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<title>Das Gelbe Forum: Das Forum für Elliott-Wellen, Börse, Wirtschaft, Debitismus, Geld, Zins, Staat, Macht - Der Preis des Charakters</title>
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<description>yet another little forum</description>
<language>de</language>
<item>
<title>Der Preis des Charakters (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Hast Du gelesen, was Michael Klonovsky neulich Hervorragendes geschrieben hat, das auf die  kulinarischen Ebene überträgt, was er über Mozart, Schubert, Chopin, Wagner, Richard Strauß und Alfred Cortot sagt? </p>
<p><em>Mit einem Wein bin ich – ungefähr wie mit einem Menschen – zufrieden, wenn er Charakter oder zumindest etwas Charakteristisches besitzt, einen Körper hat, seine Herkunft offenbart, nicht parfümiert ist, sondern eher etwas spröde und unverhurt, wenn in ihm die lokalen Gottheiten leben. Nichts ist schrecklicher als herkunftslose, geschönte und glatte Einheitsweine, aus denen nichts als ihre Plantagenherkunft und die Schminkkunst des Kellermeisters spricht. </em></p>
<p>Es gibt leider ein kleines Problem: charaktervolle Weine sind nicht ganz billig, und wenn sie aus Bordeaux oder Burgund kommen, muß man pro Flasche mit 75 bis 100 € und mehr rechnen.</p>
</blockquote><p>Charakter hat eben seinen Preis. Der reicht von gerade noch erschwinglich, wie bei Wein und Käse, bis unbezahlbar, wenn es um Geschichte, Politik  und Kunst geht.</p>
<p>In Fragen der Geschichte und Politik charakterfest zu sein, sich an Tatsachen zu halten und größtmögliche Ehrlichkeit zu praktizieren, kann sehr schnell die Existenz kosten, vor Gericht, ins Gefängnis und auf den Friedhof führen.</p>
<p>Geht es um Kunsthandwerk, Antiquitäten und alte Streichinstrumente, erreichen die Preise zweistellige Millionenhöhe. In diesen Höhen bewegen sich die Versteigerungen der Instrumente Stradivaris und Guarneris.</p>
<p>Kunst ist auf andere Weise, je nachdem, wer sich damit beschäftigt, extrem teuer, manchmal unbezahlbar.</p>
<p>Die besten Werke der europäischen Architektur, Malerei, Bildhauerei und Gartenbau kann man sich nicht anders zugänglich machen, als mindestens ein halbes, eher ganzes  Jahr lang die wichtigsten Städte und Regionen Frankreichs, Italiens, Spaniens, Österreichs, Tschechiens und Rußlands zu bereisen.  Die wenigstens ungefähre Kenntnis Deutschlands habe ich vorausgesetzt.</p>
<p>Für Literatur, Soziologie und Geschichte sind Französischkenntnisse unerläßlich. Wer das in seiner Schulzeit aus welchen Gründen auch immer verpaßt hat und später nachholen möchte, sollte für 15-20 Sprachkurse am Institut français jeweils 250 € einplanen. Hinzu käme ein Zeitschriftenabonnement, um sich an Wortschatz und Grammatik zu gewöhnen.</p>
<p>Am günstigsten in finanzieller Hinsicht ist noch die Beschäftigung mit Europas Komponisten. Doch auch hierbei gibt es mehrere gewaltige Haken:</p>
<p>Man muß imstande sein, sich vom stumpfsinnigen Anglokrach zu lösen und zu akzeptieren, daß man es auch anders und bestimmt nicht schlechter machen kann als Elvis, Beatles und Stones, und es damals, im 17., 18., 19. und zu Anfang des 20. Jahrhunderts, eben anders gewesen ist,  aber, versetzt man sich in die jeweilige Zeit zurück, nicht weniger, eher deutlich unkonventioneller und  revolutionärer als in unseren veramerikanisierten Zeiten.</p>
<p>Wo es bei Literatur, Soziologie und Geschichte nicht ohne Französisch geht, verlangt der bayrisch-österreichische, also deutsche Mozart, daß man einigermaßen problemlos Italienisch versteht.</p>
<p>Da die wie kaum eine ander Kunstgattung ureuropäische Oper, machen wir uns nichts vor, in erster Linie Italienisch ist, und überall auf der Welt die Werke Rossinis, Bellinis, Donizettis, Verdis und Puccinis in Originalsprache aufgeführt werden, kommt man an Italienisch nicht vorbei, es sei denn, man beschränkt sich auf Werke, die deutsche oder englische Texte zum Gegenstand haben.</p>
