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<title>Das Gelbe Forum: Das Forum für Elliott-Wellen, Börse, Wirtschaft, Debitismus, Geld, Zins, Staat, Macht - Der Umgang mit den renitenten Schuldnern gefällt mir besonders gut</title>
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<description>yet another little forum</description>
<language>de</language>
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<title>Der Umgang mit den renitenten Schuldnern gefällt mir besonders gut (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>&quot;Das ging zum Teil soweit, daß rentitenten Schuldnern ein Besuch von Gläubigern abgestattet wurde, um dabei alle auffindbaren Essenvorräte zu vertilgen, damit der zahlungsunwillige Schuldner die Ernsthaftigkeit seiner Lage erkennt.&quot; </em></p>
<p>Ansonsten bensten Dank für den Hinweis zum Debitismus.</p>
<p>Gruß Dieter</p>
]]></content:encoded>
<link>https://dasgelbeforum.net/index.php?id=665224</link>
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<pubDate>Wed, 18 Dec 2024 14:47:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>Dieter</dc:creator>
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<title>Der Debitismus ist viel älter als gedacht.</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Da wir uns offenbar auf der Zielgeraden des kommenden finanziellen Showdowns  befinden - also dem Durchbrennen des globalen Schulden-Reaktors - ist mein Interesse am Thema Geld wieder gestiegen, nicht zuletzt auch wegen der BRICS-Idee eine alternative Währung einzuführen, die jedoch bislang nur Theorie geblieben ist.</p>
<p>Unser großer Mentor Paul C. Martin, alias @dottore, hat uns den Weg gewiesen.<br />
Ihm haben wir sehr viel zu verdanken und ich erinnere mich an endlose Debatten zum Thema Geld und Kredit und dessen historische Hintergründen.</p>
<p>Aber, hat er die Theorie des Schuld- bzw. Kreditgeldes auch erfunden? <img src="images/smilies/hae.gif" alt="[[hae]]" /> <br />
Nein, die gab es schon viele Jahre vorher.</p>
<p>Kürzlich bin ich auf diesen, mir bislang unbekannten, Mann gestoßen: Alfred Mitchell-Innes <br />
Zu Wikipedia-Eintrag bitte hier entlang: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Mitchell-Innes">https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Mitchell-Innes</a></p>
<p>Dort liest man u.a: <em> Mitchell-Innes schreibt in Was ist Geld?, dass die in den Wirtschaftswissenschaften vorherrschenden Vorstellungen darüber, was Geld überhaupt sei, nie einer Tatsachenüberprüfung unterzogen wurden. Laut Mitchell-Innes gingen viele Veröffentlichungen davon aus, dass Kredite eine moderne Erfindung seien und zuvor alles in bar gekauft wurde. Nach Mitchell-Innes war historisch genau das Gegenteil der Fall und Bargeld nahm u. a. im Mittelalter nur eine geringe Rolle ein. </em> </p>
<p>Viel besser sind die Gedanken von Mitchell-Innes hier beschrieben:</p>
<p><em> In seinem 2011 erschienenen Bestseller Debt, the first 5,000 years schreibt David Graeber:„In den ersten Jahrzehnten des zwanzigsten Jahrhunderts waren alle Voraussetzungen gegeben, um die Geschichte des Geldes neu zu schreiben. Der Grundstein wurde von Mitchell-Innes gelegt“.<br />
Nachdem er festgestellt hat, dass „ ..unsere Standarddarstellung der Geldgeschichte ist genau umgekehrt. <br />
Wir haben nicht mit Geld begonnen und dann schließlich Kreditsysteme entwickelt. Es geschah genau andersherum. <br />
Das, was wir virtuelles Geld nennen, war zuerst da.“</em></p>
<p><em>Greaber schließt ab: „Es ist nicht so, dass irgendein Wirtschaftswissenschaftler Mitchell-Innes jemals widerlegt hätte. Sie haben ihn einfach ignoriert. <br />
Die Lehrbücher änderten ihre Geschichte nicht - selbst wenn alle Beweise deutlich machten, dass die Geschichte einfach falsch war.“</em></p>
<p><em>Mehr als ein Jahrhundert nach der Veröffentlichung von Innes' Aufsätzen ist es unmöglich, nicht zu bemerken, dass selbst Absolventen renommierter Universitäten der Wirtschafts-Wissenschaften oft nur wenig über die Geschichte des Geldes wissen und dass der Glaube, der Tauschhandel sei dem Geld vorausgegangen, immer noch sehr weit verbreitet ist.</em></p>
<p><em>Die Theorie von Mitchell-Innes ist nicht vollständig, da sie sich nicht mit den Zinssätzen befasst. <br />
Seine Artikel können (zu Recht) wegen des Mangels an Referenzen kritisiert werden.</em></p>
<p><em>Im Großen und Ganzen klingt seine Theorie jedoch richtig. Sie ist kohärent und überzeugend formuliert. <br />
Mehr als ein Jahrhundert nach ihrer Veröffentlichung sind die Ideen von Mitchel-Innes nach wie vor durch und durch modern und für die moderne Geldtheorie absolut relevant. </em> </p>
<p>Quelle: <a href="https://www.newmoneyhub.com/www/money/mitchell-innes/index.html">https://www.newmoneyhub.com/www/money/mitchell-innes/index.html</a></p>
<p>Was dann später noch zum Gold geschrieben wird, kann ich nicht mehr nachvollziehen, aber das ist wieder eine andere Debatte.</p>
<p>Übrigens, wer sich für das Thema interessiert, sei auch an das Werk von Paul Einzig &quot;Primitive Money&quot; verwiesen, wo das sogenannte Geld der primitiven Völker untersucht wird. <br />
Dabei stellt sich heraus, das diese Leute alles andere als primitiv waren und sehr wohl zwischen Guthaben und Kredit unterscheiden konnten und schnell Geldfälschungen auf die Schliche kamen. <br />
Das ging zum Teil soweit, daß rentitenten Schuldnern ein Besuch von Gläubigern abgestattet wurde, um dabei alle auffindbaren Essenvorräte zu vertilgen, damit der zahlungsunwillige Schuldner die Ernsthaftigkeit seiner Lage erkennt. </p>
<p><img src="images/smilies/freude.gif" alt="[[freude]]" /> </p>
<p>mfG<br />
nereus</p>
]]></content:encoded>
<link>https://dasgelbeforum.net/index.php?id=665212</link>
<guid>https://dasgelbeforum.net/index.php?id=665212</guid>
<pubDate>Wed, 18 Dec 2024 09:54:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>nereus</dc:creator>
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