende Tributpflicht der beanspruchten Gebiete für sich zu beanspruchen.</p>
<p>Das sollten sich alle Diskuttanten hier im Gelben Forum als erste Frage stellen, bevor sie ihre verbale Diarrhoe immer wieder in den öffentlichen Raum stellen. Es geht nicht um Gut und Böse, es geht auch nicht um persönliche Präferenzen. Es geht um debitistische Gesetzmäßigkeiten.</p>
<p>Trump versucht auf Teufel komm raus von dem US-Schuldenberg wegzukommen. Die EU versucht verzweifelt, über die UA mit neuen Schulden zu überleben. Alles nicht zielführend.</p>
<p>Aber es ist toll, wie wir uns alle als Kaninchen vor der Schlange verhalten: ein uns beschäftigender Eklat hier, ein neues Abkommen dort, ein Einlenken von XY, ... und solange es uns gut geht ....</p>
<p>Gruß<br />
Bergamr</p>
]]></content:encoded>
<link>https://dasgelbeforum.net/index.php?id=669747</link>
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<pubDate>Tue, 04 Mar 2025 21:00:46 +0000</pubDate>
<dc:creator>Bergamr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Von Sparta zum imperialen Kölnern Dreigestirn</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo auf dem Forum</p>
<p>Ich hatte den Begriff des Analogon aus Ashitakas Zitat<span style="font-size:smaller;">[1]</span>: </p>
<p><em>Alles nicht Analoge in unserem Universum ist Simulation, fesselt unser Vorstellungsvermögen, um die Wahrheit zu erfahren.</em> </p>
<p>im Anschluss an Pater M. Kolbes <em>christliche Nächstenliebe</em>, an die buddhistische <em>Erleuchtung</em>, an Henry Matisse' Suche nach dem <em>Licht</em>, voreilig auf Paul C. Martins 3-fache Axiomatik der <em>Abgaben ex-nihilo</em> mit <em>terminlicher Fixierung</em> und im Falle der Nichterfüllung <em>Sanktionsbewehrung</em> des machtbasierten Debitismus<span style="font-size:smaller;">[2]</span> …</p>
<p>~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ </p>
<p>Mit dem <em>Raub</em> fing's nun wirklich an (Franz Oppenheimer, <em>Der Staat</em>). <strong>Das</strong> ist der Primäraspekt. </p>
<p>…</p>
<p>Es geht um die <strong>Schuld</strong> und um die Frage, wie es kommt, dass jemand Schuldner wird, <strong>OHNE</strong> sich <strong>vorher</strong> etwas <strong>geliehen</strong> zu haben. </p>
<p>Also: Es geht um die Schuld <em>ex nihilo</em>. Die kann nur die <em>Waffe</em> (überlegen muss sie schon sein) herbeizwingen. Der Rest ist schnell gegessen. </p>
<p>~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~</p>
<p>… und der damit einhergehenden Verschiebung der Angst vor dem Tod mithilfe der Zeit übertragen. </p>
<p>Aus dottores Sätzen: </p>
<p>~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~</p>
<p><span style="font-size:smaller;">[3]</span> Inzwischen bin ich auf die Abgabe als <em>primum movens</em> gestoßen. <strong>Dank an dieser Stelle für die vielen kritischen Poster dafür!</strong> Die Abgabe (zuerst <em>externalisiert</em>, siehe Tribut, dann <em>internalisiert</em>, vgl. Steuer) setzt einen <strong>Zwang</strong> in die Welt, den es vorher <span class="underline">nicht</span> gegeben hatte (<em>coercive</em>). Dieser Zwang ist grundsätzliche waffengestützt (<em>coercive power</em>), kann sich dann aber immer stärker <em>selbstlegitimieren</em>, <em>ideologisieren</em>, usw. woraufhin gern die Waffe als <strong>ultima ratio rerum</strong> aus den Augen verloren wird. </p>
<p>… </p>
<p><span style="font-size:smaller;">[4]</span> <strong>Mächte, Staaten, Reiche usw. entstehen immer per Gewalt und niemals freiwillig. Danach Expansion und Erfolge. Sobald sie sich dann sich gegenseitig versichern, wie toll jeder jeden findet und sich auch noch weiter ausdehnen, um so richtig <em>mächtig</em> auszuschauen, ist das der Beginn des Untergangs, im Inneren wie nach außen.</strong> </p>
<p>Und wer immer noch nicht an den mit Windeseile heranziehenden Untergang des völlig überstretchten Westens glaubt (Deutschland wird wo verteidigt? Am Hindukusch! Von den USA schweigen wir lieber still), der ersetze die <em>schiefe Schlachtordnung</em> durch das bequemere Wort <em>Sprengstoff</em>. Der Rest (Überschuldung, Verteilung) ist die passende <em>side-show</em>, die auch zwischendurch zur <em>main show</em> werden kann. </p>
<p>~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~</p>
<p>folgt, dass, in Übereinstimmung mit Mao Tse-tungs Satz<span style="font-size:smaller;">[5]</span> <em>Die politische Macht kommt aus den Gewehrläufen</em>, die - alles bestimmende - unmittelbar nicht einhegbare <strong><span style="color:#f00;">Waffe</span></strong> das einzig Analoge des machtbasierten Debitismus zu betrachten ist. </p>