<p>Das einzigartig charaktervolle Europa hat also, wie ich versucht habe zu belegen, seinen Preis. Dieser ist erheblich; manchmal so hoch, daß einem schwindlig werden kann.</p>
<p>Trotzdem meine ich, dieser Preis ist es wert. Für ihn müssen nicht erst 500.000 Kinder durch eine von den USA inszenierte Hungersnot sterben. In der Regel, wenn es nicht gerade um eine lange Bildungsreise oder die Anschaffung eines alten Streichinstruments geht, besteht er in nichts anderem als ein wenig Vorurteilsfreiheit und der Bereitschaft, dazuzulernen, wenn nötig, ein Leben lang.</p>
<p>Tempranillo</p>
]]></content:encoded>
<link>https://dasgelbeforum.net/index.php?id=521733</link>
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<pubDate>Mon, 06 Apr 2020 12:40:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>Tempranillo</dc:creator>
</item>
<item>
<title>120 Jahre Täuschung und Lüge... (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>... haben viele darauf dressiert, Schrott für Qualität zu halten und über die wirklich guten europäischen Sachen die Nase zu rümpfen.</p>
<p>Mich tröstet, daß wenigstens der Ossi Klonovsky versteht, was ich meine:</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=_9GBjQyvtAM">https://www.youtube.com/watch?v=_9GBjQyvtAM</a></p>
<p>David Moset: <em>Chopin composed a masterpiece here. It's a real pleasure to listen to this great pianists here on youtube. Every interpretation of Hofmann, Richter, Horowitz, Gulda, Argerich and Kissin is incredibly original. When Zimerman plays you feel perfection, when Rubinstein plays you see Chopin playing at candlelight for a young lady and when Cortot plays. you hear such demons coming out of chopins music, of which you would have never thought to be there</em></p>
<p>Sarah Heger: <em>Despite the very obvious slip in &quot;il piu forte possibile&quot;,  Cortot  has a finished technique which he uses in the service of interpreting this tragic music. He captures the soul of Chopin as no other pianist ever has. No wonder that a critic in Rome wrote before Cortot's great recordings were made: &quot;When Cortot's hands are no more, Chopin will die a second time.&quot;</em></p>
<p>Wien und Paris gleichzeitig: </p>
<p><a href="https://youtu.be/9ZCxO9lPMUs?t=278">https://youtu.be/9ZCxO9lPMUs?t=278</a><br />
<a href="https://youtu.be/9ZCxO9lPMUs?t=2030">https://youtu.be/9ZCxO9lPMUs?t=2030</a></p>
<p>Tempranillo</p>
]]></content:encoded>
<link>https://dasgelbeforum.net/index.php?id=521563</link>
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<pubDate>Sun, 05 Apr 2020 15:50:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>Tempranillo</dc:creator>
</item>
<item>
<title>...und einem Tedesco wie mir... (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Tempranillo</p>
<p>...also einem waschechten Ruhegebietsbarbaren, der ohnehin lieber Bier trinken würde, wenn er es noch könnte (aber aufgrund der heftigen Colitis besser nicht sollte), fallen solche Feinheiten vermutlich gar nicht wirklich auf. Meine Frau hat den Gaumen für den Wein, ich bin schon mit einem gelben Gewürztraminer gut bedient. ;)</p>
<p>Noch einen schönen Sonntagabend<br />
stocksorcerer</p>
]]></content:encoded>
<link>https://dasgelbeforum.net/index.php?id=521555</link>
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<pubDate>Sun, 05 Apr 2020 15:28:06 +0000</pubDate>
<dc:creator>stocksorcerer</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Du hast ja recht (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Stocki, </p>
<p>es ist schön, daß Du das Thema Rotwein aufgreifst und mit einem Kochrezept ergänzt.</p>
