"Gelddefition Usus, die tragfähig ist" ...

CrisisMaven ⌂, Samstag, 03.01.2015, 16:03 (vor 2293 Tagen) @ azur5894 Views

dass ein Schuldverhältnis mindestens 2er Rechtssbjekte bedarf, und es mindestens eine konkrete Verpflichtung enthalten muss.

Es ging mir drum, dass die Note oder Muenze an sich ein Ding sind, wie ein (papierener) Mietvertrag.

Als Inhaberpapier (oder Muenze ohne Eigentuemer-Kennzeichnung) kann das "Ding" entwendet werden. Und wird sofort, da -anders als beim KFZ-Brief- ohne Bedenken akzeotiert, waehrend man, wenn der "Verkaeufer" eines KFZ mit Brief, der auf einen andern Halter lautet, sich zumindest ein paar Fragen gefallen lassen muss. Beim (modernen) Geld nicht. Insfern eindeutig "Ding", eine "vertretbare Sache".

Geld ist kein Rechtssubjekt, sondern kann nur Rechtsobjekt sein. Und schon gar nicht ein Schuldverhältnis.

Nein, aber darum ging es bei der Klarstellung der Frage, ob physisches (!) Geld ein "Ding" ist, nicht. Alles, was Ausdehnung und Masse hat, ist ein "Ding".

Mir fällt bei Deinem nur der Witz ein, wonach man sich gegen Zeugen (und unangenehme Folgen eines Unfalles) am besten schütze, in dem man sein Fahrzeug auf der einen Seite z. B. rot und auf der anderen Seite grün lackiere.

Machen gewisse Bundesparteien ja so ... [[freude]]

Das Problem ist doch: das Auto ist ein Ding, der KFZ-Brief auch. Der Kauf-Vertrag auch (in Schriftform). Das im letzteren Beurkundete ist darueberhinaus noch ein Verhaeltnis zwischen zwei Rechtssubjekten.

Das ändert aber nichts daran, dass bestimmte Dinge eben klar gefasst sind.

Na aber nicht, wenn man es gerade durcheinander wirft. Das Ding "Vertrag" (in Papierform) ist und bleibt ein Ding; der kann sogar ungueltig sein oder eines der beiden Rechtssubjekte existiert gar nicht, es ist also ein Scheinvertrag, aber ein Ding bleibt er dennoch.

Vielleicht willst Du hier vermitteln,

Am liebsten Kredite ... [[freude]]

aber es könnte sein, dass so noch mehr Unklarheiten entstehen könnten.

Na jaaaa, an der sich (nicht nur in diesem Thread) immer wieder im Kreise drehenden Definitionsschlacht meine ich erkennen zu koennen, dass alle Definitionsversuche bislang ein beharrliches Aneinander-Vorbeireden waren.

da muss man doch erstmal -gleichsam mit der Machete- das Buschwerk freilegen.

Es wäre doch aber schön, wenn hier eine Gelddefition Usus wäre, die tragfähig ist. Darum geht es uns doch: Belastbar, praktisch, gut [[top]] [[freude]] [[smile]]

Darum genau bemuehe ich mich: das verbriefte Geld ist ein Ding. Aber das "Ding" stellt -theoretisch- eine Forderung dar - gegen eine Bank, auf Herausgabe eines Gegenwertes. Verwirrend ist das doch nur deshalb, weil man, wenn man heute den Geldschein der Bank "zurueck"-gibt, man im Austausch ... entweder eine Gutschrift oder gleich postwendend wieder einen ebensolchen Geldschein "heraus" erhaelt.

Und dass dieser Vorgang nicht zum Normal-Verstaendnis passen will. Beispiel: ich hinterlege einen KFZ-Brief, bekommen dafuer den Kredit, um dieses Auto zu finanzieren. Ich zahle den Kredit zurueck, bekomme den KFZ-Brief wieder "heraus". Dieses Zug-um-Zug, Tausch einer Urkunde gegen einen konkreten Gegenstand (oder ein "geldwertes" - uff nicht schon wieder) "Recht" ist das, was man unter normalen Inhaberpapieren versteht.

Und das Geld vexiert den Normalsterblichen nur so arg, weil ... es eigentlich nicht zu verstehen ist, dass man fuer Geld von der Bank nix bekommt, aber in der "Real"wirtschaft schon.

Die Loesung kann nur lauten: Geld im fiat-System ist eine Verblendung und alle, alle machen mit, weil ... alle, alle mitmachen. Bis sie ploetzlich nicht mehr mitmachen. Danach ist das Geld aber immer noch ein Ding. Mein Vater hatte nach 1923 ganze Zigarrenkisten voll davon ...

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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English


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