<p>In der Sprache der aristotelisch-parmenideischen Weltsicht besteht die Ironie des machtbasierten Debitismus ja gerade seinem <em>circulus vitiosus</em>: Jenseits der Dunbar-Zahl schieb er mittels Zeitgewinnung den unmittelbaren Zusammenbruch, ohne ihn letztendlich vermeiden zu können, in die Zukunft, ohne ihn träte er sofort ein. </p>
<p>Gemäß den hermetischen Prinzipien<span style="font-size:smaller;">[6]</span> der Schwingung und Polarität - der gleichzeitigen <span style="color:#f00;"><strong>Potenzialauskehrung und Potenzialeinkehrung</strong></span> allen debitistischen Geschehens - fielen 1989 vom Ausgangspunkt an der Elbe 20 Jahre lang einerseits die Potenziale der involutiven Sowjetunion dem evolutiven Westen zu, während andererseits das evolutive Russland bis zum Endpunkt an der Elbe in 20 Jahre die Potenziale des involutiven Westen gewinnt - wie oben, so unten. </p>
<p>Die Geschichte des Kölner Dreigestirns, beinhaltet das Ansinnen, einmal im Jahr aus der Ordnung des Alltags auszubrechen zu können und dabei (leicht debitistischen angehaucht) Spott gegen geistliche und weltliche Autoritäten auszuüben. Da kein Herrscher ohne eine Armee auskommt, begleiteten den <em>König Karneval</em> – wie 1823 der <em>Held Carneval</em> für kurze Zeit hieß – die <em>Kölnischen Funken</em>: </p>
<p><span style="font-size:smaller;">[7]</span> Bauer und Jungfrau waren schon vor dem ersten gemeinsamen Auftritt als Dreigestirn Teil des Zochs: Beide sind allegorische, also <em>erfundene</em> Figuren, die bestimmte Eigenschaften der Stadt Köln symbolisieren. Der Bauer gilt als Beschützer und Hüter der Stadt. Sein Dreschflegel steht für die Wehrhaftigkeit und die Stadtschlüssel, die bis heute bei der Proklamation von der Oberbürgermeisterin übergeben werden, für seine Rolle als Stadthüter. Die Jungfrau soll in ihrem Gewand mit römischen Verzierungen an die Stadtgründerin Agrippina erinnern. Ihre Krone stellt die ehemalige Stadtmauer dar und die zwölf Zinnen stehen für die zwölf Stadttore im Mittelalter. Außerdem steht sie für die <em>Jungfräulichkeit</em> der Kölner Stadtmauer, die nie im Kampf erobert wurde (die Franzosen ließ man 1794 kampflos ein). </p>
<p>Gilt im Karneval auch für das Triforium (Kleeblatt) der imperialen <em>Jeckenherrscher</em> </p>
<p><em>De Zoch kütt</em> und Gruß - Ostfriese</p>
<p>PS</p>
<p><span style="font-size:smaller;"><span style="font-size:smaller;">[1] <a href="https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=628714">https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=628714</a> <strong>Leben ist Entsprechung</strong>, <strong>Ashitaka</strong>, Samstag, 21.01.2023, 13:05 @ Ostfriese 3025 Views</span><br />
<span style="font-size:smaller;">[2] <a href="https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=321659">https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=321659</a> <strong>Re: Money – Dottore</strong> <em>verfasst von <strong>dottore</strong>, 24.04.2005, 17:42</em></span> <br />
<span style="font-size:smaller;">[3] <a href="https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=365680">https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=365680</a> <strong>Re: 'Gerechter Staat' - wie geht denn das?</strong> <em>verfasst von <strong>dottore</strong>, 08.10.2006, 15:48</em></span><br />
<span style="font-size:smaller;">[4] <a href="https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=261678">https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=261678</a>  <strong>Re: Was lehrt uns Sparta?</strong> <em>verfasst von <strong>dottore</strong>, 20.03.2004, 19:00</em></span><br />
<span style="font-size:smaller;">[5] <a href="http://www.infopartisan.net/archive/maowerke/MaoAWII_255_274.htm">http://www.infopartisan.net/archive/maowerke/MaoAWII_255_274.htm</a> <strong>Mao Tse-tung: PROBLEME DES KRIEGES UND DER STRATEGIE</strong> Diese Version aus: <strong>Mao Tse-tung, Ausgewählte Werke Band II, Verlag für fremdsprachige Literatur, Peking 1968, S.255-274</strong> speziell: 261</span><br />
<span style="font-size:smaller;">[6] <a href="https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=668564">https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=668564</a> <strong>Dmitri Medwedew: &quot;Europas Zeit …</strong>, <strong>Ostfriese</strong>, Sonntag, 16.02.2025, 09:12 6731 Views</span><br />
<span style="font-size:smaller;">[7] <a href="https://koelnerkarneval.de/koelner-dreigestirn/">https://koelnerkarneval.de/koelner-dreigestirn/</a> <strong>Historie</strong></span></span></p>
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<link>https://dasgelbeforum.net/index.php?id=669553</link>
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<pubDate>Sun, 02 Mar 2025 07:15:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ostfriese</dc:creator>
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