<blockquote><p>&quot;Da das Rezept aus der Region zwischen dem Latium und den Abruzzen stammt, passen als lokale Weine ein Montepulciano d’Abruzzo Cerasuolo DOC (Rosé aus der Montepulciano-Traube) oder aber für <strong>Rotweinliebhaber</strong> ein junger Cerveteri Rosso Doc (aus den Sangiovese- und Montepulciano-Trauben).&quot;  <img src="images/smilies/freude.gif" alt="[[freude]]" /> <br />
vgl.: <a href="https://www.toskanaitalien.de/spaghetti-amatriciana/">https://www.toskanaitalien.de/spaghetti-amatriciana/</a></p>
</blockquote><p>Ich nehme mir wieder mal die Freiheit, gegen Vorschriften und Konventionen zu verstoßen und zu sagen, daß man die Charakteristika der Weine aus Montepulciano- und Sangiovese-Trauben auch in spanischen Roten finden kann.</p>
<p>Hast Du gelesen, was Michael Klonovsky neulich Hervorragendes geschrieben hat, das auf die  kulinarischen Ebene überträgt, was er über Mozart, Schubert, Chopin, Wagner, Richard Strauß und Alfred Cortot sagt? </p>
<p><em>Mit einem Wein bin ich – ungefähr wie mit einem Menschen – zufrieden, wenn er Charakter oder zumindest etwas Charakteristisches besitzt, einen Körper hat, seine Herkunft offenbart, nicht parfümiert ist, sondern eher etwas spröde und unverhurt, wenn in ihm die lokalen Gottheiten leben. Nichts ist schrecklicher als herkunftslose, geschönte und glatte Einheitsweine, aus denen nichts als ihre Plantagenherkunft und die Schminkkunst des Kellermeisters spricht. </em></p>
<p>Es gibt leider ein kleines Problem: charaktervolle Weine sind nicht ganz billig, und wenn sie aus Bordeaux oder Burgund kommen, muß man pro Flasche mit 75 bis 100 € und mehr rechnen.</p>
<p>Wer nicht so viel  ausgeben will oder kann, muß wohl oder übel Kompromisse schließen und sehen, daß er einen Roten findet, der ungefähr zum Essen paßt. </p>
<p>Auch bei diesem Thema bin ich sehr dafür,  daraus kein Dogma zu machen und pragmatisch vorzugehen.</p>
<p>Mag ja sein, daß zum Bologneser Ragout nur Tagliatelle gehören. Ich habe neulich beides ausprobiert und könnte nicht sagen, welche Variante besser gewesen ist.</p>
<p>Man muß nicht päpstlicher als der Papst sein. Wenn italienische Pizzeriabetreiber durchweg Spaghetti bolognese anbieten, wird das bei einem Tedesco wie mir erst recht nicht zu beanstanden sein.</p>
<p>Tempranillo</p>
<p><a href="https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna">https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna</a></p>
]]></content:encoded>
<link>https://dasgelbeforum.net/index.php?id=521545</link>
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<pubDate>Sun, 05 Apr 2020 14:32:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>Tempranillo</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Rebsorte (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>&quot;Da das Rezept aus der Region zwischen dem Latium und den Abruzzen stammt, passen als lokale Weine ein Montepulciano d’Abruzzo Cerasuolo DOC (Rosé aus der Montepulciano-Traube) oder aber für <strong>Rotweinliebhaber</strong> ein junger Cerveteri Rosso Doc (aus den Sangiovese- und Montepulciano-Trauben).&quot;  <img src="images/smilies/freude.gif" alt="[[freude]]" /> <br />
vgl.: <a href="https://www.toskanaitalien.de/spaghetti-amatriciana/">https://www.toskanaitalien.de/spaghetti-amatriciana/</a></p>
<p>Lieben Gruß<br />
stocksorcerer</p>
]]></content:encoded>
<link>https://dasgelbeforum.net/index.php?id=521541</link>
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<pubDate>Sun, 05 Apr 2020 14:09:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>stocksorcerer</dc:creator>
</item>
<item>
<title>F.J. Strauss (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi,</p>
<p>Bulgarien hatte noch im Ost-Block gute Beziehungen zu Deutschland. Besonders F.-J. Strauss besuchte gern Bulgarien und jagte gerne dort. Dabei beruhte die Freundschaft zwischen ihm und dem damaligen bulgarischen Kommunisten-Präsidenten Schivkov auf die gemeinsame Vergangenheit als Bulgarien Teil des Hitlerpaktes mit Italien und Japan war.</p>
<p>Also die oberen Politiker war die Geschichte sicher eher geläufig als die Lügen, die dem niederen Volk unterbreitet wurden.</p>
<p>Gruß</p>
]]></content:encoded>
<link>https://dasgelbeforum.net/index.php?id=521499</link>
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<pubDate>Sun, 05 Apr 2020 10:14:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>aprilzi</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Zwei Narren, ein Gedanke (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo stocki,<br />
 </p>
<blockquote><p>das muss überall geteilt und verlinkt werden für all diejenigen, die noch immer zu den Schlafschafen gehören. Wenn Du es nicht eingestellt hättest, hätte ich es getan. ;)</p>
</blockquote><p>Das freut mich sehr und ich werde gleich zu meinen Rigatoni all'amatriciana das Glas auf Dein Wohl erheben. Die Rebsorte wirst Du bestimmt erraten.</p>
<p>Tempranillo</p>
]]></content:encoded>
<link>https://dasgelbeforum.net/index.php?id=521494</link>
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<pubDate>Sun, 05 Apr 2020 09:45:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>Tempranillo</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Danke, sehr empfehlenswert (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Für Einige hier vlt. viel Bekanntes, aber allein, wer so alles das Erscheinen des Buches verhindert hat gibt schon aktuellen Mehrwert. Kann bestätigen, seit ich gewisse Kommentare bei PI-News abgegeben habe, die der Wahrheit zu nahe kamen, werden dort meine Beiträge nicht mehr veröffentlicht.</p>
<p><br />
LG<br />
D-Marker</p>
]]></content:encoded>
<link>https://dasgelbeforum.net/index.php?id=521490</link>
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<pubDate>Sun, 05 Apr 2020 09:17:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>D-Marker</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Ganz wichtiges Interview (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Tempranillo,</p>
<p>das muss überall geteilt und verlinkt werden für all diejenigen, die noch immer zu den Schlafschafen gehören. Wenn Du es nicht eingestellt hättest, hätte ich es getan. ;)</p>
<p>Lieben Gruß<br />
stocksorcerer</p>
]]></content:encoded>
<link>https://dasgelbeforum.net/index.php?id=521487</link>
<guid>https://dasgelbeforum.net/index.php?id=521487</guid>
<pubDate>Sun, 05 Apr 2020 09:12:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>stocksorcerer</dc:creator>
</item>
<item>
<title>*Fremdbestimmt: 120 Jahre Lügen und Täuschung.*</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt noch anderes als Covid-19, ein Thema, das ich für bei weitem wichtiger halte und mehr noch über Leben und Tod entscheidet als die politisch, wirtschaftlich und medial aufgeheizte Coronahysterie:</p>
<p>*Fremdbestimmt: 120 Jahre Lügen und Täuschung*, Ken Jebsen im Gespräch mit  Thorsten Schulte:</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=rOreyR9h8G0">https://www.youtube.com/watch?v=rOreyR9h8G0</a></p>
<p>Selten habe ich ein Interview gesehen, wo sich zwei gleichermaßen hervorragende Diskutanten unterhalten haben. </p>
<p>Dieses Interview müßte jeder Deutsche gesehen habe, meistens werden ohnehin keine Bücher gelesen und die wirklich guten erst recht nicht.</p>
<p>Wer meint, diese alten Kamellen seien inzwischen obsolet geworden, darf sich darauf einstellen,  nach Covid-19 bald schon mit einem neuen amerikanischen Virus beglückt zu werden.</p>
<p>Tempranillo</p>
]]></content:encoded>
<link>https://dasgelbeforum.net/index.php?id=521401</link>
<guid>https://dasgelbeforum.net/index.php?id=521401</guid>
<pubDate>Sat, 04 Apr 2020 19:58:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>Tempranillo</dc:creator>
</item>
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